• 20.10.2026, 12:00:33
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Bevölkerung wünscht sich Wahlfreiheit bei digitalen Bezahllösungen

Studie zur Zukunft des europäischen Zahlungsverkehrs: Rund 90 % sagen: Sicher, einfach und vertraut muss es sein

Foto Harald Flatscher © Alexander Chitsazan
Wien (OTS) - 

Die österreichische Bevölkerung wünscht sich sichere, einfache und vertraute Bezahllösungen sowie faire Wettbewerbsbedingungen im europäischen Zahlungsverkehr. Das zeigt eine aktuelle, von PSA Payment Services Austria GmbH beauftragte Studie des Marktforschungsinstituts INTEGRAL. 81 Prozent sprechen sich zudem für gleiche Wettbewerbsbedingungen für den digitalen Euro der Europäischen Zentralbank (EZB) und private europäische Bezahllösungen aus.

Die Österreicher:innen nutzen bereits heute unterschiedliche Zahlungsmittel: 65 Prozent bezahlen mehrmals pro Woche bar, 52 Prozent mit der Debit- bzw. Bankomatkarte und 24 Prozent mit Smartphone oder Smartwatch. Welche Zahlungsart bevorzugt wird, hängt dabei stark von der Situation ab: Bei kleinen Alltagseinkäufen bis 20 Euro greifen 65 Prozent am liebsten zu Bargeld, bei größeren Einkäufen über 100 Euro bevorzugen hingegen 69 Prozent die Zahlung mit Karte oder mobilen Geräten.

Anforderungen an Bezahllösungen: Sicherheit und Vertrauen haben oberste Priorität

Unabhängig von der bevorzugten Zahlungsart sind für jeweils 93 Prozent der Befragten die Rückerstattung des Geldes im Betrugsfall und der Schutz persönlicher Zahlungsdaten sehr oder eher wichtig. 88 Prozent legen Wert auf Benutzerfreundlichkeit, 86 Prozent auf die eigene Hausbank als Ansprechpartnerin bei Problemen.

„Die Studie zeigt, dass die Österreicherinnen und Österreicher beim Bezahlen durchaus unterschiedliche Präferenzen haben. Je nach Betrag und Einkaufssituation greifen sie zu Bargeld, Karte oder digitalen Zahlungsmitteln. Bei den Anforderungen an künftige Bezahllösungen herrscht hingegen große Einigkeit: Sicherheit, einfache Handhabung und vertraute Ansprechpartner haben für die überwiegende Mehrheit oberste Priorität“, erklärt INTEGRAL-Geschäftsführer Martin Mayr.

Breite Mehrheit für faire Wettbewerbsbedingungen

78 Prozent bevorzugen einen gesetzlichen Rahmen, innerhalb dessen unabhängige private Anbieter Lösungen für Kundinnen und Kunden entwickeln. Nur 16 Prozent wollen, dass die Politik sämtliche Details selbst festlegt. 81 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass für privatwirtschaftliche Bezahllösungen und den digitalen Euro der EZB gleiche Wettbewerbsbedingungen gelten sollen – eine Forderung, die über alle Altersgruppen hinweg breite Unterstützung findet.

Für PSA Co-CEO Harald Flatscher ist das ein deutliches Signal: „Europa braucht neben dem digitalen Euro starke privatwirtschaftliche, über den Euro-Raum hinaus wettbewerbsfähige, europäische Zahlungslösungen. Wichtig für deren Entwicklung ist, dass faire Rahmenbedingungen geschaffen werden, damit unterschiedliche europäische Lösungen ihre Stärken ausspielen, wachsen und sich im Wettbewerb durchsetzen können.“

Europas „Airbus-Moment“ im Zahlungsverkehr

Die Ergebnisse gewinnen vor dem Hintergrund der internationalen Marktverhältnisse besondere Bedeutung. Europa steht vor der Herausforderung, seine Abhängigkeit von außereuropäischen Zahlungsdienstleistern zu reduzieren und eigenständige, wettbewerbsfähige Lösungen zu stärken. Dass dieses Ziel auch durch europäische Zusammenarbeit erreicht werden kann, zeigt für Flatscher ein Blick in die Luftfahrtindustrie.

„Ende der 1960er-Jahre dominierten amerikanische Hersteller den weltweiten Markt für Verkehrsflugzeuge. Europa hat damals seine Kräfte gebündelt und mit Airbus einen international erfolgreichen Wettbewerber geschaffen. Im Zahlungsverkehr stehen wir heute vor einem ähnlichen Moment. Auch hier können wir nur dann erfolgreich sein, wenn wir gemeinsam handeln und die Stärken von Staat und Privatwirtschaft verbinden“, so Flatscher.

Die Voraussetzungen dafür seien vorhanden: Europa verfüge über starke Banken, Millionen bestehende Kundenbeziehungen und eine funktionierende Zahlungsinfrastruktur. Gleichzeitig sei der Zeitdruck hoch.

„Wir treten gegen internationale Anbieter an, die über Jahrzehnte gewachsen sind, enorme Finanzkraft besitzen und zu den stärksten Marken der Welt zählen. Europa hat nicht zu wenig Substanz. Die entscheidende Frage ist, ob es uns gelingt, daraus rechtzeitig gemeinsame europäische Stärke zu machen“, betont Flatscher.

Bevölkerung erwartet Engagement der Bundesregierung

Neben der europäischen Zusammenarbeit sieht die Bevölkerung auch die österreichische Politik in der Verantwortung. 67 Prozent der Befragten wünschen sich, dass sich die Bundesregierung in Brüssel aktiv für österreichische Interessen im Zahlungsverkehr einsetzt.

„Europa hat jetzt die Chance, seinen Zahlungsverkehr langfristig eigenständiger und wettbewerbsfähiger zu gestalten. Auch Österreich sollte sich auf europäischer Ebene aktiv dafür einsetzen. Denn am Ende geht es darum, dass die Menschen aus sicheren, leistungsfähigen und vertrauenswürdigen Bezahllösungen frei wählen können“, so Flatscher abschließend.


Über die Studie

Die repräsentative Studie „Europas zweite Chance im Zahlungsverkehr“ wurde von INTEGRAL Markt- und Meinungsforschung im Auftrag der PSA Payment Services Austria GmbH durchgeführt. Sie erhob erstmals österreichweit, welche Erwartungen die Bevölkerung an die Zukunft des Zahlens hat. Befragt wurden 1.400 Personen ab 18 Jahren im Zeitraum vom 14. bis 26. August 2026. Die Erhebung erfolgte mittels 1.232 Online-Interviews und 168 telefonischen Interviews mit Personen, die das Internet seltener oder gar nicht nutzen. Weitere Informationen im Ergebnisbericht unter: https://www.psa.at/ueber-uns/download/presse

Über die PSA Payment Services Austria GmbH

PSA Payment Services Austria GmbH ist ein Transaktionsdienstleister und das österreichische Kompetenzzentrum für den bargeldlosen Zahlungsverkehr. Als verlässliche Partnerin bietet PSA Produkte in den Bereichen Karte, Konto und Identität und sorgt für sichere, schnelle und bequeme Transaktionen im In- und Ausland. Im Auftrag der Banken werden die Karten- und Clearinghouse-Transaktionen (Konto-zu-Konto-Überweisungen) verarbeitet und Anbindungen zum internationalen Konto-Zahlungsverkehr zur Verfügung gestellt. Zu den Services zählen auch Angebote wie eps und Identitätslösungen, etwa die 2023 eingeführte ich.app, die Kund:innen und Händler:innen eine einfache, sichere Identifikation im E-Commerce ermöglicht. Im Rahmen von Normierung und Abstimmung repräsentiert PSA die österreichische Stimme in europäischen Gremien. Zum Leistungsspektrum gehört auch die laufende Entwicklung innovativer Lösungen und Produkte für Konto und Karte. Weitere Informationen: www.psa.at | www.ich.app

Rückfragen & Kontakt

PSA Payment Services Austria GmbH
[email protected]
Website: www.psa.at

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