- 21.10.2026, 08:02:53
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6-jährige Volksschule: Mehr als 40 Schulen aus ganz Österreich zeigen Interesse am Schulversuch
Bildungsminister Christoph Wiederkehr: "Viele Pädagoginnen und Pädagogen sind bereit, neue Wege zu gehen und die Bildung für unsere Kinder weiterzuentwickeln.“
Mehr als 40 Schulen aus ganz Österreich haben ihr Interesse bekundet, am Schulversuch der 6-jährigen Volksschule teilzunehmen. Darunter sind sowohl Volksschulen als auch Mittelschulen und Gymnasien, die in Betracht ziehen, den Schulversuch ab dem Schuljahr 2027/28 oder 2028/29 an ihren Standorten umzusetzen.
Bildungsminister Christoph Wiederkehr zeigt sich erfreut über die große Resonanz: „Dass sich mehr als 40 Schulen aus ganz Österreich für den Schulversuch interessieren, ist ein starkes Signal. Es zeigt, dass viele Pädagoginnen und Pädagogen bereit sind, neue Wege zu gehen und die Bildung für unsere Kinder weiterzuentwickeln. Wir wollen Kindern mehr Zeit geben, ihre Stärken zu entdecken, ihre Grundkompetenzen zu festigen und ihren Bildungsweg selbstbewusst zu gestalten.“
Gemeinsame Entscheidungen an den Schulstandorten
Die eingelangten Interessensbekundungen sind der Auftakt für die nächste Phase. Nun geht es darum, die Voraussetzungen für eine Teilnahme zu klären und gemeinsam mit den Schulpartnern zu entscheiden, ob der Schulversuch am jeweiligen Standort umgesetzt werden soll.
Für die Durchführung eines Schulversuchs ist die Zustimmung von 2/3 der involvierten Erziehungsberechtigten und Lehrpersonen Voraussetzung. Die Schulen informieren dazu im Rahmen von Informationsabenden vor Ort. Dabei sollen offene Fragen geklärt und die Perspektiven von Eltern, Lehrpersonen und weiteren Schulpartnern einbezogen werden.
Das Ziel des Bildungsministeriums bleibt, zunächst fünf Volksschulen mit passenden Kooperationsschulen in drei Bundesländern für den Start des Schulversuchs 2027/28 zu gewinnen.
Ministerium lädt Schulen zur Mitgestaltung ein
Auch das Bildungsministerium setzt den Informations- und Beteiligungsprozess fort: Mit den interessierten Standorten wird eng zusammengearbeitet. Die Direktorinnen und Direktoren erhalten die Möglichkeit, ihre Erfahrungen und Anregungen einzubringen und den Schulversuchsplan gemeinsam mit dem Ministerium zu gestalten.
„Ein Schulversuch wie dieser kann nur gelingen, wenn er von den Menschen getragen wird, die ihn vor Ort umsetzen. Deshalb wollen wir die Schulleitungen und Lehrpersonen frühzeitig einbinden und ihre Expertise nutzen. Unser Ziel ist ein pädagogisch überzeugendes Modell, das in der Praxis funktioniert und Kindern bessere Entwicklungsmöglichkeiten eröffnet“, so Wiederkehr.
Mehr Zeit für Entwicklung und faire Bildungschancen
Mit der 6-jährigen Volksschule soll die Entscheidung zwischen AHS und Mittelschule künftig erst nach der sechsten Schulstufe und damit im Alter von zwölf statt zehn Jahren erfolgen. Kinder erhalten dadurch zwei zusätzliche Jahre, um ihre Interessen und Fähigkeiten zu entwickeln und ihre Grundkompetenzen zu festigen. Ein durchgängiges pädagogisches Konzept, individuelle Förderung und eine engere Zusammenarbeit zwischen Volksschulen, Mittelschulen und AHS-Unterstufen sollen einen sanfteren Übergang in die Sekundarstufe I ermöglichen.
Interessierte Schulen sind weiterhin herzlich eingeladen, sich bei Interesse an dem Schulversuch unter [email protected] zu melden Weitere Informationen sowie Details zum Schulversuch: www.bmb.gv.at/6jvs.
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BMB
Susanne Leiter
Pressesprecherin
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