• 15.10.2026, 15:01:02
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Pro Bauen & Sanieren: Sanierungsoffensive 2027 ist wichtiger Impuls für Wirtschaft und Wachstum

500 Millionen Euro für Sanierungen – iföw-Studie zeigt volkswirtschaftliche Hebelwirkungen – jetzt auch Wohnrechtsreform rasch umsetzen

Wien (OTS) - 

Pro Bauen & Sanieren begrüßt die Sanierungsoffensive, die heute von Bundesminister Norbert Totschnig und Bundesminister Wolfgang Hattmannsdorfer bei einem Pressegespräch präsentiert wurde. Mit 500 Millionen Euro setzt die Bundesregierung einen wichtigen Impuls für Investitionen, Beschäftigung und Wachstum. Besonders erfreulich ist der deutliche Schwerpunkt auf der thermischen Sanierung mit 321 Millionen Euro. Damit setzt die Bundesregierung auch bei der von Pro Bauen & Sanieren seit Langem geforderten Stärkung der thermischen Sanierung einen wichtigen Schritt und leistet zugleich einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung des Gebäudebestands und zum Ziel der Klimaneutralität bis 2040.

„Die Bundesregierung setzt zur richtigen Zeit ein starkes Signal für die heimische Wirtschaft. Bundeskanzler Christian Stocker und die zuständigen Minister verdienen Anerkennung für diesen wichtigen Schritt. Gerade jetzt brauchen unsere Betriebe Investitionen, Zuversicht und eine stabile Auftragslage“, betont Georg Bursik, Vorstandsvorsitzender des Forschungsverbands der österreichischen Baustoffindustrie (FBI).

Bauinvestitionen stärken die gesamte Volkswirtschaft

Die aktuellen Konjunkturprognosen von WIFO und IHS unterstreichen die Bedeutung zusätzlicher Wachstumsimpulse. Wie die aktuelle iföw-Studie im Auftrag von Pro Bauen & Sanieren zeigt, steht die Bauwirtschaft für 52,1 Milliarden Euro direkte und insgesamt 84,8 Milliarden Euro gesamtwirtschaftliche Wertschöpfung. Mit ihr sind knapp 1,1 Millionen Arbeitsplätze sowie 27,3 Milliarden Euro an Steuern und Abgaben verbunden. Jeder Euro direkter Wertschöpfung löst weitere 63 Cent in anderen Wirtschaftsbereichen aus.

„Sanierungsinvestitionen wirken weit über die Baustelle hinaus – von der Baustoffindustrie über den Handel und das Handwerk bis zu zahlreichen Dienstleistungen. Gerade in der derzeitigen Konjunkturlage können diese wirtschaftlichen Verflechtungen wichtige Wachstumsimpulse in den Regionen Österreichs auslösen“, erklärt Ewald Kronheim, Präsident des Verbands der Baustoffhändler Österreich (VBÖ).

Immobilienwirtschaft und Wohnrechtsreform entscheidend

Die iföw-Studie verdeutlicht auch das langfristige Potenzial: Eine Erhöhung der Sanierungsrate von 1,5 auf 3 Prozent bis 2040 wäre laut Modellszenario mit 190,9 Milliarden Euro Investitionen, 124,3 Milliarden Euro Wertschöpfung und 59,7 Milliarden Euro fiskalischen Effekten verbunden.

„Die Immobilienwirtschaft ist ein zentraler Partner bei der Modernisierung des Gebäudebestands. Damit aus Förderzusagen tatsächlich Sanierungen werden, brauchen Eigentümer und Immobilienverwaltungen verlässliche Rahmenbedingungen, Finanzierungsmöglichkeiten und Rechtssicherheit – insbesondere im mehrgeschoßigen Wohnbau“, erklärt Nicole Fürntrath, Obfrau der Fachgruppe Wien der Immobilien- und Vermögenstreuhänder.

Pro Bauen & Sanieren appelliert daher an die Bundesregierung, die laufenden Wohnrechtsverhandlungen zügig abzuschließen und die im Regierungsprogramm sowie in Ministerratsbeschlüssen vorgesehenen Maßnahmen für Bauen und Sanieren rasch umzusetzen.

„Förderungen sind ein wichtiger Anreiz, aber wir müssen auch die rechtlichen Voraussetzungen schaffen, damit Investitionen tatsächlich stattfinden können. Leistbares Wohnen und wirtschaftlich tragfähige Sanierungen sind keine Gegensätze. Jetzt braucht es einen fairen Interessenausgleich zwischen Mietern und Vermietern und praxistaugliche Lösungen statt ideologischer Auseinandersetzungen“, betont Roman Oberndorfer, Obmann des Fachverbands der Immobilien- und Vermögenstreuhänder.

Pro Bauen & Sanieren sieht in der Sanierungsoffensive einen wichtigen Auftakt, dem weitere Reformen folgen sollten. Öffentliche Fördermittel allein werden nicht ausreichen, um den erheblichen Sanierungsbedarf zu bewältigen. Ziel muss es daher sein, den positiven Investitionsimpuls zu nutzen, durch geeignete rechtliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen zusätzlich privates Kapital zu mobilisieren, den Zugang zu Fremdfinanzierungen wieder zu erleichtern und damit die Modernisierung des Gebäudebestands voranzutreiben – für leistbares Wohnen, Klimaschutz und einen starken Wirtschaftsstandort.

Studie und weitere Informationen: www.probauensanieren.at/studie

Rückfragen & Kontakt

Pro Bauen & Sanieren
Mag. Heimo Gradischnig
Telefon: +436648494016
E-Mail: [email protected]

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