- 20.10.2026, 11:22:33
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Abrahamczik (SPÖ) zu Klimaschutz in Wien: „Wir sichern die Lebensqualität mit Plan und Strategie – nicht erst seit gestern“
Ausschussvorsitzende weist Kritik der Opposition zurück: Klimagesetz, Klimafahrplan und sichere Wasserversorgung zeigen, wie vorausschauend Wien handelt
„Was der heurige Sommer gezeigt hat, ist, dass die Klimakrise und ihre Auswirkungen sich noch schneller zeigen, als wir es ohnehin schon befürchtet haben. Und das fordert uns alle. Es zeigt aber auch, wie lange und intensiv Wien schon daran arbeitet. Wir wissen, dass es einen Plan und gute Strategien braucht. Und diese Pläne und Strategien müssen sowohl Sofortmaßnahmen in einer akuten Hitzewelle als auch langfristige Maßnahmen verbinden: diese Transformation läuft nicht erst seit gestern, sondern seit Jahrzehnten, weil wir uns darauf vorbereiten“, betont die SPÖ-Landtagsabgeordnete und Vorsitzende des Ausschusses für Klima, Umwelt, Demokratie und Personal, Nina Abrahamczik, in der heutigen Aktuellen Stunde im Wiener Landtag.
Den Sommer selbst beschreibt Abrahamczik als sehr fordernd. „Wir hatten mehrere Hitzewellen, wir hatten eine unglaubliche Dürre, die sich natürlich auch ausgewirkt hat. Und ich möchte mich an dieser Stelle vor allem ganz herzlich bei allen Einsatzkräften bedanken. Wir haben gestern in der Wiener Gesundheitsplattform gehört, wie stark die Einsätze in den Hitzewellen angestiegen sind. Ich möchte mich bei allen in den verschiedenen Institutionen der Stadt Wien bedanken, die sich insbesondere um vulnerable Gruppen kümmern, seien es die Kindergärten, die Pflegeheime, die Spitäler, aber auch bei allen Angehörigen, die hier natürlich zusätzliche Care-Arbeit geleistet haben. Ihnen gebührt ein großes Danke. Danke, dass wir das gemeinsam geschafft haben", sagt die Abgeordnete.
Grüne stimmten gegen das Klimagesetz
Scharfe Worte findet Abrahamczik für die Kritik der Grünen: „Insofern bin ich natürlich einigermaßen überrascht, wenn dann von der grünen Abgeordneten kritisiert wird, dass es jetzt schon ein Jahr das Klimagesetz gibt, gegen das übrigens die Grünen gestimmt haben, und wir trotzdem einen Hitzesommer erlebt haben. Ich glaube, das verkennt den langen Atem und die große Aufgabe, die die Klimakrise mit sich bringt. Und wir gehen das in Wien konkret an. Wir haben ein Klimagesetz beschlossen, in dem wir ganz klar auf zukünftige Generationen achten, in dem explizit die vulnerablen Gruppen angeführt sind und in dem wir ein Klimaziel darin haben. Umgesetzt haben wir aber auch die Klimagovernance, die hier in den letzten Jahren aufgebaut wurde, weil wir es mit Plan und Strategie angehen.“
Wie es weitergeht, zeigt der Klimafahrplan: „Der Klimafahrplan ist jetzt in der zweiten Version gerade in der öffentlichen Auflage. Ich lade alle herzlich ein, sich das anzuschauen. Bis 23. November kann man dazu auch Stellungnahmen abgeben. Wir freuen uns über Expertise aus verschiedenen Bereichen, beispielsweise hat sich der Wiener Klimarat hier auch schon eingebracht. Hier werden wir für die nächsten fünf Jahre in den verschiedenen Sektoren, in den verschiedenen Bereichen wie Klimaschutz, Klimawandelanpassung, aber auch Kreislaufwirtschaft weitere Maßnahmen setzen und daran arbeiten, dass die Lebensqualität in dieser Stadt hoch bleibt. Denn das ist nicht selbstverständlich. Es geht nicht nur um ein Bewahren, es geht darum, unser Wien für die Zukunft zu sichern und weiter auszubauen.“ Politik müsse sich daran messen lassen, was sie verändert, hält Abrahamczik fest, und nennt die Gebäude als Beispiel: „Gerade bei den Gebäuden gibt uns die Zahl auch recht. Wenn wir uns anschauen, wie der CO2-Ausstoß in Gebäuden in Wien gesunken ist, dann ist das seit 2005 um 50 Prozent. Und das ist ja nicht von selber passiert. Das ist passiert, weil es Sanierungen gegeben hat, weil ganz viel Geld und Wissen hier auch hineingesteckt wird, damit auch die Gebäude weiterhin eine gute Lebensqualität bieten können und auch klimafit sind für die zukünftigen Generationen.“
Sicheres Trinkwasser auch bei 37 Grad
Wie sich vorausschauende Politik im Alltag auszahlt, zeigt laut Abrahamczik die Wasserversorgung: „Wir könnten viel über die Wasserversorgung reden, bei der Wien seit Jahrzehnten vorausplant und jedes Jahr hunderte Millionen in den Ausbau der Infrastruktur steckt. Das hat dazu geführt, dass wir in diesem Hitze- und Dürresommer im Gegensatz zu anderen Gemeinden in Österreich nicht über Nacht das Trinkwasser abschalten mussten. Das ist ja nichts, was vom Himmel fällt. Das ist sorgfältige, langfristige Planung der Expert*innen. Das sind bewusste Entscheidungen der rot-pinken Stadtpolitik. Dafür möchte ich Danke sagen, dass wir uns keine Sorgen machen müssen, ob aus dem Wasserhahn noch Wasser kommt, wenn es draußen 37 Grad hat.“
„Dass es Plan und Strategie braucht, ist uns in Wien bewusst. Deswegen gibt es hier auch viele Pläne und Strategien. Und wir wissen, wir können es nur gemeinsam schaffen, nämlich alle Geschäftsgruppen gemeinsam. Und ich bin fest davon überzeugt, dass wir das in Wien mit allem, was wir schon geleistet haben, auch in Zukunft gut meistern werden – für die Wienerinnen und Wiener“, so Abrahamczik abschließend. (Schluss) sh
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Sarah Hierhacker, MA
Wiener Landtags- und Gemeinderatsklub der SPÖ
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