• 19.10.2026, 10:17:02
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Virtuelle Welten, reale Sorgen: Gewaltschutzsymposium stärkt Resilienz von Kindern und Jugendlichen

LR Teschl-Hofmeister: Widerstandskraft, kritisches Denken und Selbstbewusstsein der Jugendlichen nachhaltig stärken

St. Pölten (OTS) - 

Die digitale Welt bietet Kindern und Jugendlichen unendliche Entfaltungsmöglichkeiten, stellt sie jedoch auch vor neue Belastungsproben. Phänomene wie KI-generierte Inhalte, toxische Männlichkeitsbilder, Falschinformationen und permanenter Druck durch Soziale Medien wirken direkt in den Alltag von Schülerinnen und Schülern hinein. Um Pädagoginnen, Pädagogen und weiteren Fachkräften mit konkreten Werkzeugen und Strategien auszustatten, veranstaltet das Department Diversität der Pädagogischen Hochschule Niederösterreich in Kooperation mit dem Land NÖ am Donnerstag, den 26. November 2026, das diesjährige Gewaltschutzsymposium unter dem Titel „Virtuelle Welten, reale Sorgen – Stärkung der Resilienz von Kindern & Jugendlichen“ am Campus Baden.

„Unsere Kinder wachsen in einer Umgebung auf, in der die Grenzen zwischen virtueller Realität und analogem Alltag verschwimmen. Ob KI-gestützte Fakes, toxische Rollenbilder in sozialen Netzwerken oder Cyber-Mobbing – diese Phänomene erzeugen reale Sorgen und mentale Belastungen. Wir dürfen junge Menschen mit diesen Herausforderungen nicht allein lassen. Unser Ziel ist es, ihre Widerstandskraft, ihr kritisches Denken und ihr Selbstbewusstsein nachhaltig zu stärken“, unterstreicht Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister.

„Schule ist längst ein Ort, an dem digitale Trends wie ‚Tradwives' und der ‚Manosphere' ungefiltert im Klassenzimmer ankommen. Wir können und wollen das nicht wegmoderieren, sondern müssen den Schülerinnen und Schülern Orientierung bieten. Das Symposium vermittelt fundiertes Rüstzeug, um Handlungssicherheit im Umgang mit Falschinformationen, digitalen Abhängigkeiten und Ausgrenzung in einer von Caring Culture geprägten Schulkultur zu fördern“, betont Kerstin Zechner, Departmentleiterin Diversität an der PH NÖ, die pädagogische Verantwortung.

„Schule ist heute weit mehr als ein Ort der Wissensvermittlung – sie trägt Verantwortung dafür, Kinder und Jugendliche auf die Herausforderungen einer zunehmend digitalen und komplexen Lebenswelt vorzubereiten. Mit dem Gewaltschutzsymposium schaffen wir Raum für wissenschaftlich fundiertem Austausch und praxistaugliche Lösungen, damit Pädagoginnen und Pädagogen junge Menschen kompetent, resilient und verantwortungsvoll auf ihrem Bildungsweg begleiten können“, so Bernd Langensteiner, Rektor der PH Niederösterreich.

Im inhaltlichen Zentrum der Veranstaltung stehen die brennenden Zukunftsfragen der heutigen Kinder- und Jugendkultur. Ein wesentlicher Fokus liegt dabei auf Künstlicher Intelligenz und Medienkompetenz, um Chancen neuer Technologien zu nutzen und zeitgleich Risiken wie KI-gestützte digitale Gewalt oder Deepfakes frühzeitig zu erkennen. Zudem beleuchtet das Symposium die Auswirkungen der Dauer-Online-Kultur auf die psychische Gesundheit und stellt praxistaugliche Strategien für eine gesunde digitale Balance vor. Auch die Extremismus- und Gewaltprävention nimmt einen breiten Raum ein, indem der Umgang mit Verschwörungserzählungen, Populismus und Hass im Netz thematisiert wird. Abgerundet wird das Programm durch moderne Rollen- und Geschlechterperspektiven, die gezielt toxischer Männlichkeit, veralteten Rollenbildern und gesellschaftlicher Ausgrenzung entgegenwirken.

Das Tagungsprogramm vereint wissenschaftliche Impulse namhafter Fachleute mit praxisnahen Vertiefungen. Für die Impulsvorträge konnten renommierte Experten wie Joachim Bauer zu den Auswirkungen digitaler Angebote auf die seelische Gesundheit, Christian Wiesner zu den virtuellen Sorgen in realen Welten sowie Oliver Scheibenbogen zum Thema Smartphone-Detox sowie Stefan Kühne gewonnen werden.

In den anschließenden Workshop-Sessions erarbeiten die Teilnehmenden konkrete Handlungskonzepte für den Schulalltag. So widmet sich Professor Joachim Bauer der Förderung von Moral und Empathie in der Persönlichkeitsentwicklung, während der Verein Sapere Aude Rüstzeug im Umgang mit Fake News und Verschwörungsmythen vermittelt. Der Verein Kraftspiele gibt Impulse zur Stärkung von Selbstwert und Resilienz. Weiteren Schutz im virtuellen Raum bietet ein KI-Handlungskompass von Lukas Prenner, während Hannah Zischg praxistaugliche Methoden für digitale Balance und mentale Gesundheit vorstellt. Schließlich adressieren Simon Brezina, Dominik Eibl und Manuel Petruj gendersensible Präventionsansätze gegen Geschlechterstereotype, ergänzt durch effektives Deeskalationsmanagement des Vereins NAGS Austria.

Das Gewaltschutzsymposium „Virtuelle Welten, reale Sorgen – Stärkung der Resilienz von Kindern & Jugendlichen“ findet am Donnerstag, den 26. November 2026, von 9 bis 18 Uhr am Campus Baden der Pädagogischen Hochschule Niederösterreich statt. Interessierte Pädagoginnen, Pädagogen und weitere Fachkräfte können sich direkt über die Website der PH NÖ unter gewaltpraevention.ph-noe.ac.at anmelden und weiterführende Informationen abrufen.

Weitere Informationen: Büro LR Teschl-Hofmeister, Pressesprecher Dieter Kraus, Telefon: 02742/9005-12655, E-Mail: [email protected]

Rückfragen & Kontakt

Amt der Niederösterreichischen Landesregierung
Landesamtsdirektion/Öffentlichkeitsarbeit
Doris Zöger
Telefon: 02742/9005-13314
E-Mail: [email protected]

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