• 19.10.2026, 11:01:03
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Wie Projektarbeit mit KI gelingt

Österreichs größter Projektmanagement-Kongress zeigte, wie Künstliche Intelligenz Projekte verändert und warum der Mensch weiterhin den Takt angibt.

Franz Kühmayer (Zukunftsforscher) am pma focus 2026
Wien (OTS) - 

Der diesjährige pma focus am 15. Oktober im Austria Center Vienna brachte rund 1.000 Teilnehmer*innen vor Ort und online zusammen. Unter dem Motto „AI ENRICHED, HUMAN LED – Projektmanagement im KI-Zeitalter“ ging es vor allem um eine Frage: Wie lässt sich Künstliche Intelligenz (KI) nutzen, ohne Verantwortung und Gestaltung aus der Hand zu geben?

Mensch und KI zusammendenken

KI kann Routineaufgaben übernehmen, Analysen beschleunigen und Entscheidungen besser vorbereiten. Gleichzeitig verändern sich die Anforderungen an Projektmanager*innen. „KI wird Projektmanagement wesentlich verändern, aber KI wird nicht die Führung ersetzen und kann nicht Verantwortung tragen.“, sagt Günther Lauer, Vorstandsvorsitzender von Projekt Management Austria (pma). „Umso wichtiger werden Fähigkeiten, die keine KI übernehmen kann: Menschen zu motivieren, Vertrauen aufzubauen, Konflikte zu lösen und Verantwortung zu übernehmen. Erfolgreiches Projektmanagement verbindet das Beste aus beiden Welten.“

„Human Upgrade“ statt Technologie-Upgrade

Zukunftsforscher Franz Kühmayer rückte in seiner Keynote „The Human Upgrade“ ebenfalls die menschlichen Kompetenzen in den Mittelpunkt. „Der entscheidende Entwicklungsschritt im Projektmanagement liegt nicht in einem Technologie-Upgrade, sondern in einem Human Upgrade.“, so Kühmayer. „Wer Projekte auch in Zukunft erfolgreich steuern will, muss aktuelle Tools beherrschen, vor allem aber menschliche Kompetenzen gezielt weiterentwickeln.“
Sabine T. Köszegi, Professorin für Arbeitswissenschaft und Organisation an der TU Wien, hinterfragte in ihrer Keynote „Zwischen Heilsversprechen und Kontrollverlust: KI als Gestaltungsaufgabe“ verbreitete Annahmen über Automatisierung, Produktivität und Entscheidungsqualität. „KI-Systeme sind zwar autonome Akteure, aber sie übernehmen keine Verantwortung.“, sagt Köszegi. „Für das Projektmanagement geht es darum, KI Systeme so in den Arbeitsprozess zu integrieren, dass sie Mitarbeitende bestmöglich unterstützen, ihre Aufgaben kompetent und verantwortungsvoll zu meistern.“

Verantwortung bleibt beim Menschen

Wie der Einsatz von KI in der Praxis aussehen kann, zeigten Beispiele aus Medien und öffentlicher Verwaltung. Astrid Zöchling und Carina Rogl gaben Einblick in KI-gestützte Verifikation im Redaktionsalltag des ORF. Michelle Mazanec vom Bundesrechenzentrum und Alexander Zeiss von den IT-Services der Sozialversicherung berichteten über KI-Initiativen in der öffentlichen Verwaltung. „Die Zukunft ist nicht Mensch gegen Maschine, sondern der kluge Einsatz von Künstlicher Intelligenz“, so pma Präsidentin Brigitte Schaden. „Wenn wir KI bewusst gestalten, sind die Chancen enorm: Projekte können schneller, vorausschauender und impactstärker werden. Doch je leistungsfähiger die Systeme werden, desto wichtiger bleibt der Mensch als verantwortliche Instanz.“

Workshops, Speed Sessions und Österreichs größte Projektmanagement-Messe boten darüber hinaus viel Raum für Austausch, Networking und neue Impulse. Ein besonderer Dank gilt den Supersponsoren next level consulting und Planisware für ihre Unterstützung.

Projekt Management Austria (pma) ist mit rund 1.300 Mitgliedern Österreichs größte Projektmanagement-Vereinigung und führt jährlich über 2.000 Zertifizierungen nach den Standards der Internationalen Project Management Association (IPMA®) durch. pma/IPMA® Zertifizierungen gelten national wie international als Gütesiegel. www.pma.a

Rückfragen & Kontakt

Mag. Susanne Wegscheider
Agentur com_unit
Telefon: +43 664 280 16 18
E-Mail: [email protected]

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