• 21.10.2026, 09:31:04
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FPÖ - Niegl zu Airbnb-Verschärfung: Viel zu spät. viel zu wenig.

Wiener Bauordnungsnovelle geht in die richtige Richtung, greift aber zu kurz. Mehr Wohnraum schaffen und bestehendes Angebot für Österreicher mobilisieren

Wien (OTS) - 

Die Verschärfung der Wiener Bauordnung zur Eindämmung kurzfristiger Wohnungsvermietungen ist für Wohnombudsmann Michael Niegl ein längst überfälliger Schritt: „Wir haben dem Antrag zugestimmt, weil jede Wohnung, die wieder dem regulären Wohnungsmarkt zur Verfügung steht, ein Gewinn ist. Die Maßnahme jetzt als großen Erfolg zu verkaufen, ist allerdings fehl am Platz. Andere europäische Städte haben bereits vor Jahren reagiert. Wien kommt viel zu spät und macht viel zu wenig“, kritisiert Niegl.

Vor allem greife die Konzentration auf Airbnb zu kurz: „Inzwischen hat sich ein internationaler Markt für Kurzzeitvermietungen etabliert, auf dem Airbnb nur noch einer von vielen Anbietern ist. Wohnungen werden längst auch über asiatische und andere internationale Plattformen angeboten, die für die Wiener Kontrollorgane kaum sichtbar sein werden. Wer nur die bekannten Anbieter kontrolliert, wird das Problem jedenfalls nicht in den Griff bekommen“, warnt Niegl.

Für den Wohnombudsmann liegt die eigentliche Herausforderung im knappen Wohnungsangebot, das die Preise nach oben treibt. „Wien braucht vor allem mehr leistbaren Wohnraum. Gleichzeitig müssen bestehende Wohnungen wieder für die Menschen verfügbar werden, die hier dauerhaft leben. Dazu gehören aus unserer Sicht auch klare Vergaberegeln im geförderten Wohnbau, wie strengste Deutschkenntnisanforderungen. Österreicher haben bei der Suche nach leistbarem Wohnraum stets Vorrang zu haben“, erklärt Niegl und schließt: „Entscheidend ist nicht, wie viele neue Vorschriften die Stadt beschließt, sondern wie viele Wohnungen tatsächlich auf den Markt kommen. Nur wenn wir zusätzlichen Wohnraum schaffen, bestehende Wohnungen mobilisieren und den Zugang zum geförderten Wohnbau klar regeln, können wir den Druck auf die Wohnungspreise nachhaltig verringern. Die Airbnb-Verschärfung allein wird das Problem nicht lösen!“

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