- 22.10.2026, 11:25:33
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ÖVP–Zierfuß/Olischar: Rot-Pinkes Hitzeschutz-Versagen bedroht Wiens Schulen, Pflegeheime und Spitäler
Forderung nach klaren Prioritäten und Wirksamkeit beim Hitzeschutz für vulnerable Gruppen – Kritik an Teuerungen und fehlender arbeitsmedizinischer Versorgung
Der extreme Sommer 2026 hat deutliche Spuren in der Stadt hinterlassen und offenbart das anhaltende Versagen der rot-pinken Stadtregierung beim Schutz der Wiener Bevölkerung vor Hitze. Während Schüler und Lehrkräfte bei über 30 Grad in Klassenzimmern ausharren müssen, fehlt es auch in Spitälern und Pflegeeinrichtungen an wirksamer Kühlung. Anstelle von wirkungsvollen Maßnahmen setzt die Stadtregierung auf Ankündigungspolitik, Scheinprojekte und unzureichende Pilotversuche. „Politische Aktivität und politische Wirksamkeit ist nicht dasselbe. Guter Hitzeschutz ist keine Frage der Anzahl von Ankündigungen oder der Länge von Strategiedokumenten, sondern eine Frage der richtigen Prioritäten. Gerade in Zeiten angespannter Budgets muss der Schutz von vulnerablen Gruppen wie Kindern und Senioren oberste Priorität haben. Wir wollen zielgerichtete Maßnahmen, um die Hitze zu bekämpfen, und nicht, dass Mittel in Showprojekten versickern“, verlangt Gemeinderätin Elisabeth Olischar.
Die Ineffizienz der Wiener Stadtregierung zeigt sich auch im Bildungsbereich und bei der städtischen Gebührenpolitik. An 173 von 408 öffentlichen Pflichtschulstandorten gibt es laut offizieller Anfragebeantwortung keinerlei Hitzeschutzmaßnahmen. Gleichzeitig werden private Kindergärten, die nur die Hälfte der Pro-Kopf-Förderung städtischer Einrichtungen erhalten, bei Hitzeschutzbudgetierungen völlig im Regen stehen gelassen. Überdies entzieht die Stadtregierung der Bevölkerung Ausweichmöglichkeiten durch Erhöhungen der Bädertarife sowie der Öffi-Preise, was die Glaubwürdigkeit der Wiener Klimapolitik vollends untergräbt. „Anstatt für funktionierende Arbeitsbedingungen und Hitzeschutz an den Schulen zu sorgen, bricht die Stadtregierung seit Jahren ihr eigenes Wiener Schulgesetz und verweigert Lehrkräften die vorgeschriebene arbeitsmedizinische Versorgung. Es ist völlig unhaltbar, den Hitzeschutz mit wirkungslosen Einzelprojekten abzutun, während Pädagogen und Kinder unter unerträglichen Bedingungen lernen und arbeiten müssen“, kritisiert ÖVP-Klubobmann Harald Zierfuß.
Die Wiener Volkspartei fordert daher ein endgültiges Umdenken in der Wiener Klimaanpassungs- und Baupolitik. Neben einer flächendeckenden Hitzeschutzausstattung für Schulen und Kindergärten braucht es eine rasche Entbürokratisierung bei Genehmigungsprozessen für private Gebäudesanierungen sowie praxistaugliche Beschattungsmaßnahmen wie z.B. den gezielten Einsatz von Sonnensegeln im öffentlichen Raum. „Wir brauchen keine Alibi-Projekte und verabsäumte Zusagen, sondern vernünftige Lösungen, messbare Wirksamkeit und eine gerechte Unterstützung aller öffentlichen Einrichtungen. Die SPÖ-Neos Stadtregierung muss, im Sinne einer schlanken Stadt, Prioritäten richtig setzen und wirksame Hitzeschutzmaßnahmen in sensiblen Bereichen der Stadt umsetzen, statt die Bevölkerung mit Gebührenerhöhungen und PR-Veranstaltungen abzuspeisen“, so Olischar und Zierfuß abschließend.
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