- 16.10.2026, 11:53:02
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„Thema“: Fußfessel für René Benko – Privileg oder Zukunft des Strafvollzugs?
Am 19. Oktober um 21.10 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON
Christoph Feurstein präsentiert in „Thema“ am Montag, dem 19. Oktober 2026, um 21.10 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON folgende Beiträge:
Fußfessel für René Benko – Privileg oder Zukunft des Strafvollzugs?
Nach rund 21 Monaten darf Signa-Gründer René Benko seine Untersuchungshaft künftig im elektronisch überwachten Hausarrest verbringen. Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft hat Einspruch erhoben. „Einen Promibonus bei der Vergabe einer Fußfessel gibt es nicht“, sagt Alois Birklbauer, Strafrechtsexperte an der Johannes Kepler Universität Linz. Fest steht: In der U-Haft ist der elektronische Hausarrest eine absolute Ausnahme. Von mehr als 1.800 Untersuchungshäftlingen in Österreich trägt derzeit neben Benko nur ein einziger weiterer eine Fußfessel. Markus Waibel und Anne-Maria Neubauer berichten.
Gunkl-Prozess – Womit haben Opfer von sexuellem Missbrauch zu kämpfen?
Am 22. Oktober findet der Prozess gegen Günther Paal alias Gunkl statt. Die Anklagepunkte: Sexueller Missbrauch einer unmündigen Person und Besitz von sexualbezogenem Kindesmissbrauchsmaterial. Der Strafrahmen liegt bei sechs Monaten bis zu fünf Jahren Haft. Die Opfer leiden oft ihr ganzes Leben unter diesen Taten. „Ich habe mich geritzt, ich hatte Depressionen und Panikattacken und eine enorme Wut in mir. Diese Aggressionen aus mir herauszubekommen war ein langer Weg“, sagt die Schauspielerin Elke Winkens. Die heute 56-Jährige wurde als Kind, Teenager und junge Erwachsene Opfer von sexuellem Missbrauch. Eva Kordesch hat mir ihr über die Folgen gesprochen.
Flucht über die grüne Grenze – Erinnerungen an die Ungarnflüchtlinge von 1956
„Sie haben das Gewehr auf uns gerichtet“, erinnert sich Zsuzsi Vécsei. Sie ist acht, als sie 1956 von Ungarn mit ihren Eltern über die burgenländische Grenze nach Österreich flieht. Die Erinnerungen an damals haben sich bei der heute 78-Jährigen tief eingeprägt. Rund 200.000 Menschen flüchten nach der sowjetischen Niederschlagung des ungarischen Volksaufstandes vor 70 Jahren. Tibor Szemerédi ist heute 85 und hat immer noch die Toten vor Augen, die er mit 15 sehen musste. Silvia Heimader hat die beiden Zeitzeugen für „Thema“ interviewt.
Frau Donau – Bürgerinitiative will Donau zur Person erklären
„Die Donau könnte höchstpersönlich klagen, wenn sie verschmutzt und verbaut wird oder ihre Rechte anders verletzt werden“, sagt Jurist Thomas Wallentin. Dazu müsste der Fluss zur juristischen Person erklärt werden und genau das ist der Plan der europäischen Bürgerinitiative „Rechte für die Natur“. Vorbild ist das Mar Menor in Spanien. Diese Lagune hat vor vier Jahren als erstes Ökosystem in Europa den Rechtsstatus einer Person bekommen. Ein Straf- und Schadenersatzverfahren wegen Umweltzerstörung läuft. Seit Dienstag kann man sich mit seiner Unterschrift für die „Frau Donau“ einsetzen. Flora Neubert und Andrea Poschmaier haben Menschen getroffen, die das tun.
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