- 20.10.2026, 11:00:33
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Österreichischer Jazzpreis 2026: Die Gewinner*innen stehen fest!
Die Jazzpreis Academy aus 203 Expert*innen hat aus 175 Einsendungen insgesamt 34 Nominierte in den Kategorien „Newcomer*in 2026“, „Album 2026“ und „Live Act 2026“ ermittelt. Eine fünfköpfige Jury bestehend Expertinnen und Experten haben daraus die 3 Gewinner*innen und jeweils die zweiten und dritten Plätze bestimmt.
Der jährlich vergebene Jazzpreis - eine Initiative von Österreichischer Musikrat (ÖMR), mica - music austria, IG world music, Ö1 und Porgy & Bess - versteht sich als bedeutende Plattform zur Sichtbarmachung und Förderung der pulsierenden österreichischen Jazz- und Global Music Szene.
Für 2026 konnten das Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport, die Stadt Graz, der Tourismusverband Region Graz, die Steiermärkische Sparkasse, die AKM/austromechana sowie die Jam Music Lab Privatuniversität Wien als Förderpartner gewonnen werden, sowie als Kooperationspartner Stockwerk Jazz Graz und die Kunstuniversität Graz (KUG). Als Medienpartner begleiten Ö1, ORF, Kleine Zeitung und das Concerto Magazin die Auszeichnung.
Die Gewinner*innen 2026 sind:
Newcomer 2026: Lorenz Widauer
Begründung der Jury:
Der junge Trompeter aus Salzburg besticht nicht nur durch seine exzellente und umfassende Beherrschung des Instruments als Interpret und Improvisator, sondern vor allem durch die stilistische Vielfalt seiner Bandprojekte. In seiner Formation „Chez Fría“ schlägt er eine Brücke zur Klassik (LP „Die Kunst dem Fuge“), als Sideman in Yvonne Moriel´s „Sweetlife“-Band balanciert er über üppige Dub-Grooves. 2025/26 veröffentlichte er gleich zwei Alben: „Until We Meet Again“ mit der aus dem Iran stammenden Oud-Spielerin Avin Ahmadi und „Bangers and Ballads“ mit dem Gitarristen Philipp Schiepek. Sein beeindruckendes Spektrum und seine vitale Spielfreude pendeln weiters zwischen der Bühnenmusik des Salzburger „Jedermann“ und österreichischen und europäischen Großformationen wie „Orjazztra Vienna“, „Shake Stew“ und der „Focusyear Band“ unter der Leitung von Wolfgang Muthspiel.
2. Platz: Elena Schäfer
3. Platz: Avin Ahmadi
Album 2026: Peter Rom „Wanting Machine II“
Begründung der Jury
Fünf Jahre nach „Wanting Machine“ (2021) komponierte und produzierte der Gitarrist Peter Rom gemeinsam mit dem Bassisten Manu Mayr ein weiteres Exemplar höchst origineller zeitgemäßer Musikkunst. Die Idee der Klangfarbenmelodie wird – und das macht die neun Tracks des Albums so besonders – ganz selbstverständlich mit Elementen der afroamerikanischen Jazz-Tradition gemixt. Glanzlichter der feinnervig-groovigen Klangteppiche wurden auch von Gästen wie Lukas König und Valentin Duit (Drums), Pamelia Stickney (Theremin), Matthew Halpin (Saxophon und Flöte), Benny Omerzell (Piano), Martin Eberle (Trompete), Clemens Lendl (Violine), David Müller (Singende Säge und Hammond Orgel) sowie Vincent Pongracz (Klarinette) hinzugesetzt. Damit steuert die „bedürfnisgesteuerte Maschine“ geradewegs nicht nur ins Hirn sondern auch ins Herz und in die Beine.
2. Platz: Georg Vogel: „Ogilsd Vobi“
3. Platz: Purple Is The Color: „Unbemanntes Raumschiff“
Live Act 2026: Mel*E
Begründung der Jury
Drei Musikerinnen, die das Publikum aus vielen anderen Projekten kennt, haben sich zu einem speziellen egalitären Trio zusammengefunden: Judith Ferstl (Kontrabass und Bass Synth), Judith Schwarz (Extended Drum Set) und Viola Hammer (Keyboards und Synthesizer) zelebrieren auf der Bühne und mittlerweile auch auf Videos ein wahres Feuerwerk an energetischer Musik, das auch vor brachialen Passagen nicht zurückschreckt. Ihr 2026 veröffentlichtes Album „Proud“ bringt es auf den Punkt: „Wir hatten alle Lust darauf, auch mal was Lautes und Tanzbares zu machen“ (Mel*E im mica Interview). Sich mit Stolz und kreativer Potenz den vielfachen Herausforderungen der Zeit zu stellen und sich auch von der Energie des Protests inspirieren zu lassen ist die Idee, die mit großer Virtuosität umgesetzt wird. Gleichberechtigung der Instrumente, der Geschlechter, der Ausdrucksdimensionen!
2. Platz: Jazzorchester Vorarlberg
3. Platz: TSOMBANIS4
High Impact Award 2026
Diese Auszeichnung ehrt herausragende Künstler:innen für deren besondere Beiträge zur Entwicklung und Repräsentation der österreichischen Jazzszene im In- und Ausland und wird 2026 vergeben an:
Michael Mantler
Begründung des Jazzpreis-Komitees:
Geboren 1943 in Wien und aufgewachsen in St. Pölten reüssierte Michael Mantler nach seiner Übersiedlung in die USA (1962) zunächst in der avantgardistischen Free Jazz Szene. Er organisierte gemeinsam mit Carla Bley das „Jazz Composers Orchestra“, arbeitete mit Cecil Taylor, Don Cherry, Pharoah Sanders, Larry Coryell, Gato Barbieri, Leroy Jenkins, Charlie Haden u.v.a. und veröffentlichte 1972 eines der herausragendsten Konzeptalben der Jazzgeschichte: „Escalator over the Hill“. Danach wandte er sich der britischen Art Rock Szene zu (Jack Bruce, Marianne Faithful, Robert Wyatt) und komponierte für verschiedenste große und mittlere Besetzungen in Europa, bei denen häufig die Synthese von Lyrik und Musik eine tragende Rolle spielt. Seit 2012 fand er in Christoph Cech und seinen Ensembles eine kongeniale Partnerschaft für seine Uraufführungen in vielen europäischen Ländern.
Die feierliche Verleihung mit Konzerten der Preisträger*innen findet am 28. November 2026 im Dom im Berg in Graz ab 19:30 Uhr statt und wird live auf Ö1 und ORF on übertragen.
Das Pressematerial der Nominierten finden Sie hier: https://www.jazzpreis.at/de/downloads
Österreichischer Jazzpreis Gala
Österreichische Jazzpreis Gala 2026 Preisverleihung & Konzerte: Lorenz Widauer Peter Rom Mel*E Michael Mantler
Datum: 28.11.2026, 19:30 Uhr
Art: Aufführungen/Bühne
Ort: Dom im Berg
Schlossbergsteig
8010 Graz
Österreich
URL: https://spielstaetten.buehnen-graz.com/event/181654607/
Österreichische Jazzpreis Gala 2026
Rückfragen & Kontakt
Österreichischer Jazzpreis
Mag. Bettina Ruprechter
Telefon: +43 664 8294530
E-Mail: [email protected]
Website: https://www.jazzpreis.at
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