- 21.10.2026, 09:29:32
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Grüne Wien/Pühringer, Kraus: Grüner Sondergemeinderat am 22.10. zu Hitzeschutz – „Klarer Plan statt heißer Luft“
Wien braucht endlich verbindlichen Hitzeschutz – Rot-pinke Stadtregierung muss handeln.
Am morgigen Donnerstag findet der von den Grünen Wien initiierte Sondergemeinderat zum Thema Hitzeschutz statt: „Der Sommer 2026 war extrem und hat allen die Augen geöffnet. Die Stadtregierung war auf die Hitze nicht vorbereitet, sie war hilflos und planlos. Der Bürgermeister hat keine Antworten auf die großen Fragen der Zukunft und ist während der gesamten Hitzewelle untergetaucht. Wir werden jetzt dafür sorgen, dass die Stadtregierung die Augen nicht wieder verschließt. Denn der nächste Hitzesommer wird kommen, ob die Stadtregierung will oder nicht“, so Judith Pühringer, Parteivorsitzende Grüne Wien.
Die Wiener Grünen haben den Sondergemeinderat einberufen, um erneut in aller Deutlichkeit darauf hinzuweisen, was es alles braucht, damit die Stadtregierung die Wiener:innen im nächsten Sommer nicht wieder im Stich lässt. „Wien braucht endlich einen mutigen Plan gegen die Hitze. Die rot-pinke Stadtregierung setzt lediglich auf kleine Einzel-Maßnahmen, der großer Wurf fehlt weiterhin. Wir werden alles dafür tun, damit die Stadtregierung die Wiener:innen im nächsten Sommer nicht wieder im Stich lässt“, so Parteivorsitzender Peter Kraus.
Rekordsommer für 2027 prognostiziert
Der Sommer 2026 hat alle Hitzerekorde gebrochen: In Schulen und Kindergärten waren die Kinder der Hitze schutzlos ausgeliefert. Spitäler waren so heiß, dass kranke Patient:innen akut gefährdet waren. Die Wiener Rettung hatte während der ersten Hitzewelle die meisten Einsätze ihrer Geschichte. Bei 41 Grad hatten die Coolen Zonen der Stadt Wien am Wochenende geschlossen, ältere Menschen hatten keinen Ort, um sich ein paar Stunden abzukühlen. Schwimmbäder waren überfüllt, Straßen wegen der Hitze leergefegt. Brände, die man sonst nur aus Griechenland oder Spanien kannte, kamen bis in die Lobau und in den Föhrenwald bei Wiener Neustadt.
Und es wird nicht der letzte Rekordsommer bleiben: Eine aktuelle Prognose der Österreichischen Akademie der Wissenschaften lässt keinen Zweifel daran, dass auch 2027 der Sommer extrem werden wird.
Kurzfristiger Schutz, langfristiger Plan
Die Wiener Grünen fordern die schnellstmögliche Einführung eines wirksamen Hitzeschutzplans. Andere europäische Städte müssen zum Vorbild genommen werden, in denen es längst klare Anleitungen und Informationen für die Bevölkerung gibt, ab welchen Temperaturen welche Akutmaßnahmen gelten. In Prag ist beispielsweise die Feuerwehr ausgerückt, um den Menschen zumindest kurzfristig Abkühlung zu verschaffen, in Florenz wurden zusätzliche kühle Schutzräume geöffnet, in Zagreb waren die Freibäder gratis. Wien blieb weitgehend untätig.
Für den langfristigen Schutz setzen sich die Grünen Wien seit langer Zeit dafür ein, dass in Wien 100.000 neue Bäume gepflanzt werden – denn sie sind die beste Klimaanlage in der Stadt. Von der zuständigen Bildungsstadträtin Emmerling braucht es endlich einen verbindlichen Plan für die Hitzeschutz-Sanierungen mit entsprechender Finanzierung. „Entsiegeln, begrünen, beschatten, kühlen muss die Devise sein. Dazu braucht es hitzesichere Spitäler, Schulen und Kindergärten – und eine Stadtregierung, die das Thema ernst nimmt“, so Pühringer und Kraus abschließend.
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