- 16.10.2026, 13:29:02
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KPÖ über Ludwig: „Eigenlob und Weiter-wie-bisher statt nachhaltiger Lösungen.”
„Die SPÖ ruht sich auf Erfolgen des letzten Jahrhundert aus”, bemängelt Memoli den Auftritt des Bürgermeisters. KPÖ kämpft in Herbst-Kampagne gegen Missstände im Gemeindebau.
„Es braucht eine Tagung der SPÖ-Granden, um das absolute Minimum als großen Wurf zu verkaufen”, ärgert sich Mario Memoli, KPÖ Wien-Landessprecher über die Wiener SPÖ. „Als Bürgermeister einer Millionenstadt 1.500 neue Wohnungen als Erfolg zu präsentieren, ist ein Hohn”.
„Die Bewohner:innen erzählten uns von schlagartig steigenden Mieten, Schimmelbefällen und einer Stadtverwaltung, die sich nicht für ihre Probleme interessiert. Am Handelskai 214 in der Leopoldstadt und am Rosa-Jochmann-Ring 5 in Simmering klopften KPÖ-Aktivist:innen in den vergangenen Monaten an Tausende Türen. Am Montag startete die KPÖ ihre Herbst-Kampagne: Die Versäumnisse der Stadtverwaltung bei den Gemeindebauten sollen systematisch erfasst werden. Dafür gehen die kommunistischen Aktivist:innen nun auch in den anderen Bezirken von Tür zu Tür.
Auch zu Leerstand präsentiert der Bürgermeister keine Lösungen. „Eine Leerstandsabgabe, wie wir sie fordern, trifft nicht die Wohnung von der Oma, die ein paar Monate leer steht, sondern Investoren, die mit ihren krummen Geschäften Millionen einsack’ln”, erklärt Memoli. Das Geld, das mit einer Leerstandsabgabe lukriert wird, soll für den öffentlichen Wohnbau zweckgebunden sein.
Ludwig hält in seinem Fünf-Punkte-Plan fest: „Kein Verkauf der Gemeindewohnungen". Warum das Thema gerade aktuell ist, lässt er außen vor. „Nevrivy ist das wahre Gesicht der SPÖ, kein Ausrutscher”, meint Memoli. Für die Sozialdemokraten ist der Gemeindebau zum Wahl-Schmäh verkommen”.
Für Memoli ist auch klar: „Über Enteignungen zu sprechen, darf nicht länger ein Tabu bleiben. Auf Perspektive muss das Thema Wohnen dem Markt zur Gänze entrissen werden”. Mit ihrer Herbst-Kampagne möchte die KPÖ von den Gemeindebau-Bewohner:innen erfahren, wo der Schuh drückt. „Wir werden systematisch erfassen, wo Wiener Wohnen versagt, um mit den Bewohnern gemeinsam für ihre Rechte zu kämpfen”. Laut KPÖ braucht es zweierlei: Wohnraum im öffentlichen Eigentum und eine Politik, die an würdevollen Wohnbedingungen ernsthaft interessiert ist.
Foto von Mario Memoli zur freien redaktionellen Verwendung: https://flic.kr/p/2syK3X3
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