- 15.10.2026, 16:08:03
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LEA-Jugendsummit 2026: Jugendliche erleben Geschlechterungerechtigkeit im öffentlichen Raum besonders häufig
Beim 4. Jugendsummit des Österreichischen Frauenfonds LEA beschäftigten sich knapp 100 Jugendliche aus vier Bundesländern einen Tag lang intensiv mit dem Thema Gleichstellung.

Die vierte Ausgabe des LEA-Jugendsummits zu Gleichstellung und Geschlechtergerechtigkeit am 14. Oktober 2026 brachte knapp 100 Schüler:innen der Sekundarstufe aus vier Bundesländern (Niederösterreich, Oberösterreich, Steiermark, Salzburg) in der Ankerbrotfabrik Wien zusammen, um sich einen Tag lang mit stereotypen Rollenbildern und Erwartungshaltungen auseinanderzusetzen. Persönliche Begrüßung von Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner starteten den interaktiven Tag, der Sensibilisierung mit Selbstwirksamkeit verknüpfte.
Die partizipativen Formate orientierten sich unmittelbar an der Lebensrealität der Jugendlichen: Workshops zu digitaler Medienkompetenz, Intersektionalität und Rassismuskritik, gewaltfreiem Miteinander, Creative Writing und Theaterpädagogik kombinierten gendersensible Wissensinputs mit der kreativen Erarbeitung konkreter Lösungsvorschläge. Peer-to-Peer angeleitet durch Mitglieder des LEA-Jugendbeirats wurden zudem persönliche Erfahrungen und Wünsche der Schüler:innen in Bezug auf Diskriminierung und Gleichstellung eingefangen und reflektiert.
Die Befragungsergebnisse des LEA-Jugendsummits zeigen: 75 % der Jugendlichen empfanden geschlechtsspezifische Ungleichbehandlung im öffentlichen Raum – dazu gehören Einschätzungen zu Belästigung, Catcalling, Sicherheitsgefühl, nächtlichem Unterwegssein und Einsatz von Zivilcourage. Im digitalen Raum sowie in der Familie erlebten jeweils 63 % der befragten Schüler:innen diskriminierende bzw. unterschiedliche Behandlung von Mädchen und Burschen.
LEA-Direktorin Gabriele Költringer sieht in den Rückmeldungen einen klaren Auftrag: „Eine tatsächlich gleichgestellte Gesellschaft stärkt die soziale und politische Beteiligung junger Menschen und schenkt ihren Stimmen Gehör. Jugendliche erleben und verinnerlichen geschlechterbezogene Ungleichbehandlung jeden Tag – in Schule und Familie, im öffentlichen und digitalen Raum oder bei der Frage, welche Möglichkeiten ihnen für ihre Zukunft offenstehen. Die Berücksichtigung ihrer Perspektiven ist daher essenziell, um unsere eigene Arbeit ebenso wie die österreichweite Gleichstellung nachhaltig voranzubringen.“
Der Frauenfonds LEA
Der Österreichische Fonds zur Stärkung und Förderung von Frauen und Mädchen wurde 2022 als Fonds des Bundes gegründet und hat den Auftrag, die tatsächliche Gleichstellung von Frauen und Männern bundesweit voranzutreiben.
Rückfragen & Kontakt
Österreichischer Fonds zur Stärkung und Förderung von Frauen und
Mädchen (Frauenfonds LEA)
Julia Rehberger
Telefon: 01 395 029 004
E-Mail: [email protected]
Website: https://www.letsempoweraustria.at
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