• 21.10.2026, 09:21:32
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Hattmannsdorfer übernimmt EPP-Trade-Co-Vorsitz und bringt acht österreichische Forderungen ein

Wirtschaftsminister will europäische Handelspolitik aktiv mitgestalten – „8 for Trade“ für schnellere Handelsabkommen, neue Wirtschaftspartner und stärkere europäische Industrie

Wien (OTS) - 

„Während USA, China und Russland die Weltwirtschaft neu ordnen wollen, darf Europa nicht danebenstehen. Wir müssen selbst die Initiative ergreifen. Als neuer Co-Vorsitzender von EPP-Trade will ich die europäische Handelspolitik aktiv mitgestalten. Dafür bringe ich gleich acht konkrete Vorschläge ein: Wir müssen Handelsabkommen schneller abschließen, mit Binnenmarkt Plus neue Partner enger an Europa binden und unsere Industrie stärken. Europa muss seine wirtschaftliche Zukunft wieder selbst in die Hand nehmen“, so Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer.

Auf persönliche Anfrage von EVP-Chef Manfred Weber übernimmt Hattmannsdorfer den Co-Vorsitz von EPP-Trade und damit eine neue Führungsfunktion innerhalb der Europäischen Volkspartei (EVP).

Die EVP stellt ihre wirtschafts- und handelspolitische Zusammenarbeit neu auf, um schneller und abgestimmter auf internationale Entwicklungen reagieren zu können. Künftig soll das EPP-Trade Ministerial von einer Doppelspitze auf Abgeordneten- und Ministerebene geführt werden. Hattmannsdorfer übernimmt dabei die Sprecher- und Koordinierungsfunktion auf Ministerebene. Damit kann er österreichische Interessen frühzeitig in die gemeinsame europäische Positionierung einbringen.

Europäischer Wirtschaftspatriotismus: „Made in Europe“ stärken
In seiner neuen Funktion will Hattmannsdorfer insbesondere einen selbstbewussteren europäischen Wirtschaftspatriotismus vorantreiben. Wenn andere Wirtschaftsmächte ihre Märkte abschotten, heimische Unternehmen bevorzugen oder internationale Handelsregeln missachten, müsse Europa seine wirtschaftlichen Interessen konsequenter vertreten. „Made in Europe“ soll dabei zu einem zentralen Leitgedanken werden, um europäische Produktionsstandorte zu stärken, strategische Abhängigkeiten zu reduzieren und faire Wettbewerbsbedingungen sicherzustellen.

Gleichzeitig setzt Hattmannsdorfer auf offene Märkte und eine engere Zusammenarbeit mit verlässlichen Wirtschaftspartnern. Europäischer Wirtschaftspatriotismus bedeutet für ihn keine Abschottung, sondern die Verbindung einer starken eigenen Industrie mit neuen internationalen Partnerschaften. Gerade für Österreich als exportorientiertes Land sind offene Absatzmärkte, faire Handelsregeln und wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen entscheidend.

Acht österreichische Forderungen
Mit „8 for Trade“ legt Hattmannsdorfer acht Vorschläge für eine Neuausrichtung der europäischen Handelspolitik vor. Dazu zählen schnellere Handelsabkommen, der Abbau von Handelshemmnissen und seine Kerninitiative „Binnenmarkt Plus“, mit der verlässliche Wirtschaftspartner über klassische Freihandelsabkommen hinaus enger an Europa gebunden werden sollen. Damit will Hattmannsdorfer neue Absatzmärkte erschließen, wirtschaftliche Abhängigkeiten verringern und die europäische Industrie stärken.

Beim ersten EPP-Trade-Treffen am Donnerstag in Dublin wird Hattmannsdorfer die acht Vorschläge zur Diskussion stellen. Ziel ist, Unterstützung innerhalb der EVP zu gewinnen und österreichische Ideen in die gemeinsame handelspolitische Positionierung einzubringen. Entscheidungen über die Vorschläge stehen noch aus.

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