• 21.10.2026, 10:30:32
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Wiener Hotellerie fordert Einfrieren der Ortstaxe: „Eine Erhöhung um 150 Prozent ist beispiellos!“

Mit Juli 2027 soll die Wiener Ortstaxe auf 8 Prozent des Nächtigungspreises steigen, nachdem diese erst im Juli auf 5 Prozent angehoben wurde. Bis dahin betrug sie 3,2 Prozent.

Wien (OTS) - 

Durch die geplante neuerliche Erhöhung der Ortstaxe würde sich die Abgabenlast in nur 13 Monaten um 150 Prozent erhöhen. „Es ist zu bezweifeln, dass der Markt eine weitere Erhöhung der Ortstaxe akzeptiert. Wir fordern daher das Einfrieren der Ortstaxe auf 5 Prozent!“, so Wiens Hotellerie-Obmann Felix Neutatz. Erst im vergangenen Juli erhöhte die Wiener Stadtregierung die Ortstaxe auf 5 Prozent. Die geplante Erhöhung auf 8 Prozent würde Wien auf Platz 2 im Europa-Vergleich katapultieren. Lediglich Amsterdam hebt mit 12,5 Prozent vom Zimmerpreis derzeit eine höhere Ortstaxe ein. „Dies geschieht allerdings mit dem erklärten Ziel, Touristen fernzuhalten. Wien erfreut sich einer wachsenden Beliebtheit unter internationalen Gästen. Die geplante Erhöhung der Ortstaxe würde dieses Interesse bremsen – mit vorhersehbaren Folgen für den Wirtschaftsstandort“, gibt Neutatz zu bedenken.

Hotellerie muss Erhöhung schlucken

Alexander Ipp, Wiener Landesvorsitzender der Österreichischen Hotelvereinigung und ÖHV-Vizepräsident, verweist auf eine aktuelle bundesweite Branchenbefragung der ÖHV. Laut ÖHV-Inside können 68 Prozent der Hotels Kostenanstiege nur teilweise weitergeben, 22 Prozent gar nicht. 62 Prozent rechnen auf Basis der aktuellen Buchungen und Erfahrungswerte mit geringeren Nebenausgaben der Gäste, 60 Prozent mit kürzeren Aufenthalten und 65 Prozent mit kurzfristigeren Buchungen. „Wir können eine Gebührenerhöhung um 150 Prozent derzeit nicht 1 zu 1 an den Gast weitergeben. Dadurch spitzt sich eine ohnehin schwierige wirtschaftliche Phase mit steigendem Kostendruck und sinkenden Erträgen für die Wiener Hotellerie weiter zu.“

Die Fachgruppe der Wiener Hotellerie und die ÖHV fordern daher ein Einfrieren der aktuellen Ortstaxe und möchten mit der Stadt Wien an einem neuen Plan arbeiten: „5 Prozent sind mehr als genug in der aktuellen wirtschaftlichen Situation. Wir möchten daher mit der Stadt Wien einen Plan erarbeiten, wie wir Wachstum in Wien sicherstellen und unseren Beitrag dazu leisten können“, so Neutatz und Ipp unisono.

Rückfragehinweis ÖHV:
Österreichische Hotelvereinigung
Martin Stanits
Telefon: 01/533 09 52-20
E-Mail: [email protected]

Rückfragen & Kontakt

Wirtschaftskammer Wien
Mag. (FH) Stephan Fuchs
Telefon: 01/54150-1465
E-Mail: [email protected]

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