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AVISO 21.10.2026: ÖAW - Statistik Austria Lecture: Daten für die Zukunft
Sozialwissenschaftlerin Sabine Zinn zur Bedeutung von Langzeitstudien als Grundlage für evidenzbasierte Politik
Wie verändern sich Lebensverläufe, soziale Ungleichheiten oder wirtschaftliche und gesellschaftliche Rahmenbedingungen über die Zeit? Antworten darauf gibt die 11. ÖAW-STAT Lecture am 21. Oktober 2026 in Wien mit Sabine Zinn, Direktorin des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) Berlin. Die Veranstaltungsreihe wird gemeinsam von Statistik Austria und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) ausgerichtet.
„Gute Politik beruht nicht auf Vermutungen, sondern muss wissen, wie die Lebensrealität der Menschen aussieht. Dafür brauchen wir verlässliche Daten und starke öffentliche Forschungsinfrastrukturen. Sie machen sichtbar, wo Ungleichheiten entstehen, wer Unterstützung braucht und wo wir ansetzen können. Denn unser Anspruch ist klar: Wir wollen gesellschaftlichen Wandel nicht nur beobachten, sondern das Wissen aus der Forschung nutzen, um das Leben der Menschen konkret zu verbessern. Mit dem Austrian Socio-Economic Panel und dem Austrian Micro Data Center haben wir in Österreich in den vergangenen Jahren wichtige Datengrundlagen dafür geschaffen“, sagt Bundesministerin Eva-Maria Holzleitner.
Im Mittelpunkt der ÖAW-STAT Lecture steht die Frage, wie sich gesellschaftlicher Wandel mithilfe von Langzeitstudien empirisch erfasst lässt und welche Bedeutung Längsschnittdaten für Forschung, Politik und Gesellschaft haben. Dafür befragen Forschende dieselben Personen oder Haushalte über mehrere Jahre hinweg. Am Beispiel des deutschen SOEP – einer repräsentativen Wiederholungsbefragung von Privathaushalten in Deutschland – zeigt Sabine Zinn, wie Längsschnittdaten Ursachen und Folgen gesellschaftlicher Veränderungen sichtbar machen und welche Innovationen künftig eine noch zeitnähere Beobachtung ermöglichen.
Einen österreichischen Blick darauf, wie solche Dateninfrastrukturen neue Forschungsmöglichkeiten eröffnen, bietet im Vorfeld der Lecture die AMDC & ASEP Nutzer:innenkonferenz 2026, die das Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung (BMFWF), Statistik Austria und die ÖAW gemeinsam organisieren.
„Gesellschaftlicher Wandel zeigt sich nicht in Momentaufnahmen. Deshalb brauchen wir hochwertige Daten und verlässliche Forschungsinfrastrukturen, die Veränderungen sichtbar machen und wissenschaftlich nachvollziehbar begleiten“, sagt Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria.
„Die großen Herausforderungen unserer Zeit lassen sich nur verstehen, wenn wir gesellschaftliche Entwicklungen langfristig beobachten und analysieren. Längsschnittstudien schaffen jenes Wissen, das wissenschaftliche Erkenntnis vertieft und informierte Entscheidungen ermöglicht“, betont ÖAW-Präsident Heinz Faßmann.
Im Rahmen der Nutzer:innenkonferenz wird Bilanz über die Entwicklung zweier zentraler Forschungsinfrastrukturen Österreichs gezogen: des Austrian Micro Data Center (AMDC) und der Langzeitstudie Austrian Socio-Economic Panel (ASEP). Darüber hinaus werden aktuelle Forschungsarbeiten zu den Themen Frauen und Gleichstellung, Migration, Klima und Umwelt sowie soziale Ungleichheit präsentiert.
Datum: 21. Oktober 2026
- AMDC & ASEP Nutzer:innenkonferenz 2026 10:00 Uhr
- ÖAW-STAT Lecture 18:00 Uhr
Ort: Österreichische Akademie der Wissenschaften, Doktor-Ignaz-Seipel-Platz 2, 1010 Wien, Österreich
Rückfragen & Kontakt
Statistik Austria
Heidi Liedler-Frank
Telefon: +43 1 811 28-7777
E-Mail: [email protected]
Website: https://statistik.at
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Sven Hartwig
Tel.: +43 1 51581-1331
E-Mail: [email protected]
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