- 16.10.2026, 10:45:33
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Helga Krismer zu Ardo-Schließung: „80 Prozent unseres Tiefkühlgemüses stehen am Spiel – machen wir gemeinsam was G’scheites!“
Grüne Landessprecherin fordert Zukunftsmodell: Genossenschaft der 500 Gemüsebetriebe mit Raiffeisen & Agrana, Handel und Ecoplus für ein neues, modernes Werk
Die angekündigte Schließung des Ardo-Werks in Groß-Enzersdorf bedroht die Existenz von 500 bäuerlichen Betrieben, gefährdet zahlreiche Arbeitsplätze und stellt Österreichs Ernährungssouveränität infrage. Für Helga Krismer, Landessprecherin der Grünen Niederösterreich, ist klar: „80 Prozent unseres heimischen Tiefkühlgemüses stehen am Spiel. Daher müssen wir jetzt entschlossen handeln, Parteigrenzen überwinden und gemeinsam was G’scheites auf die Beine stellen!“
Ernährungssicherheit in Gefahr
Angesichts von Ratschlägen mancher Ökonomen, die Politik solle sich heraushalten, stellt Helga Krismer fest: „Welcher Markt soll das sein, wenn wir in Österreich unsere Tiefkühltruhen nicht mehr aus eigener Kraft mit heimischem Gemüse füllen können? Seit 2005 gab es zwei Rettungsaktionen, zwei Eigentümerwechsel, und schon 2008 koordinierte die Wirtschaftsagentur Ecoplus. Der massive Investitionsstau muss der ÖVP seit zehn Jahren bekannt sein – so ein Werk schließt nicht über Nacht.“
Kein Steuergeld für veraltete Ruinen
Für Helga Krismer gibt es dabei klare rote Linien: „Ein energieineffizientes Werk mit horrenden Fixkosten und veralteten Produktionslinien auf Kosten der Steuerzahler*innen zu kaufen, ist keine Option. Und sollten die belgischen Eigentümer darauf spekulieren, mit einer Umwidmung in Bauland noch ordentlich Kasse zu machen, haben sie die Rechnung ohne die Gemeinde gemacht.“
Die Grüne Zukunftsinitiative: Genossenschaft & Neubau
Stattdessen schlägt Helga Krismer eine nachhaltige, tragfähige Lösung vor:
- Genossenschaft gründen: Die 500 betroffenen Gemüsebetriebe schließen sich zu einer Genossenschaft zusammen. Gemeinsam mit der Raiffeisenlandesbank Wien-Niederösterreich bzw. Agrana wird eine schlagkräftige Trägergesellschaft geformt.
- Standort & Neubau durch Ecoplus: Die Wirtschaftsagentur des Landes stellt ein passendes Grundstück bereit, auf dem innerhalb eines guten Jahres ein modernes, energieeffizientes Werk errichtet wird.
- Verantwortung des Handels: „Wenn Spar und REWE dem belgischen Konzern die rote Karte zeigen und stattdessen voll auf die heimische Produktion setzen, dann sind unsere Betriebe und die Arbeitsplätze auf der sicheren Seite“, betont Helga Krismer.
„Das bringt echte Ernährungssicherheit, rettet 500 Familienbetriebe und sichert moderne Arbeitsplätze in der Region. Es ist keine Zeit zu verlieren, wir werden unsere Vorschläge in der Landtagssitzung kommende Woche einbringen“, so Helga Krismer abschließend.
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