- 19.10.2026, 12:53:02
- /
- OTS0096
Grüne Wien/Pühringer, Arsenovic zur Ardo-Schließung: Höchste Zeit für Runden Tisch und Genossenschaft zur Rettung der Tiefkühlproduktion
Lebensmittelversorgung ist kritische Infrastruktur – Ende des Ardo-Werks geht uns alle an – Petition „Rettet das Tiefkühlgemüse aus dem Marchfeld!“ bei ca. 100.000 Unterschriften
Die geplante Schließung des Tiefkühlgemüsewerks von Ardo in Groß-Enzersdorf ist ein schwerer Schlag für die heimische Lebensmittelproduktion. Rund 500 Gemüsebaubetriebe, 190 Beschäftigte und 50 saisonale Leiharbeitskräfte sind betroffen. „Die drohende Ardo-Schließung geht uns alle an. Einerseits sind hunderte Arbeitsplätze gefährdet, andererseits geht es um zentrale Fragen der Ernährungssicherheit sowie der kritischen Infrastruktur. Wir dürfen nicht zulassen, dass die Bundesregierung das einfach so hinnimmt. Das Mindeste ist, dass alle Verantwortlichen schnellstmöglich an einen Tisch kommen und an einer gemeinsamen Lösung arbeiten. Unser Vorschlag ist, die Gründung einer Genossenschaft zur Fortführung des Standorts zu prüfen“, so Judith Pühringer, Parteivorsitzende, und Hans Arsenovic, Wirtschaftssprecher der Wiener Grünen – und weiter: „Die Schließung ist eine Katastrophe für die Beschäftigten, die Bauernfamilien und unsere Lebensmittelversorgung. Österreich kann doch nicht ernsthaft zuschauen, wie ein internationaler Konzern die Produktion aus unserer Heimat abzieht und wir am Ende die Rechnung bezahlen.“ Wie sehr die Schließung der Fabrik die Menschen bewegt, zeigt auch die unabhängige Petition „Rettet das Tiefkühlgemüse aus dem Marchfeld!“, die schon bei rund 100.000 Unterschriften steht.
Genossenschaft als Chance für die Rettung des Werks
Die Grünen schlagen die Übernahme und Weiterführung des Standorts durch eine Genossenschaft der Gemüsebaubetriebe vor. Die rund 500 betroffenen Betriebe könnten sich zusammenschließen, um die Verarbeitung ihres Gemüses künftig selbst zu organisieren. Bestehende genossenschaftliche Strukturen, etwa im Raiffeisensektor, könnten dabei als mögliche Partner dienen. „Die Bäuerinnen und Bauern brauchen verlässliche Abnehmer:innen, die Beschäftigten brauchen eine Zukunft und Österreich braucht seine Lebensmittelproduktion. ÖVP, SPÖ und Neos müssen schleunigst alle Möglichkeiten prüfen, damit das Tiefkühlgemüse aus dem Marchfeld noch gerettet werden kann, statt von vornherein gleich aufzugeben. Es steht viel zu viel auf dem Spiel“, so die Grünen – und abschließend: „Wir müssen alles versuchen, um diese Produktion in Österreich zu halten. Das Marchfeld ist unser Gemüsegarten. Wir dürfen nicht zulassen, dass wir bei unseren Lebensmitteln immer abhängiger vom Ausland werden.“
Rückfragen & Kontakt
Kommunikation Grüne Wien
Telefon: 01-4000-81814
E-Mail: [email protected]
Website: https://wien.gruene.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | GKR






