- 21.10.2026, 15:23:32
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Bundesregierung zerstört die Universitätsmedizin!
Die Kürzung des Universitätsbudgets verursacht Arbeitslosigkeit, verschlechtert die Ausbildungsqualität und gefährdet die Gesundheitsversorgung.
„Eine gute Nachricht für die Unis“. Mit diesen Worten kündigte die österreichische Bundesregierung tausende Stellenkürzungen und Jobunsicherheiten für alle jungen Wissenschaftler:innen und Mediziner:innen an.
Ein angeblich stabiles Universitätsbudget für 2028 bis 2030 stellt sich beim genaueren Hinsehen als ein enormes budgetäres Minus heraus. Mit Einberechnung der Inflation und Berücksichtigung der Ärzt:innengehälter entsteht so eine effektive Kürzung von zehn Prozent, also 1,6 Milliarden Euro. Noch ist es zu früh, um über konkrete Auswirkungen auf die Medizinischen Universitäten zu sprechen. Fest steht jedoch: Die Einschnitte werden gravierend sein und die Patient:innenversorgung in Tirol und ganz Österreich gefährden!
Die Gehälter der Ärzt:innen an den Universitätskliniken werden zum Teil von den Ländern und zum Teil von unseren Medizinischen Universitäten finanziert. An der Innsbrucker Klinik stellen die „Uni-Ärzt:innen” fast die Hälfte der angestellten Mediziner:innen dar und werden so von der MedUni Innsbruck finanziert. Durch die Budgetkürzungen besteht die Gefahr, dass hier Stellen nun gestrichen werden und somit die Patient:innenversorgung an der Universitätsklinik Innsbruck nicht mehr gewährleistet werden kann.
Aktuell herrscht große Unsicherheit: Studierende und Jungärzt:innen können aufgrund fehlender Basis- und Assistenzarztstellen nicht in Österreich bleiben. Statt mehr Stellen zu schaffen, auch um die Pensionswelle abzufangen, wird hier erneut auf Kosten von jungen Menschen drastisch gekürzt. Bereits letzte Woche hat die Medizinische Universität Wien angekündigt, dass wahrscheinlich 200 Stellen von Ärzt:innen eingespart werden müssen. Ähnliches wird uns auch für die Medizinische Universität Innsbruck erwarten.
„Hier wird erneut auf Kosten der jungen Menschen gespart. Dadurch wird es für Jungärzt:innen noch unattraktiver, in Österreich zu bleiben. Wir dürfen uns nicht wundern, wenn es in Österreich in zehn Jahren keine Ärzt:innen mehr geben wird. Es wird ein enormes Nachwuchsproblem geben“, befürchtet Maximilian Haslinger, Vorsitzender der ÖH an der Medizinischen Universität Innsbruck.
Frau Bundesministerin Holzleitner hat gezeigt, dass sie ihr Zitat aus dem Frühjahr “Wissenschaft und Forschung sind keine Schwerpunkte dieser Bundesregierung” ernst meinte. Es muss grundlegend hinterfragt werden, ob sich die österreichische Bundesregierung der Tragweite dieser Entscheidung bewusst ist. Es bedeutet nichts anderes als den Kollaps der österreichischen Universitätsmedizin in der heutigen Form.
Für uns ist es eindeutig: Die Regierung saniert ihr Budget auf Kosten aller Studierenden, Lehrenden, Forscher:innen und Patient:innen. Wir fordern die Regierung auf, endlich der Forderung der Österreichischen Universitätenkonferenz nachzukommen und in die Universitäten und in unsere Zukunft zu investieren!
Rückfragen & Kontakt
Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft an der Medizinischen
Universität Innsbruck
Martin Schütz, Referent für Bildungspolitik
Telefon: +43 512 9003 70670
E-Mail: [email protected]
Website: https://oeh-mui.at/
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