- 14.10.2026, 11:50:03
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IV zu „Made in Europe“: Europäische Wertschöpfung gezielt stärken und Abschottung vermeiden
Strategische Beschaffung kann Europas Resilienz und technologische Souveränität stärken - bürokratische Hürden, höhere Kosten und Einschränkung des Wettbewerbs vermeiden
Die heute vorgestellte „Made in Europe Declaration“ greift mit der Stärkung europäischer Wertschöpfung ein wichtiges Anliegen für den österreichischen und europäischen Industriestandort auf. Der gezieltere Einsatz öffentlicher Beschaffung kann dazu beitragen, industrielle Wertschöpfung, Versorgungssicherheit und technologische Souveränität in Europa zu stärken. „Made in EU ist dort sinnvoll, wo es gezielt Resilienz, Sicherheit und technologische Souveränität stärkt“, betont IV-Generalsekretär Christoph Neumayer.
Entscheidend ist daher eine wirtschaftsfreundliche und unbürokratische Ausgestaltung. Es gilt zu bedenken, dass höhere Beschaffungskosten die ohnehin knappen öffentlichen Budgets zusätzlich belasten. Eine gezielte und verhältnismäßige Vorgehensweise ist daher essentiell. Für die stark exportorientierte österreichische Industrie besteht außerdem das Risiko, dass Drittstaaten ihrerseits ihre Beschaffungsmärkte schließen. „Europa sollte auf ein klares Prinzip setzen: Wenn Unternehmen aus Drittstaaten vom EU-Binnenmarkt profitieren wollen, dann sollen sie auch einen Beitrag zur europäischen Wertschöpfung leisten, etwa durch Investitionen, Know-how-Aufbau und Arbeitsplätze in Europa“, so Neumayer.
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