• 21.10.2026, 13:23:02
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ÖVP – Zinkl/Gorlitzer: Asbestfunde in Hietzing – Gesundheitsschutz und Transparenz müssen oberste Priorität haben

Weitere Asbestfunde im Bezirk – ÖVP fordert unabhängige Messungen, umfassenden Schutz sowie vollständige Kostenübernahme durch die Stadt Wien

Wien (OTS) - 

Die neuerlichen Asbestfunde im Hietzinger Straßenbelag sorgen für zunehmende Besorgnis. Aktuell wurde bei Bauarbeiten für eine neue Fernwärmeleitung in der Maxingstraße Asbest im rund 25 Jahre alten Asphalt entdeckt. Der belastete Straßenbelag muss vollständig entfernt werden, die Straße bleibt voraussichtlich bis Ende Dezember gesperrt. „Bereits nach dem ersten Asbestfund im Sommer dieses Jahres habe ich eine rasche Aufklärung und die transparente Bekanntgabe sämtlicher Funde durch die Stadt Wien eingefordert. Seither gibt es laufend neue bestätigte Asbestfunde in unserem Bezirk. Gesundheit, Sicherheit und eine rasche Information der Bevölkerung müssen oberste Priorität haben. Die Menschen haben ein Recht darauf zu erfahren, wo sich belastetes Material befindet und welche Maßnahmen zu ihrem Schutz getroffen werden“, betont die Bezirksparteiobfrau der ÖVP Hietzing, Bezirksvorsteherin Johanna Zinkl.

Für die Anrainerinnen und Anrainer brauche es nachvollziehbare Sicherheitsgarantien. Der Hietzinger ÖVP-Gemeinderat Dr. Michael Gorlitzer fordert unabhängige Luftmessungen während der gesamten Abbrucharbeiten, die laufende Veröffentlichung der Messergebnisse, eine sichere und dokumentierte Entsorgung des belasteten Materials sowie strenge Kontrollen der Baustellenabsperrungen. „Wenn die Stadt erklärt, dass für die Bevölkerung keine Gefahr besteht, muss sie diese Aussage auch mit überprüfbaren Fakten untermauern. Darüber hinaus brauchen die Anrainer eine aktive Information über den Ablauf der Arbeiten, die Schutzmaßnahmen und die zuständigen Ansprechpartner“, betont Gorlitzer.

Gorlitzer fordert insbesondere auch umfassende Schutzmaßnahmen für die unmittelbar betroffenen Bauarbeiter. Die von der Stadt vorgesehenen Maßnahmen wie ein grobscholliger Aufbruch unter Wasserzugabe und Bauzäune mit Schutzplanen seien wichtige Schritte, müssten aber durch konsequenten Arbeitnehmerschutz ergänzt werden. „Gerade die Arbeiter in der Baugrube sind dem belasteten Material unmittelbar ausgesetzt. Deshalb braucht es geeigneten Atemschutz, Schutzkleidung, Dekontaminationsmöglichkeiten, regelmäßige Kontrollen und eine lückenlose arbeitsmedizinische Dokumentation. Wer für unsere Infrastruktur arbeitet, darf dafür nicht mit seiner Gesundheit bezahlen“, so Gorlitzer.

Zinkl verweist zugleich auf die finanziellen Auswirkungen der notwendigen Sicherungsmaßnahmen: „Es ist gut und wichtig, dass bereits erste Versiegelungsarbeiten durchgeführt werden. Die aufwendigen Sicherungs- und Sanierungsmaßnahmen müssen aber vollständig von der Stadt Wien finanziert werden. Es kann nicht sein, dass die Hietzingerinnen und Hietzinger über das Bezirksbudget für die Beseitigung von Asbestbelastungen aufkommen müssen. Der Schutz der Gesundheit ist eine gesamtstädtische Verantwortung und darf nicht zulasten der finanziellen Handlungsspielräume unseres Bezirks gehen“, stellt Zinkl klar.

Abschließend fordern Zinkl und Gorlitzer eine vollständige Bestandsaufnahme aller betroffenen Straßenabschnitte sowie einen verbindlichen Sanierungsplan. „Die Stadt muss endlich offenlegen, wo überall asbestbelasteter Asphalt verbaut wurde, welche Maßnahmen vorgesehen sind und mit welchen Kosten zu rechnen ist. Wir brauchen eine öffentlich einsehbare Übersicht, klare Zeitpläne und volle Transparenz gegenüber der Bevölkerung. Gesundheitsschutz darf weder an fehlenden Informationen noch an Budgetfragen scheitern“, so Zinkl und Gorlitzer abschließend.

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