- 20.10.2026, 10:07:02
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Rotes Kreuz bei Jahrespressekonferenz: „Gesellschaft muss krisenfester werden – das Rote Kreuz hilft allen Menschen, vorbereitet zu sein!“
Präsident Schöpfer: „Umfangreiche Rotkreuz-Leistungen nicht ohne Unterstützung möglich!“ Generalsekretär Opriesnig: „250 Millionen Euro jährlich zur Krisenvorsorge!“
Rotkreuz-Präsident Gerald Schöpfer weist bei der Jahrespressekonferenz von Österreichs größter humanitärer Hilfsorganisation im Katastrophenhilfezentrum in Inzersdorf auf die zahlreichen Bedrohungsszenarien für die Gesellschaft hin: „Bewaffnete Konflikte in der Ukraine, dem Nahen Osten oder in Afrika, Drohnenangriffe, Energiekrisen und drohende Blackout-Szenarien, Extremwetter-Ereignisse durch die Erderhitzung, neuerdings auch mögliche Bedrohungen durch wildgewordene KI-Systeme – die Liste ist lang.“ Schöpfer stellt klar: „Das Österreichische Rote Kreuz ist seit 146 Jahren jederzeit für alle Menschen in Not da. Das wird auch weiterhin so bleiben. Wir stehen für Orientierung statt Empörung – gerade in unruhigen Zeiten.“
„Bevölkerung und kritische Infrastruktur schützen, Eigenvorsorge stärken!“
132 Rotkreuz-Bezirksstellen in ganz Österreich sind an 365 Tagen im Jahr 24 Stunden besetzt und auch im Krisenfall über mehrere Wochen autark einsatzfähig. Die Versorgung der Dienststellen erfolgt auch über das Rotkreuz-Katastrophenhilfezentrum in Inzersdorf, in dem Tonnen an Versorgungsgütern gelagert werden. „Großer Aufwand für eine krisenfeste Gesellschaft benötigt auch ausreichend finanzielle Mittel“, betont Schöpfer. Generalsekretär Michael Opriesnig ergänzt: „Deutschland investiert bis 2029 zehn Milliarden Euro in die zivile Krisenvorsorge und Sicherheit. Das ist ein guter Ansatz, den Österreich auch mit Investitionen von 250 Millionen Euro pro Jahr verfolgen sollte. Der Schutz kritischer Infrastrukturen, moderne Warnsysteme, gut ausgerüstete Einsatzkräfte und die Stärkung der Eigenvorsorge sind gerade in diesen Zeiten eine sinnvolle und wichtige Investition in die Sicherheit der gesamten Bevölkerung.“
Vorsorge für alle Menschen – Checklisten, Apps und das Rote Kreuz
Dem Roten Kreuz ist es ein Anliegen, auch die private Krisenvorsorge der Bevölkerung in Österreich zu stärken. Auf www.roteskreuz.at/katastrophenvorsorge gibt es nützliche Checklisten für jeden Haushalt, auch die Team-Österreich-App und die neue ZIVA-App sind eine praktische Hilfe. „Für die gesamte Gesellschaft sind unsere 81.400 Freiwilligen, 10.500 hauptberuflichen Mitarbeiter:innen, 4.300 Zivildiener und 500 Teilnehmer:innen und Teilnehmer des Freiwilligen Sozialjahrs an 365 Tagen im Jahr, rund um die Uhr, vom Neusiedlersee bis zum Bodensee im Einsatz“, so Präsident Schöpfer. Er verweist auf die zahlreichen Rotkreuz-Leistungen: Rettungsdienst, Katastrophenhilfe, Blutspende, Gesundheits- und Soziale Dienste, Suchdienst, Jugendrotkreuz, Internationale Zusammenarbeit uvm.
Infos und Zahlen im Rotkreuz-Jahresbericht 2025: hier klicken
„Alle Staaten müssen die Regeln im Krieg respektieren!“
Generalsekretär Opriesnig erinnert zudem an das Humanitäre Völkerrecht und fordert die unbedingte Einhaltung der Regeln im Krieg. „Sie besagen: Wer nicht kämpft, muss geschützt werden. Es geht dabei nicht um irgendwelche Prinzipien – es geht darum, ob ein Krankenwagen passieren kann, ob humanitäre Teams Hilfe zu Menschen in Not bringen können. Ob eine Familie im Krieg überlebt oder stirbt, hängt davon ab, ob das Humanitäre Völkerrecht eingehalten wird. Es ist das Einzige, was im Ernstfall auch uns schützen würde. Ich erinnere alle Staaten an ihre Verpflichtung, die Regeln im Krieg zu respektieren!“
Während weltweit mehr als 130 bewaffnete Konflikte toben, wird bei Humanitärer Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit gespart. „Das kostet Menschenleben und gefährdet auch unsere eigene Sicherheit“, warnt Opriesnig etwa angesichts des Ebola-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo. „Wir hoffen auf ein klares Bekenntnis der Bundesregierung und mehr finanzielle Unterstützung für Hilfe im Ausland, um adäquat auf aktuelle Krisen reagieren zu können und unnötiges Leid zu vermeiden!“
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Rückfragen & Kontakt
Österreichisches Rotes Kreuz
Mag. Gerald Richter
Telefon: +43/1/58 900 - 153 +43/664/5444619
E-Mail: [email protected]
Website: https://www.roteskreuz.at
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