• 14.10.2026, 11:09:03
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Medienkompetenz-Tage des ORF Vorarlberg

Zweitägiger Veranstaltungsschwerpunkt als gemeinsame Initiative von ORF Vorarlberg, Russmedia und dem Europäischen Parlament

Wien (OTS) - 

Mit einem Medienkompetenz-Schwerpunkt am 22. und 23. Oktober 2026 setzt der ORF Vorarlberg gemeinsam mit Russmedia und dem Europäischen Parlament auf Vertrauen und Glaubwürdigkeit in Zeiten von Falschinformationen. Ziel ist es, die Mechanismen von Desinformation sichtbar zu machen und Werkzeuge an die Hand zu geben, mit denen Mediennutzerinnen und -nutzer Informationen kritisch prüfen können.

Zwei Tage – vier Zielgruppen

Eine Podiumsdiskussion zum Thema „Die manipulierte Wahrheit – Wie stabil ist unser Fundament aus Fakten?“ mit einem Panel aus Journalismus, Europäischer Union und Bildung richtet sich an die breite Öffentlichkeit. Schülerinnen und Schüler der Oberstufe setzen sich in einem interaktiven Workshop mit den Mechanismen gezielter Falschinformation auseinander und erweitern auf spielerische Art und Weise ihre Medienkompetenz. Lehrkräfte nehmen an einer ganztägigen Fortbildung zum Thema Medienkompetenz teil und lernen so Herausforderungen durch Künstliche Intelligenz zu verstehen, die Prinzipien von Desinformation zu durchschauen und algorithmische Mechanismen zu reflektieren. Journalistinnen und Journalisten lassen sich in Workshops zu Medienkompetenz-Trainerinnen und -Trainern nach dem Konzept des „Digitalen Kompass“ ausbilden.

Schülerworkshop, Lehrkräftefortbildung und Trainingsworkshop sind ausgebucht. Zur Podiumsdiskussion am 22. Oktober um 18.30 Uhr im ORF-Landesfunkhaus Vorarlberg in Dornbirn sind alle herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten unter [email protected] oder 05572 301.

Podiumsdiskussion „Die manipulierte Wahrheit“

Am Abend des 22. Oktober findet um 18.30 Uhr die Podiumsdiskussion „Die manipulierte Wahrheit – Wie stabil ist unser Fundament aus Fakten?“ im ORF-Landesfunkhaus Vorarlberg in Dornbirn statt, eine gemeinsame Veranstaltung von ORF Vorarlberg, Vorarlberger Nachrichten und dem Europäischen Parlament. Am Podium diskutieren Petra Stolba (Verbindungsbüro des Europäischen Parlaments in Österreich), Michael Prock (Ressortleiter Politik bei den Vorarlberger Nachrichten), Helene Voglreiter (Redaktionsleiterin TV-Nachrichten/Video/Verification ORF) sowie Alexander Wachter (Mediencoach und Sozialarbeiter beim ifs Kinderschutz). Martina Huber (ORF Vorarlberg) moderiert die Podiumsdiskussion. Im Mittelpunkt stehen Fragen rund um Vertrauen und Glaubwürdigkeit: Was macht eine Information verlässlich? Welche Rolle spielen Algorithmen und soziale Medien bei der Verbreitung von Nachrichten? Es geht auch um die Verantwortung von Medien, Politik und Gesellschaft. Welche Regeln braucht es für digitale Plattformen? Was kann die EU gegen Desinformation und Manipulation unternehmen? Und wo liegen die Grenzen zwischen Regulierung und Meinungsfreiheit?

Interaktiver Workshop für Schülerinnen und Schüler

Am Freitag, 23. Oktober, sind Oberstufen-Schülerinnen und -Schüler zu einem Medienkompetenz-Workshop eingeladen. Er findet beim Kooperationspartner Russmedia in Schwarzach statt. Die Teilnehmenden erwartet ein interaktiver Workshop, bei dem sie anhand des „Bad News Game“ am Smartphone verschiedene Techniken zur Verbreitung von Desinformation kennenlernen. Ziel ist es, das Bewusstsein dafür zu stärken, dass Informationen im Netz immer kritisch hinterfragt werden müssen und nicht vorschnell weiterverbreitet werden sollen. Die Teilnehmenden bekommen auch Online-Tools vorgestellt, die sie selbst anwenden können, um Informationen im Netz aktiv zu prüfen.

Medienkompetenz-Fortbildung für Lehrkräfte

Lehrinnen und Lehrer sind am 23. Oktober zu einem interaktiven Fortbildungstag eingeladen. Journalistinnen und Journalisten vom ORF erklären, wie professionelle Nachrichten entstehen und wie man Falschinformationen erkennen kann. Unter anderem geht es um diese Fragen: Was ist Falschinformation, Misinformation, Desinformation und wie kann man das unterscheiden? Wie kann man selbst überprüfen, ob Informationen stimmen oder nicht? Wie erkennt man KI-Texte oder künstlich erzeugte Bilder oder Videos? Wie funktioniert Qualitätsjournalismus? Die Lehrkräfte werden für Gefahren im Netz sensibilisiert und bekommen Videos, Tipps und Materialien für ihren Unterricht.

Digitaler Kompass – Know-how für Medienmenschen

Eine weitere Fortbildungsmaßnahme im Rahmen des Medienkompetenz-Schwerpunktes richtet sich an die Medienbranche. Journalistinnen und Journalisten von ORF Vorarlberg, ORF Tirol, Kronenzeitung Vorarlberg und Russmedia werden in Workshops zu Medientrainerinnen und Medientrainern ausgebildet. Der „Digitale Kompass“ engagiert sich als gemeinnützige Organisation für mehr Medienkompetenz in Österreich und Europa, arbeitet an der Schnittstelle von Pädagogik und Journalismus und bildet Medienkompetenz-Trainerinnen und -Trainer für die Arbeit an Schulen aus.

Gebündeltes Medienkompetenz-Wissen im ORF

Der ORF hat bereits sehr viele Angebote und E-Learning-Materialien zur Stärkung der Medienkompetenz entwickelt. Sie sind alle auf der Website bildung.ORF.at gebündelt.

Starke Kooperationspartner

Markus Klement, Landesdirektor ORF Vorarlberg: „Als öffentlich-rechtliches Medienunternehmen trägt der ORF Vorarlberg Verantwortung für die Stärkung der Urteilskraft seines Publikums. Gemeinsam mit Russmedia und dem Europäischen Parlament bündeln wir unsere Kräfte, um die Medienkompetenz in Vorarlberg zu fördern. Denn nur informierte Bürgerinnen und Bürger können Desinformation erkennen, dagegenhalten und selbstbestimmt entscheiden. Mein Dank gilt unseren Partnern für die ausgezeichnete Zusammenarbeit!“

Petra Stolba, Europäisches Parlament/Verbindungsbüro in Österreich: „Desinformation betrifft uns alle, ob im Newsfeed oder im Familienchat. Die EU hat dazu klare Pflichten für große Online-Plattformen geschaffen. Außerdem geht es dem Europäischen Parlament um unabhängige Medien, Faktenchecker und Medienkompetenz. Es braucht nicht nur Gesetze, sondern auch eine informierte und kritische Gesellschaft.“

Martina Huber, Projektleiterin Medienkompetenz-Tag/ORF Vorarlberg: „Medienkompetenz hilft uns, kritisch hinzuschauen, Quellen einzuordnen und eine fundierte eigene Meinung zu bilden. Gerade in Zeiten von Social Media, KI und zunehmender Desinformation wird das immer wichtiger. Denn wir müssen nicht nur Informationen hinterfragen, sondern auch erkennen können, welchen Quellen wir vertrauen können. Mit dem Schwerpunkt im ORF Vorarlberg wollen wir genau dafür sensibilisieren und zum kritischen Umgang mit Informationen anregen.“

Mirijam Haller, Projektleiterin Medienkompetenz-Tage/Vorarlberger Nachrichten: „Junge Menschen begegnen Nachrichten und Informationen heute ständig und dies sehr oft über soziale Medien. Umso wichtiger ist es, unterscheiden zu können: Was ist eine verlässliche Information, was Meinung und wo beginnt gezielte Manipulation? Als Vorarlberger Nachrichten sehen wir es als Teil unserer Verantwortung, Medienkompetenz zu stärken und transparent zu machen, wie professioneller Journalismus Informationen prüft und einordnet. Wir wollen Werkzeuge mitgeben, die helfen, Informationen kritisch zu hinterfragen und dadurch eine fundierte eigene Meinung zu bilden.“

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