• 22.10.2026, 09:12:02
  • /
  • OTS0038

Volkshilfe Wien zur Sozialhilfe Neu: „Armut bekämpfen, nicht Arme“

Wehsely fordert armutsfeste Mindeststandards, eine Kindergrundsicherung und echte Chancen auf Teilhabe.

Wien (OTS) - 

Anlässlich der laufenden Verhandlungen über eine bundesweit einheitliche Sozialhilfe fordert die Volkshilfe Wien, die Lebensrealität armutsbetroffener Menschen zum Maßstab der Reform zu machen. „Eine Sozialhilfe Neu muss daran gemessen werden, ob Menschen damit ihre Miete bezahlen, ihre Wohnung heizen und ihren Kühlschrank füllen können. Der politische Auftrag lautet: Armut bekämpfen, nicht Arme“, betont Tanja Wehsely, Geschäftsführerin der Volkshilfe Wien.

Existenzsicherung braucht verlässliche Mindeststandards

Für die Volkshilfe Wien bietet eine bundesweite Reform die Chance, soziale Absicherung verlässlich und nachvollziehbar zu gestalten. Dafür braucht es armutsfeste Mindeststandards, die tatsächliche Lebenshaltungskosten und unterschiedliche Wohnkosten berücksichtigen, sowie einen einfachen Zugang zu Unterstützung.

„Wer über Sozialhilfe verhandelt, entscheidet darüber, wie viel Menschen zum Leben bleibt. Hinter jeder Zahl stehen Menschen, deren Alltag schon jetzt von Verzicht geprägt ist“, so Wehsely.

Aus ihrer täglichen Arbeit kennt die Volkshilfe Wien die Folgen finanzieller Not: Wenn das Geld für grundlegende Bedürfnisse fehlt, geraten Wohnen, Gesundheit und gesellschaftliche Teilhabe unter Druck. „Wir unterstützen Menschen dabei, ihre Wohnung zu behalten, Krisen zu bewältigen und neue Perspektiven zu entwickeln. Diese Arbeit braucht eine soziale Absicherung, auf die sich Betroffene verlassen können.“

Kinder brauchen Chancen unabhängig vom Einkommen ihrer Eltern

Besonderes Augenmerk müsse die Reform auf Kinder legen. Ihr Bedarf an Ernährung, Kleidung, Bildung und sozialer Teilhabe müsse eigenständig berücksichtigt werden. Die Volkshilfe Wien fordert deshalb eine Kindergrundsicherung, die jedem Kind ein gutes Aufwachsen ermöglicht.

„Ein Kind kann sich weder aussuchen, in welche Familie es geboren wird, noch wie viel Geld am Monatsende übrigbleibt. Mit einer Kindergrundsicherung können wir verhindern, dass Armut weitervererbt wird. Die Verhandlungen müssen genutzt werden, um Kindern endlich verlässliche Perspektiven zu geben“, fordert Wehsely.

Die Volkshilfe Wien fordert deshalb, soziale Organisationen und Menschen mit Armutserfahrung in die Ausgestaltung der Reform einzubeziehen. „Eine gute Reform zeigt sich am Alltag der Menschen: daran, dass die Wohnung gesichert ist, Kinder gut aufwachsen können und Wege aus der Armut aufgehen. Daran muss sich die Sozialhilfe Neu messen lassen.“

Rückfragen & Kontakt

Volkshilfe Wien Gemeinnützige Betriebs-GmbH
Michael Glocker, BA
Telefon: +43 676 8784 1807
E-Mail: [email protected]
Website: https://www.volkshilfe-wien.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | VHW

Bei Facebook teilen
Bei X teilen
Bei LinkedIn teilen
Bei Xing teilen
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel