• 21.10.2026, 11:57:02
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Neuer „Universum History“-Zweiteiler „Der Untergang der Habsburger – Die Schlacht bei Königgrätz“

Beleuchtet Wendepunkt der österreichischen Geschichte – am 23. und 30. Oktober um 22.35 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON

Wien (OTS) - 

Königgrätz bringt das Ende der habsburgischen Dominanz in Mitteleuropa, ebnet den Weg zu einem geeinten deutschen Nationalstaat und schürt die Rivalität zwischen Frankreich und Deutschland. Die in Österreich als Schmach empfundene Niederlage gegen die Preußen legt den Grundstein für ein preußisch geprägtes Deutsches Kaiserreich ohne Österreich und befeuert zudem die Nationalitätenkonflikte innerhalb der Habsburgermonarchie. Fazit: Die Gräben, die sich 1866 auftun, führen in fataler Konsequenz zur Katastrophe des Ersten und Zweiten Weltkriegs. Gleichzeitig liegt in Königgrätz die Wurzel einer bis heute existierenden nachbarschaftlichen Rivalität und zur Herausbildung einer eigenen österreichischen Identität in Abgrenzung zu Deutschland.

Die zweiteilige „Universum History“-Neuproduktion „Der Untergang der Habsburger – Die Schlacht bei Königgrätz“ – eine Koproduktion von ORF, ZDF/Arte, Česká televize und EPO-Film, gefördert von Fernsehfonds Austria, Filmfonds Wien und Filmfonds Niederösterreich, mit Unterstützung von ORF-Enterprise – beleuchtet diesen Wendepunkt der österreichischen Geschichte am Freitag, dem 23. und 30. Oktober 2026, jeweils um 22.35 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON aus einem völlig neuen Blickwinkel. „Wir zeigen, wie wir wurden, wer wir sind: Denn in Königgrätz beginnt auch die Suche nach einer eigenständigen österreichischen Identität – inklusive der teils unbewussten Ressentiments den ‚Piefke‘ gegenüber, die in der für Österreich schmachvollen Niederlage von Königgrätz wurzeln“, so Autor und Regisseur Fritz Kalteis.

„Der Untergang der Habsburger – Die Schlacht bei Königgrätz“ – Teil 1

Sommer 1866. Das aufstrebende Preußen unter Otto von Bismarck fordert den „Platzhirsch“ Österreich heraus. Die Rivalität um die Vorherrschaft in Deutschland wird zum tragischen „Bruderkrieg“, der Familien zerreißt. Während der preußische Kriegsfreiwillige Heinrich von Gablenz voller Idealismus für ein geeintes Deutschland in den Kampf zieht, ahnt er noch nicht, dass er auf dem Schlachtfeld seinem eigenen Bruder Rudolf gegenüberstehen könnte, der in der österreichischen Armee dient. Gleichzeitig muss der böhmische Musiker Ladislav Prokop erleben, wie der Krieg seine Heimat erreicht. Denn die Entscheidungsschlacht findet in Königgrätz, dem heutigen Hradec Králové, statt. „Der Untergang der Habsburger – Die Schlacht bei Königgrätz“ räumt mit dem Mythos auf, Österreichs Kommandant Benedek wäre aufgrund persönlicher Unfähigkeit planlos in die Schlacht gegangen, beleuchtet aber auch den miserablen Zustand des österreichischen Heeres vor Ausbruch der Kämpfe.

„Der Untergang der Habsburger – Die Schlacht bei Königgrätz“ – Teil 2

Am 3. Juli 1866 steht einander fast eine halbe Million Soldaten bei Königgrätz gegenüber. Eine Schlacht, die das Schicksal Habsburgs entscheiden wird. Die beiden Soldaten Heinrich von Gablenz und Ladislav Prokop geraten in das blutige Gemetzel im Svíb-Wald, in dem innerhalb weniger Stunden mehr als 4.000 Männer sterben. Der Überlieferung nach auch wegen dem Schnellfeuer der preußischen Gewehre. Gleichzeitig bangt Offiziersfrau Antonie von Holzhausen-Gablenz um das Schicksal ihrer Brüder sowie um das ihres Mannes. Die Tragödie der Zivilisten im Umfeld der Schlacht betrachtet „Der Untergang der Habsburger – Die Schlacht bei Königgrätz“ aus Sicht des Bauernsohnes Josef Volf. Die in Österreich als Schmach empfundene Niederlage bei Königgrätz markiert auch den Beginn eines neuen Zeitalters: Österreich wird aus Deutschland verdrängt, die Nationalitätenkonflikte innerhalb der Habsburgermonarchie intensivieren sich, die Weichen für den Ersten Weltkrieg werden damit gestellt.

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