• 16.10.2026, 15:00:07
  • /
  • OTS0142

Klimakiller Rechenzentren: GLOBAL 2000 warnt am Klimastreik vor Umweltfolgen des KI-Booms

Forderung nach Moratorium für Rechenzentren erneuert. Verpflichtende UVPs, nationale KI-Strategie und rechtliche Fragen weiter offen.

Wien (OTS) - 

Spätestens nach diesem Sommer ist klar: Wer Menschen in Österreich schützen will, muss gegen die Klimakrise vorgehen. Hitzewellen, Wasserknappheit und Extremwetterereignisse sind eine massive Gefahr für Sicherheit und Gesundheit der Bevölkerung. Doch während Österreich noch lange nicht auf Kurs ist, um die Klimaziele zu erreichen, bringt uns der Ausbau von KI-Rechenzentren noch weiter vom Zielpfad ab.

“Rechenzentren erhitzen die lokale Umgebung und verbrauchen gigantische Mengen an Wasser und Strom. Das befeuert die Wasserknappheit und verzögert den Ausstieg aus Öl und Gas. Denn die erforderlichen Strommengen sind aktuell schlicht nicht aus erneuerbaren Quellen verfügbar ”, so Hannah Keller, Klima und Energiesprecherin bei GLOBAL 2000. “Der KI-Boom belastet Klima und Umwelt massiv. Die Regierung muss den rasanten, konzerngetriebenen Ausbau der Rechenzentren stoppen.”

Mahnende Beispiele

In Ländern wie den USA oder auch Irland, wo der Ausbau von Rechenzentren bereits deutlich weiter vorangeschritten ist, sind Anwohnerinnen bereits von Stromausfällen, höheren Stromkosten, eigene Gaskraftwerke nur um Rechenzentren zu betreiben und verschmutztem Grundwasser geplagt. Zusätzlich werden für jeden Hyperscaler, also jedes Riesen-Rechenzentrum, Unmengen an Boden - oftmals wertvolle landwirtschaftliche Nutzfläche - versiegelt.

“KI ist aus vielen Anwendungen nicht mehr wegzudenken, dennoch muss eines klar sein: Dieser Ausbau darf unsere Lebensgrundlagen nicht noch mehr gefährden, als die Klimakrise es ohnehin schon tut. Was derzeit passiert ist ein ungebremster Ausbau, getrieben durch Gewinn Interessen internationaler Konzerne”, stellt Keller klar. “Statt Profiten müssen die Bedürfnisse der Bevölkerung im Zentrum der Wirtschaft stehen und das bedeutet: Sauberes Trinkwasser für Menschen statt Kühlung für Hyperscaler, leistbare erneuerbare Energie um Häuser zu heizen statt Server zu betreiben und Böden um Essen zu produzieren statt Rechenzentren zu bauen.”

Reformbedarf

Im Zuge der UVP-G Novelle soll nun eine UVP-Pflicht für Rechenzentren kommen, doch damit alleine ist es nicht getan. “Zum einen muss sichergestellt werden, dass diese UVP auch sinnvoll umgesetzt ist. Das bedeutet, sie muss ab einem Schwellenwert von 50 MW Anschlussleistung gelten und weitere Schwellenwerte für den Wasserverbrauch setzen. Außerdem muss das Gesetz die Beteiligungsrechte von Umweltschutzorganisationen und Bürger:inneninitiativen fest verankern. Für die Bevölkerung muss unbürokratische, niederschwellige Beteiligung möglich sein”, fordert Keller. “Die UVP alleine ist allerdings nicht die Lösung: Österreich braucht eine nationale Strategie zum weiteren Umgang mit KI und Rechenzentren. Im Fokus müssen dabei die Interessen der Bevölkerung und die Datensouveränität stehen. Bis dahin fordern wir - gemeinsam mit fast 30.000 Bürger:innen - ein sofortiges Moratorium für den Bau von Rechenzentren.”

Rückfragen & Kontakt

Rückfragen & Kontakt:

Hannah Keller, Klima- und Energiesprecherin GLOBAL 2000, +43 699
142000 64, [email protected]

Marcel Ludwig, Pressesprecher GLOBAL 2000, +43 699 142000 20,
[email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | GLL

Bei Facebook teilen
Bei X teilen
Bei LinkedIn teilen
Bei Xing teilen
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel