• 22.10.2026, 09:41:03
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Stadt Wien sichert Forschungsförderung mit 37 Millionen Euro bis 2029 ab

Neues Finanzierungsübereinkommen mit dem Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds beschlossen. Schwerpunkt auf Spitzenforschung und wissenschaftlichem Nachwuchs.

Wien (OTS) - 

Die Stadt Wien setzt ihre erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds (WWTF) fort. Am Mittwoch wurde im Wiener Gemeinderat ein neues Finanzierungsübereinkommen für die Jahre 2027 bis 2029 beschlossen. Insgesamt stellt die Stadt Wien dem WWTF in diesem Zeitraum 37 Millionen Euro zur Verfügung. Damit wird die Arbeit des WWTF als Initiator innovativer Forschungsprojekte und wissenschaftlicher Karrieren am Forschungsstandort Wien für weitere drei Jahre abgesichert.

„Wien zählt zu den bedeutendsten Wissenschafts- und Forschungsstandorten Europas. Diese Position ist das Ergebnis kontinuierlicher Investitionen und einer engen Zusammenarbeit zwischen Stadt und Wissenschaft“, betont Wiens Kultur und Wissenschaftsstadträtin Veronica Kaup-Hasler. „Mit dem neuen Finanzierungsübereinkommen schaffen wir Planungssicherheit und stärken jene Strukturen, die wissenschaftliche Exzellenz und Innovation ermöglichen. Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten ist es wichtig, die Zukunftsfähigkeit unseres Forschungsstandorts langfristig abzusichern.“

Wissenschaftssprecher der Neos im Rathaus Stefan Gara unterstreicht die Bedeutung der Vereinbarung: „Wissenschaft und Forschung sind wesentliche Grundlagen für die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung unserer Stadt. Der WWTF leistet dazu seit vielen Jahren einen wichtigen Beitrag, indem er innovative Projekte unterstützt und herausragende Wissenschaftler*innen nach Wien holt. Mit der Fortsetzung der Finanzierung ermöglichen wir neue Forschungsvorhaben und stärken insbesondere die Perspektiven junger Forschender.“

Gezielte Förderung von Spitzenforschung und wissenschaftlichem Nachwuchs

Der WWTF ist eine privat-gemeinnützige Forschungsförderorganisation und zählt zu den zentralen Einrichtungen der Forschungsförderung in Wien. In den beiden vergangenen Finanzierungsperioden ab 2022 wurden insgesamt 55,7 Millionen Euro für Forschungsförderungen dotiert. Zu den wichtigsten Förderinstrumenten zählen mehrjährige Forschungsprojekte sowie Programme zur Gewinnung und langfristigen Bindung international herausragender Nachwuchswissenschaftler*innen an Wiener Forschungseinrichtungen.

„Der WWTF steht seit vielen Jahren auf zwei stabilen Beinen. Die verlässliche Dotation durch die Stadt Wien und die kontinuierliche Finanzierung durch die AVZ Privatstiftung geben uns Planungssicherheit. Gemeinsam stellen sie ein jährliches Fördervolumen von über 20 Millionen Euro sicher“, erklärt WWTF-Geschäftsführer Michael Stampfer. „Das erlaubt uns, anspruchsvolle Forschungsprojekte über mehrere Jahre zu unterstützen und neue wissenschaftliche Talente für Wien zu gewinnen. Gerade die Grundlagenforschung braucht solche verlässlichen Rahmenbedingungen, damit neue Ideen entstehen und sich Potenziale entfalten können.“

Die Förderung konzentriert sich insbesondere auf die Lebenswissenschaften, Informations- und Kommunikationstechnologien, Umweltforschung sowie Sozialwissenschaften. Zu den aktuellen Schwerpunkten zählen unter anderem Künstliche Intelligenz, Digitaler Humanismus, Gesundheitsvorsorge, ME/CFS und gesellschaftliche Resilienz. Die Auswahl der geförderten Projekte erfolgt qualitätsgesichert im Rahmen wettbewerblicher Verfahren auf Grundlage internationaler wissenschaftlicher Begutachtungen und Jurys.

Digitaler Humanismus als wichtiges Forschungsfeld

Eine wichtige Rolle übernimmt der WWTF auch bei der Weiterentwicklung Wiens als internationales Zentrum für Digitalen Humanismus. Der Fonds unterstützte unter anderem die Einrichtung eines interdisziplinären Doktoratskollegs und wirkte entscheidend beim Aufbau des „Center for Digital Humanism Vienna“ mit, das seit Juli 2026 unter Beteiligung der Universität Wien, der Technischen Universität Wien, der Wirtschaftsuniversität Wien und der Central European University betrieben wird. Die Qualität und Wirksamkeit der Förderarbeit wurde zuletzt durch eine umfassende Evaluierung im Jahr 2025 bestätigt. Diese bescheinigte dem WWTF eine erfolgreiche strategische Ausrichtung und lieferte zugleich Empfehlungen für die Weiterentwicklung seiner Förderprogramme.

Das neue Finanzierungsübereinkommen sieht für 2027 einen Beitrag der Stadt Wien von 10,5 Millionen Euro, für 2028 von 12,5 Millionen Euro und für 2029 von 14 Millionen Euro vor. Fortgesetzt wird auch das bewährte Anreizmodell, bei dem eingeworbene Spenden bis zu einer festgelegten Höhe durch einen Matching-Fund verdoppelt werden. Damit sollen weitere private Mittel für die Forschungsförderung mobilisiert werden.

Rückfragen & Kontakt

Philipp Stoisits
Mediensprecher StRin Mag.a Veronica Kaup-Hasler
+43 1 4000 811 69
[email protected]

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