- 15.10.2026, 09:12:03
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LH-Stv. Landbauer beauftragt UVP-Einreichung für B260 Umfahrung Airport Region
Rund 20 Kilometer lange Umfahrung soll Ortskerne entlasten, Wirtschaftsstandort stärken und die Verkehrsinfrastruktur auf die künftige Entwicklung der Region ausrichten
„Die Airport Region zählt zu den stärksten Wirtschafts- und Arbeitsplatzstandorten Niederösterreichs. Die Region wächst, neue Betriebe siedeln sich an und immer mehr Menschen leben und arbeiten hier. Unsere Straßen müssen mit dieser Entwicklung Schritt halten. Die Einreichplanung für die B260 Umfahrung ist weitgehend abgeschlossen. Ich habe daher heute den Auftrag erteilt, alle Vorbereitungen zu treffen, um das zentrale Entlastungs- und Standortprojekt zur Umweltverträglichkeitsprüfung einzureichen“, informiert Niederösterreichs Verkehrslandesrat LH-Stellvertreter Udo Landbauer.
Mit der Entwicklung von Betriebsstandorten, der Schaffung neuer Arbeitsplätze und dem Bevölkerungswachstum steigen auch die Anforderungen an die Verkehrsinfrastruktur. Gleichzeitig leiden zahlreiche Ortskerne unter dem überregionalen Durchzugsverkehr. Die B260 Umfahrung Airport Region soll beide Herausforderungen gemeinsam lösen: die Menschen in den Gemeinden entlasten und die verkehrliche Erschließung des Wirtschaftsraums verbessern.
„Die Airport Region ist ein wirtschaftliches Kraftzentrum. Wo Betriebe investieren und neue Arbeitsplätze entstehen, muss die Infrastruktur verbessert werden. Wir haben hier nicht nur einzelne Ortsdurchfahrten vor uns, sondern eine überregionale Verkehrs- und Standortfrage. Die B260 ist das Ergebnis jahrelanger Planung und Abstimmung mit den Gemeinden. Nachdem die Einreichplanung weitgehend abgeschlossen ist, setzen wir jetzt den nächsten logischen Schritt und bereiten die Einreichung zur Umweltverträglichkeitsprüfung vor“, erklärt Landbauer.
Die geplante, rund 20 Kilometer lange Umfahrung soll die Ortskerne von Fischamend, Klein-Neusiedl, Schwadorf, Enzersdorf an der Fischa, Margarethen am Moos, Götzendorf und Pischelsdorf entlasten. Die Trasse führt von der B9 östlich des Flughafenareals bis zur B60 bei Pischelsdorf. Der überregionale Verkehr soll künftig möglichst an den Siedlungsgebieten vorbeigeführt werden.
Die Zahlen zeigen die starke Aufwärtsentwicklung der Region: Im Großraum Schwechat ist die Einwohnerzahl zwischen 2002 und 2025 um 38 Prozent gestiegen, der Bezirk Bruck an der Leitha um rund 31 Prozent gewachsen. Damit zählt er zu den am schnellsten wachsenden Regionen in ganz Niederösterreich. Allein am Flughafen Wien-Schwechat arbeiten über 23.500 Menschen in mehr als 250 Unternehmen. Im Jahr 2025 haben sich dort 20 weitere Betriebe angesiedelt. Mit dem Office Park 4 NEXT investiert der Flughafen 55 Millionen Euro und schafft Platz für rund 1.000 zusätzliche Arbeitsplätze.
UVP schafft Entscheidungsgrundlagen für die Umsetzung und Finanzierung
Mit der Vorbereitung der UVP-Einreichung wird das über Jahre entwickelte Projekt konsequent fortgeführt. Im Genehmigungsverfahren werden die Umweltauswirkungen geprüft und die für eine allfällige Umsetzung erforderlichen Auflagen und Maßnahmen ermittelt. Diese Ergebnisse sind auch für die weitere Kostenplanung von wesentlicher Bedeutung.
„Verantwortungsvoller Umgang mit Steuergeld bedeutet, Investitionsentscheidungen auf einer sorgfältig geprüften Grundlage zu treffen. Wir müssen wissen, welche Anforderungen an das Projekt gestellt werden und welche Kosten daraus entstehen können. Die Umweltverträglichkeitsprüfung ist deshalb ein entscheidender Schritt für eine vorausschauende Projektplanung“, betont Landbauer.
„Wir dürfen der wirtschaftlichen Entwicklung nicht mit der Infrastruktur von gestern hinterherfahren. Die Bevölkerung und die Betriebe brauchen eine klare Perspektive und müssen sich darauf verlassen können, dass es weitergeht. Unser Ziel ist eine Region, in der wirtschaftliche Entwicklung und Lebensqualität kein Widerspruch sind. Die Menschen sollen von lebenswerten Ortskernen profitieren, während Betriebe und Arbeitsplätze gut erreichbar bleiben. Mit der B260 schaffen wir die planerischen Voraussetzungen, um diese Entwicklung langfristig und verantwortungsvoll gestalten zu können“, so der Verkehrslandesrat.
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