• 20.10.2026, 14:41:02
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Verwaltungspersonal an Bundesschulen fordert bessere Anrechnung von Vordienstzeiten und mehr Wertschätzung

Personalmangel, zusätzliche Belastungen durch Fremdreinigung und gestrichene Überstunden verschärfen die Situation – Forderung nach fairen Rahmenbedingungen

St.Pölten (OTS) - 

Das Verwaltungspersonal an den Bundesschulen sieht dringenden Handlungsbedarf bei den derzeitigen Arbeitsbedingungen. Neben dem zunehmenden Personalmangel sorgen insbesondere die Anrechnung von Vordienstzeiten, zusätzliche Arbeiten durch unzureichende Fremdreinigungsleistungen sowie der Umgang mit Überstunden für Unmut.

Ein zentraler Kritikpunkt ist die derzeitige Anrechnung von Vordienstzeiten. Diese sollte künftig stärker von den tatsächlich ausgeübten Tätigkeiten und den damit verbundenen Erfahrungen abhängig gemacht werden und nicht ausschließlich von formalen Arbeitsplatzbeschreibungen. Besonders problematisch sei die derzeitige Situation bei Vordienstzeiten aus der Privatwirtschaft. „Es kann nicht sein, dass bestens ausgebildete Fachkräfte mit jahrzehntelanger Berufserfahrung in der ersten Gehaltsstufe eingestuft werden und dadurch beim Einstieg rund 1.000 Euro weniger verdienen als in der Privatwirtschaft“, lautet die Kritik der Vorsitzenden der GÖD-NÖ Landesvertretung Unterrichtsverwaltung Daniela Weese.

Zusätzliche Belastung durch Fremdreinigung

Auch die Fremdreinigung sorgt im Schulbetrieb für zusätzliche Belastungen. Schulwartinnen und Schulwarte müssen vielfach Arbeiten übernehmen, da die Leistungen der beauftragten Reinigungsfirmen nach Wahrnehmung der Beschäftigten nicht den erforderlichen Anforderungen entsprechen. Damit werden Aufgaben auf das Schulpersonal verlagert, obwohl bereits ein erheblicher Personalmangel besteht. Die Folge sind zusätzliche Arbeitsbelastungen für die ohnehin stark geforderten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Überstundenabbau verschärft Personalsituation

Kritisch gesehen wird zudem die Kürzung beziehungsweise Streichung von Überstunden durch den Bund. Ein entsprechender Zeitausgleich sei angesichts der bestehenden Arbeitsüberlastung und des Personalmangels häufig nicht möglich. „Wenn gleichzeitig Personal fehlt und die vorhandenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereits an der Belastungsgrenze arbeiten, kann ein Abbau von Überstunden nicht die Lösung sein“, hält Daniela Weese fest.

Mehr Wertschätzung im Schulalltag gefordert

Neben strukturellen und finanziellen Verbesserungen wird auch ein wertschätzender Umgang mit dem Verwaltungspersonal eingefordert. Die Bediensteten leisten einen wesentlichen Beitrag zum reibungslosen Ablauf des Schulbetriebs und müssen entsprechend anerkannt und respektiert werden.

Die zentralen Forderungen sind daher:

* eine faire und nachvollziehbare Anrechnung von Vordienstzeiten, insbesondere aus der Privatwirtschaft,

* eine angemessene Einstufung von erfahrenen und qualifizierten Fachkräften,

* eine ausreichende personelle Ausstattung der Bundesschulen,

* eine Entlastung des Schulwartpersonals durch funktionierende Fremdreinigungsleistungen,

* eine praxistaugliche Regelung für Überstunden und Zeitausgleich sowie

* mehr Wertschätzung der Leistung des Verwaltungspersonals für den reibungslosen Schulbetrieb.

„Wer dem Personalmangel an Bundesschulen nachhaltig entgegenwirken will, muss die Beschäftigten ernst nehmen, ihre Erfahrung anerkennen und für faire Arbeitsbedingungen sorgen.“ so Daniela Weese

Rückfragen & Kontakt

GÖD - NÖ Landesvertretung Unterrichtsverwaltung LV03
Daniela Weese
Telefon: 02742 2805500
E-Mail: [email protected]
Website: https://unterrichtsverwaltung.goed.at/

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