- 20.10.2026, 12:30:32
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ÖVP – Keri: Volksanwaltschaftsbericht zeigt dramatische Missstände in der Wiener Kinder- und Jugendhilfe
Schlanke Stadt statt erdrückender Bürokratie: Reform der MA 11, mehr Sicherheit und eine unabhängige Ombudsstelle bei überbelegten Krisenzentren und Kostenplus
Anlässlich der Debatte zum Bericht der Volksanwaltschaft im Wiener Landtag übt die Familiensprecherin der Wiener Volkspartei, Gemeinderätin Sabine Keri, scharfe Kritik an der MA 11. Laut Bericht sind die Krisenzentren massiv überbelegt. Statt acht wurden bis zu 15 Minderjährige vorgefunden, die auf Klappbetten oder auf Matratzen in Gängen schlafen mussten. „Unter solchen Bedingungen ist ein Krisenzentrum kein sicherer Ort. Wenn Kinder, die sexuelle Übergriffe erlebt haben, gemeinsam mit Jugendlichen untergebracht werden, die selbst Täter sexueller Übergriffe waren, ist das ein absolutes No-Go“, so Keri.
Statt die Krisenzentren auszubauen, hat die SPÖ-Neos-Stadtregierung im Juni 2026 den eigenen Paragrafen für Krisenzentren gestrichen. „Genau das, wofür die Stadt von Volksanwaltschaft, Rechnungshof und Stadtrechnungshof kritisiert wurde, haben SPÖ und Neos nun gesetzlich verankert. Der Druck wird auf die ohnehin vollen WGs abgewälzt, auf Kosten der Kinder und der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, betont Keri.
Die Zahl der Kinder in privaten Einrichtungen stieg seit 2021 um rund zehn Prozent, die Ausgaben für private Vertragseinrichtungen haben sich um 70 Prozent erhöht. Im Voranschlag 2026 sind 210,2 Millionen Euro vorgesehen. „Wer garantiert, dass dieses Geld tatsächlich bei den Kindern ankommt?“, so Keri.
„Wir stehen für eine schlanke Stadt, in der Steuergeld effizient eingesetzt wird und dort ankommt, wo es gebraucht wird. Das darf aber niemals auf Kosten der Qualität und schon gar nicht auf Kosten der Kinder und Jugendlichen gehen. Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling muss diese Fehlentwicklungen endlich stoppen. Jedes Kind, das von der Stadt abgenommen wird, muss Schutz und Sicherheit erfahren“, fordert Keri abschließend.
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