- 22.10.2026, 11:21:05
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Protect Our Winters fordert klimafitten Ski-Weltcupkalender
Protect Our Winters Austria fordert von der FIS, die Auswirkungen des Klimawandels bei der Planung des Rennkalenders zu berücksichtigen.
Der alpine Ski-Weltcup startet in Sölden in die neue Saison. Die hohen Temperaturen rund um den Auftakt werfen einmal mehr die Frage auf, wie zukunftsfit der internationale Rennkalender angesichts des fortschreitenden Klimawandels ist. Für Protect Our Winters Austria (POW) steht fest: Die FIS, unter Neo-Präsident Alexander Ospelt, muss die klimatischen Veränderungen stärker in ihre Planungen einbeziehen und Verantwortung für die Zukunft des Skisports übernehmen.
„Mit dem Klimawandel verändert sich auch die Verlässlichkeit von Weltcupstandorten. Nicht jeder Ort wird zu jedem bisherigen Termin dieselbe Schneesicherheit und Pistenqualität bieten können. Der Rennkalender sollte deshalb stärker nach dem Ausfallrisiko ausgerichtet werden: Ein späterer Saisonstart und die Verlegung einzelner Rennen in klimatisch günstigere Winterphasen können dieses Risiko reduzieren. Bei besonders exponierten Austragungsorten wird man langfristig auch darüber diskutieren müssen, ob sie noch in den Kalender passen
“, sagt Robert Steiger, Tourismusforscher an der Universität Innsbruck und Mitglied der POW Science Alliance.
Erwärmung führt unweigerlich zu Konsequenzen für den Rennkalender
Aus Sicht von POW reicht es nicht, auf einzelne schneearme Winter oder schwierige Bedingungen an bestimmten Austragungsorten zu reagieren. Vielmehr braucht es eine langfristige Strategie, die klimatische Risiken systematisch berücksichtigt. Dazu gehören eine kritische Prüfung des Saisonstarts, eine vorausschauende Terminplanung und die Bereitschaft, etablierte Renntermine und Austragungsorte neu zu bewerten.
„Ein Ski-Saisonstart Ende Oktober ist mittlerweile eher ‚Anti-Werbung‘ für den Sport. In großen Teilen der Bevölkerung erzeugt der frühe Start nur Kopfschütteln. Um Skifahren auch zum Saisonstart wieder in ein positives Licht zu rücken, muss der Start um einen Monat verschoben werden
“. sagt Moritz Nachtschatt, CEO von Protect our Winters Austria. „Die FIS muss aber auch endlich konkrete Maßnahmen umsetzen, mit denen vor allem die Reise-Emissionen reduziert und die eigenen Ziele erreicht werden können
“, sagt er und erinnert an 2023, als mit über 500 aktiven Athlet:innen viel Druck auf den Ski-Weltverband ausgeübt wurde. Den offenen Brief haben damals unter anderem Aleksandar Kilde, Mikaela Shiffrin oder Federica Brignone unterschrieben. Gefordert wurde damals: mehr Transparenz, eine Nachhaltigkeits-Managerin, ein späterer Saisonstart und ein konkreter Maßnahmenplan. „Einiges davon wurde erfüllt“, sagt Nachtschatt und verweist auf Susanna Sieff und die CO₂-Bilanz, die die FIS unlängst zum dritten Mal veröffentlicht hat. "Das ist heute nicht mehr ausreichend. Daher braucht es mittlerweile auch die öffentliche Positionierung zu Europäischen und globalen klimarelevanten Policy Entscheidungen.“ Durch die Anstellung von Susanna Sieff war der Diskurs zwischen POW und der FIS zuletzt weniger konfrontativ, weil von Seiten der FIS Bereitschaft signalisiert wurde, etwas zu unternehmen. „Ospelt muss noch zeigen in welche Richtung er mit der FIS gehen möchte. Ohne baldige Maßnahmen lässt sich so ein Brief wie 2023 auch wiederholen
“, sagt Nachtschatt.
Immer mehr Rennen sind keine Antwort auf die Klimakrise
Ein Thema etwa ist da die Diskussion über eine häufigere Austragung alpiner Ski-Weltmeisterschafte. Die Pläne des neuen FIS-Präsidenten Alexander Ospelt werfen eine grundsätzliche Frage auf: Wie passt eine weitere Verdichtung des internationalen Rennkalenders zu den klimatischen Herausforderungen und zur Belastung der Athlet:innen?
Ein zukunftsfähiger Skisport braucht nicht zwangsläufig mehr Großereignisse, sondern verantwortungsvolle Entscheidungen. Neben der sportlichen Belastung muss auch berücksichtigt werden, unter welchen Bedingungen Rennen künftig zuverlässig und mit vertretbarem Aufwand durchgeführt werden können.
Für POW ist klar: Der Klimawandel lässt sich nicht ignorieren. Die FIS muss ihre Verantwortung wahrnehmen und den Weltcupkalender so gestalten, dass er den klimatischen Realitäten der kommenden Jahrzehnte Rechnung trägt.
Rückfragen & Kontakt
Moritz Nachtschatt | Geschäftsführer POW.AT | +436769431485 | moritz@
protectourwinters.at
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