• 14.10.2026, 11:49:02
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IV zu Wifo/IHS-Prognose: Zarte Erholung nicht durch neue Belastungen gefährden

Neumayer: Warenherstellung gibt Impulse – Dauerdebatten über neue Belastungen sind Gift für den Standort – „Steuerwahn“ endlich stoppen

Wien (OTS) - 

Die Industriellenvereinigung (IV) wertet die heute präsentierte Herbstprognose von Wifo und IHS als Zeichen einer vorsichtigen Stabilisierung, sieht aber keinen Grund zur Entwarnung. Beide Institute halten trotz des erneuten Energiepreisschubs an ihren Wachstumserwartungen für 2026 fest (0,9 bzw. 0,8 Prozent), Wachstumsimpulse kommen laut Wifo aus der Industrie. „Die exportorientierte Industrie hält die Konjunktur in einem schwierigen Umfeld auf Kurs. Diese Erholung ist kein Aufschwung – und sie ist zart und fragil. Sie kann jederzeit kippen, wenn die Politik jetzt die falschen Schwerpunkte setzt“, so IV-Generalsekretär Christoph Neumayer.

Die Risiken sind beträchtlich: Der Iran-Krieg hat Öl, Gas und Strom erneut verteuert, die Inflation liegt mit 3,3 bzw. 3,1 Prozent weiterhin deutlich über dem EZB-Ziel, und die Arbeitslosenquote steigt heuer auf 7,6 Prozent. „Wer diese Zahlen liest, sieht ein Wachstum auf schmalem Fundament. Gerade die Industrie, ist von hohen Energiekosten und internationalem Wettbewerbsdruck am stärksten betroffen“, betont Neumayer.

Stoppt den Steuerwahn!

Umso schädlicher seien die wiederkehrenden Diskussionen über neue Steuern. „Die ständigen Debatten über Todessteuern, Vermögenssteuern und andere Belastungsideen sind Gift für den Standort. Sie verunsichern genau jene Unternehmen, die jetzt investieren sollen, und treffen besonders die Familienbetriebe, die das Rückgrat unserer Industrie bilden. Investitionen brauchen Planbarkeit, nicht wöchentlich neue Steuerfantasien. Der Steuerwahn muss endlich gestoppt werden!“, so Neumayer. Österreich zähle bereits heute zu den Ländern mit der höchsten Abgabenbelastung in Europa. Jede zusätzliche Belastung würde die Wettbewerbsfähigkeit weiter schwächen und die beginnende konjunkturelle Entspannung konterkarieren.

Statt neuer Belastungen brauche es nun klare Entlastungssignale: eine spürbare Senkung der Lohnnebenkosten bzw. Lohnsstückkosten, wettbewerbsfähige Energiepreise für die Industrie, einen konsequenten Abbau von Bürokratie sowie die zügige Umsetzung der Industriestrategie 2035. Die Budgetkonsolidierung müsse über die Ausgabenseite erfolgen. „Die Prognosen geben uns ein Zeitfenster. Wir müssen es nutzen, um den Standort zu stärken, und nicht, um ihn mit neuen Steuerdebatten zu schwächen“, so Neumayer abschließend.

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