• 22.10.2026, 11:11:33
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Czernohorszky ad Netzkosten-Anstieg: Stilllegung der Gasnetze würde Kosten für Haushalte drosseln

Wien (OTS) - 

Wiens Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky untermauert angesichts des erneuten Anstiegs der Gasnetzkosten die Notwendigkeit einer Stilllegung aller nicht mehr benötigten Gasnetze: „Zwar steigen die Kosten in Wien weniger stark als in anderen Bundesländern, trotzdem ist auch dieser Anstieg wieder eine Mehrbelastung für Wiens Haushalte. Eine der wichtigsten Maßnahmen, um Netzkosten-Anstiege bei gleichzeitig steigenden Gas- und Ölpreisen zu vermeiden, ist die Stilllegung unwirtschaftlicher Gasnetze“, sagt Czernohorszky, der den zuständigen Bundesminister Hattmannsdorfer auffordert, rasch das EU-Gas- und Wasserstoffpaket umzusetzen und damit die entsprechende Grundlage für die Gasnetzstilllegung zu schaffen.“

Gasausstieg und Netzstilllegung sorgen für Preisstabilität

Für langfristige Preisstabilität könne die Gasnetzstilllegung vor allem in Kombination mit einem Aus für fossile Energie bringen, betont Czernohorszky. Die Preise für Haushaltsenergie seien im September um 15,1 Prozent gestiegen, Treiber waren einmal mehr fossile Energieträger. „Der Gasausstieg bringt Sicherheit und Kontrolle über unsere Energiepreise. Solange wir fossil heizen und von ausländischen Energielieferanten abhängig sind, sind wir starken Preisschwankungen ausgesetzt.“

Wiener Klimaschutz weg zeigt Erfolge

Seit der Beschlussfassung des ersten Wiener Klimafahrplans ist in Wien viel in Bewegung gekommen: Emissionen wurden reduziert, erneuerbare Energie ausgebaut, Gebäude und öffentlicher Raum klimafitter gemacht und der Schutz vor den Folgen des Klimawandels verstärkt: Seit 2005 sind die Treibhausgasemissionen innerhalb der Wiener Stadtgrenzen von 8,5 Mio. Tonnen CO2-Äquivalenten auf 5,9 Mio. Tonnen gesunken. Das entspricht einer Reduktion von 30 Prozent. Besonders seit dem Beschluss des Wiener Klimafahrplans im Jahr 2022 hat sich diese Reduktion beschleunigt. Im Zeitraum 2019 bis 2024 ist die Treibhausgasreduktion fast dreimal so hoch wie in den 15 Jahren davor. Insbesondere in den Bereichen der Strom- und Fernwärmeerzeugung und im Gebäudesektor konnten große Reduktion erzielt werden (46 Prozent und 41 Prozent). Gleichzeitig ist die Erzeugung von erneuerbarem Strom ist in den letzten 20 Jahren um rund 50 Prozent gestiegen, während im selben Zeitraum die fossile Produktion um 45 Prozent zurückgegangen ist. Auch der Endenergieverbrauch pro Kopf sank im Vergleich zu 2005 bereits um mehr als ein Drittel (rund 33 bis 35 Prozent).

Wien setzt Klimafahrplan fort, öffentliche Auflage startete

Wien setzt auf Klimaneutralität bis 2040 und hat das im ersten Klimagesetz Österreichs festgelegt. Der richtungsgebende Wiener Klimafahrplan wird im Frühjahr erstmals fortgeschrieben, die öffentliche Auflage hat vor kurzem begonnen. Im Fokus steht weiterhin die Klimaneutralität bis 2040, Schwerpunkte werden unter anderem auf den Themenfeldern Hitzeschutz und Kreislaufwirtschaft liegen.

Bund gefragt: Auch Novellen gefordert

Damit Wien seine Klimaziele erreichen kann, gibt es auch Bedarf an gewissen Regelungen auf Bundesebene; z.B. Konkretisierungen des Erneuerbare-Wärme-Gesetzes; des Mineralrohstoffgesetzes, Anpassungen im Mietrechtsgesetz, im Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetz und im Wohnungseigentumsgesetz 2002, ein “Right-to-Plug" (Recht auf Ladeinfrastruktur) auch im Miet- und Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetz, die Prüfung von sogenannten „Zero-Emission-Zonen“ und eine Reform des Abfallwirtschaftsgesetzes.

Rückfragen & Kontakt

Pedram Seidi
Mediensprecher StR Jürgen Czernohorszky
Pressesprecher
Telefon: +43 1 4000 83270

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