• 15.10.2026, 11:32:02
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ÖVP – Zierfuß zu Czernohorszky: Alibi-Hitzeschutz im Vorgarten statt echter Lösungen in Wiens Schulen

173 Wiener Pflichtschulen ohne jeglichen Hitzeschutz – PR-Inszenierung mit Hibiskus-Pergola vor einer (!) Schule aber fehlende Grundausstattung in Klassenzimmern

Wien (OTS) - 

Die aktuellen Zahlen zum Hitzeschutz an Wiener Schulen könnten nicht deutlicher sein. Eine Anfragebeantwortung der Wiener Volkspartei offenbart, dass an 173 von 408 öffentlichen Pflichtschulen in Wien keinerlei Maßnahmen gegen die Hitze im Sommer vorhanden sind. Weder gibt es dort eine Außenbeschattung an den Fenstern noch eine mechanische oder aktive Kühlung der Räumlichkeiten. Darüber hinaus gibt Stadträtin Emmerling sehr offen zu, dass es weder einen Hitzeschutzplan noch ein Temperaturmonitoring für Wiens Bildungseinrichtungen gibt. „Damit haben wir es nun schwarz auf weiß: Diese Stadtregierung ist beim Hitzeschutz in Bildungseinrichtungen im Blindflug unterwegs. Auch kann Stadträtin Emmerling nicht sagen, wie viel Geld sie für Hitzeschutz in Kindergärten und Schulen ausgibt. Das ist angesichts vermehrt auftretender Hitzeperioden mehr als fahrlässig. Statt einer professionellen Planung gibt es aber offenbar einzelne Alibi-Projekte wie die Hibiskus-Pergola vor einer Wiener Volksschule von Stadtrat Czernohorszky, während es in den Klassenzimmern selbst auch im nächsten Sommer heiß bleibt“, so Zierfuß.

Auch bei den städtischen Kindergärten explodieren die Ansuchen um Ventilatoren förmlich. Allein im vergangenen Kindergartenjahr 2025/26 wurden mit 805 Ventilatoren rund die Hälfte aller seit 2020 bewilligten Geräte (1.638) beantragt – im Vergleich zum Jahr davor (289 Ventilatoren) bedeutet das nahezu eine Verdreifachung. An den Schulen hingegen verweigert die Stadtverwaltung selbst die Genehmigung für Deckenventilatoren, während regelmäßige Temperaturmessungen gar nicht erst durchgeführt werden. „Fast die Hälfte der öffentlichen Wiener Pflichtschulen hat überhaupt keinen Hitzeschutz und damit weder eine Außenbeschattung noch eine mechanische oder aktive Kühlung der Räumlichkeiten. Gleichzeitig explodieren die Ansuchen von städtischen Kindergärten auf Ventilatoren. Kinder, Elementarpädagogen, Lehrkräfte und Schulleiter brauchen aber keine weiteren Ausreden und Verweise zwischen Magistratsabteilungen, sondern endlich konkrete Standards, belastbare Daten und einen nachvollziehbaren Ausbauplan von Hitzeschutzmaßnahmen“, betont der Bildungssprecher.

„Alibi-Begrünungsprojekte vor einzelnen Schulgebäuden dürfen nicht länger als Ersatz für erträgliche Temperaturen in den Unterrichtsräumen herhalten. SPÖ und Neos sind aufgefordert, den Hitzeschutz in Wiens Bildungseinrichtungen endlich ernst zu nehmen und den Schutz der Kinder vor extremen Temperaturen systematisch, strategisch und koordiniert anzupacken“, so Zierfuß abschließend.

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