• 19.10.2026, 14:50:02
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Totschnig/Pernkopf: „Wir bringen KI von der Theorie in die Umsetzung auf unsere Bauernhöfe“

Wien (OTS) - 

„AI meets Agriculture“ in Wieselburg zeigt, wie moderne Technologien die österreichische Landwirtschaft stärken – Forschung, Wirtschaft und Praxis arbeiten gemeinsam an innovativen Lösungen.

Künstliche Intelligenz eröffnet der Landwirtschaft neue Chancen. Von intelligenten Maschinen und autonomen Robotern über den gezielten Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln bis hin zu datenbasierten Entscheidungen in der Betriebsführung. Entscheidend ist, dass diese Technologien nicht nur erforscht werden, sondern auch auf den bäuerlichen Familienbetrieben ankommen. Wie das gelingen kann, zeigt die Veranstaltung „AI meets Agriculture“ am Francisco Josephinum in Wieselburg.

Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig: „Künstliche Intelligenz bietet enorme Chancen, unsere Landwirtschaft effizienter, ressourcenschonender und wettbewerbsfähiger zu machen. Entscheidend ist, dass der technologische Fortschritt bei allen Bäuerinnen und Bauern ankommt. Besonders für unsere kleinstrukturierten Familienbetriebe brauchen wir Lösungen, die einfach, leistbar und auf die betrieblichen Bedürfnisse zugeschnitten sind. Wie das gelingen kann, zeigt beispielhaft das am Francisco Josephinum entwickelte System TerraZo. Mithilfe künstlicher Intelligenz können landwirtschaftliche Betriebe Düngeapplikationskarten erstellen und damit ihre Düngereffizienz um bis zu zehn Prozent steigern. Solche Innovationen zeigen, wie wir mit moderner Technologie Betriebsmittel gezielter einsetzen, Kosten senken und gleichzeitig unsere natürlichen Ressourcen schonen können.“

Niederösterreichs LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf: „Die Landwirtschaft war schon immer an der Spitze der Innovationen. Digitalisierung soll einen konkreten Nutzen auf die Höfe bringen. Wir gründen daher eine Stiftungsprofessur für datenzentrierte Künstliche Intelligenz in der Landwirtschaft am Campus Josephinum der Fachhochschule Wiener Neustadt und stellen dafür vom Land Niederösterreich 1,5 Millionen Euro zur Verfügung. Ziel ist es, moderne Technologien mit agrarischem Know-How zu verbinden, um den Betrieben das Leben leichter zu machen und die Versorgungssicherheit zu stärken.“

Österreich verfügt über hervorragende Forschungseinrichtungen und großes technologisches Know-how. Entscheidend ist, dass neue Technologien auch in der landwirtschaftlichen Praxis einfach, zuverlässig und wirtschaftlich einsetzbar sind. Genau hier setzt die Innovation Farm an: An Versuchsstandorten in ganz Österreich werden innovative Technologien unter realen Bedingungen auf ihre Praxistauglichkeit geprüft und die gewonnenen Erkenntnisse direkt an die Bäuerinnen und Bauern weitergegeben. Eine zentrale Rolle spielen dabei auch Bildung und Beratung. Deshalb gibt es an den höheren land- und forstwirtschaftlichen Schulen einen Schwerpunkt im Bereich Digitalisierung, künstliche Intelligenz und Datenkompetenz.

Drei Initiativen bündeln ihre Kräfte für die Landwirtschaft
Damit aus innovativen Ideen marktfähige Produkte werden, benötigen Unternehmen und Start-ups Zugang zu Forschung, Daten, Testmöglichkeiten und leistungsfähiger technischer Infrastruktur. Genau hier setzt die Zusammenarbeit der drei von der Europäischen Union und Österreich kofinanzierten Initiativen an.

  • AgrifoodTEF verankert die Zusammenarbeit der drei Projekte in der spezifischen Welt der Land- und Lebensmittelwirtschaft. Das europäische Netzwerk bietet Unternehmen und Start-ups Zugang zu Infrastrukturen, um KI- und Robotiklösungen unter realen Bedingungen zu testen und zu validieren. In Österreich stehen dafür unter anderem Versuchsfelder und Versuchsstallungen sowie digitale Testmöglichkeiten zur Verfügung.
  • EDIH AI5innovation unterstützt österreichische Unternehmen bei der digitalen Transformation. Im Mittelpunkt stehen unter anderem „Test before Invest“ - Programme, Trainingsangebote, Unterstützung bei der Suche nach Finanzierung sowie der Zugang zum europäischen Digitalisierungs- und Innovationsnetzwerk.
  • AI Factory Austria (AI) ist Österreichs nationale AI Factory im Rahmen des EuroHPC Joint Undertaking. Sie kombiniert Hochleistungsinfrastruktur mit einem physischen Hub und unterstützt Unternehmen als marktneutraler Zugangspunkt entlang der KI-Reise. Das Angebot reicht von erster Beratung und Use-Case-Entwicklung über KI- und Datenimplementierung bis zum Zugang zu europäischer High-Performance-Computing-Infrastruktur, ergänzt durch Trainings sowie Beratungsleistungen.

Der besondere Mehrwert entsteht dort, wo die Angebote der drei Initiativen ineinandergreifen. „Wir möchten unsere Kompetenzen und Infrastrukturen so miteinander vernetzen, dass Unternehmen für ihre konkreten Herausforderungen auf das jeweils passende Angebot zugreifen können, egal an welchen Partner sie sich als erste Anlaufstelle wenden.“, so fasst Heinrich Prankl, Leiter der Forschung am Francisco Josephinum und Geschäftsführer von Josephinum Research, die gemeinsame Vision zusammen.

Fotos: https://www.bmluk.gv.at/fotoservice/Pressekonferenzen---Fototermine/2026/PK-KI-in-der-Landwirtschaft.html

Rückfragen & Kontakt

Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und
Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft
Telefon: +43 1 71100 DW 606747
E-Mail: [email protected]
Website: https://www.bmluk.gv.at/

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