• 14.10.2026, 11:40:33
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„Süßer Trost, bittere Folgen“: „WeltWeit“-Reportage zeigt, „wie Zucker den Alltag bestimmt“

Am 16. Oktober um 21.20 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON

Wien (OTS) - 

Wer kennt das nicht? Wenn die Nerven blank liegen, greifen wir gerne zu Schokolade, Keksen oder Softdrinks – eine süße Belohnung, ein kleiner Trost, eine schnelle Auszeit vom Stress. Doch was kurzfristig guttut, kann langfristig zum Gesundheitsproblem werden. In Deutschland wird derzeit über die Einführung einer Zuckersteuer ab 2027 diskutiert, laut einer aktuellen Umfrage sind auch 63 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher für eine solche Abgabe. Für die „WeltWeit“-Reportage „Süßer Trost, bittere Folgen. Wie Zucker den Alltag bestimmt“ – zu sehen am Freitag, dem 16. Oktober 2026, um 21.20 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON – schauen sich Isabella Purkart, Lena Hager und Alexandra Nöbauer in Mexiko, Brasilien bzw. Norwegen an, welche Rolle Zucker spielt, wer am Handel verdient und ob Steuern helfen können, den Zuckerkonsum in der Gesellschaft zu reduzieren.

Im südmexikanischen Bundesstaat Chiapas wird seit den 1950er Jahren Coca-Cola abgefüllt und das hat gravierende Folgen: Fast jeder dort trinkt mehr als zwei Liter Coca-Cola pro Tag. Isabella Purkart trifft Arbeiter und Studenten, die erzählen, wie tief das Getränk in ihrem Alltag verankert ist, und sie spricht mit Mariano Sánchez López – ein lokaler Arzt, der die Menschen immer wieder vor den gesundheitlichen Folgen warnt. Purkarts Recherche zeigt auch, wie eng der übermäßige Konsum von Coca-Cola mit der angespannten Wassersituation in der Region verbunden ist.

Brasilien ist der größte Zuckerexporteur der Welt. Anders als in Österreich wird Zucker hier aus Zuckerrohr und nicht aus Rüben gewonnen. Im Bundesstaat São Paulo, dem Zentrum der brasilianischen Zuckerrohrindustrie, trifft Lena Hager Familie Guerini, die seit Generationen vom Anbau lebt. Für den heute 96-jährigen Valdemar Guerini hat Zuckerrohr einst die Chance geboten, sich aus einfachen Verhältnissen hochzuarbeiten und den Kindern ein besseres Leben zu ermöglichen. Mittlerweile ist auch sein 26-jähriger Enkel Pedro Luis in den Familienbetrieb eingestiegen. Doch der wirtschaftliche Erfolg des Zuckerrohrs hat auch soziale und ökologische Schattenseiten.

Fast 100 Jahre hat Norwegen Schokolade und Süßwaren besteuert – ursprünglich vor allem als Einnahmequelle für den Staat, später auch gesundheitspolitisch begründet. Seit 2021 gibt es nur noch eine Zuckersteuer auf den Rohstoff selbst. Dennoch gehört „Lørdagsgodt“ – also die „Samstags-Süßigkeiten“ – seit Jahrzehnten fest zur norwegischen Alltagskultur. Alexandra Nöbauer besucht Familie Paulsen, die die Tradition des „süßen Samstag“ bis heute lebt, und begleitet die Familie zum wöchentlichen Einkauf nach Schweden. Entlang der Grenze haben sich die größten Candy-Stores der Welt angesiedelt und einen regen Grenzhandel begründet. Die Besteuerung von Zucker wirkte nur wenig als Lenkungsmittel, daher setzt Norwegen inzwischen verstärkt darauf, das Süßigkeitenangebot nachhaltig zu verändern, in der Hoffnung, damit auch die Gewohnheiten der Menschen langfristig zu verändern.

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