• 14.10.2026, 09:05:33
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Wiens Pakete reichen eineinhalb Mal um die Erde

Rund 150 Millionen Pakete wurden 2025 in Wien bewegt. Aneinandergereiht würden sie eineinhalb Mal um die Erde reichen. Die Branche fordert dafür passende Rahmenbedingungen.

Christian Holzhauser, Obmann der Sparte Transport und Verkehr in
der Wirtschaftskammer Wien
Wien (OTS) - 

Wien, 14.10.26 – Rund 150 Millionen Pakete wurden 2025 in Wien bewegt. Würde man diese Sendungen mit einer durchschnittlichen Größe von 40 mal 40 Zentimetern nebeneinanderlegen, ergäbe das eine Strecke von rund 59.600 Kilometern – das sind etwa eineinhalb Erdumrundungen. Pro Werktag wurden in Wien rund 596.000 Pakete zugestellt. Damit erreicht das Paketaufkommen einen neuen Höchstwert und liegt rund 2,7-mal so hoch wie 2014.

Auch im Alltag der Wienerinnen und Wiener ist diese Entwicklung deutlich sichtbar: Pro Haushalt wurden im Vorjahr durchschnittlich rund 130 Pakete zugestellt; das sind knapp elf Sendungen pro Monat. Der überwiegende Teil entfällt mittlerweile auf private Empfänger: Der Anteil der privaten Sendungen stieg von 53 Prozent im Jahr 2014 auf 85 Prozent im Jahr 2025.

„Die Zahlen zeigen klar: Die KEP-Branche ist längst weit mehr als ein Begleiter des Onlinehandels. Sie ist ein wesentlicher Teil der Versorgungsinfrastruktur unserer Stadt, und zwar für Haushalte ebenso wie für Handel, Gewerbe und Dienstleistungsbetriebe“, sagt Christian Holzhauser, Obmann der Sparte Transport und Verkehr in der Wirtschaftskammer Wien. „Was für Kundinnen und Kunden oft selbstverständlich wirkt, ist eine hochkomplexe Leistung, die jeden Werktag hunderttausendfach zuverlässig erbracht wird.“

Infrastruktur und Paketabgabe

Der aktuelle KEP-Branchenreport 2026 zeigt, dass sich der Wachstumstrend fortsetzen wird. Je nach Entwicklungsszenario könnten in Wien bis 2040 jährlich zwischen rund 220 und knapp 300 Millionen Pakete bewegt werden. Entscheidend sei daher nicht mehr, ob die Mengen wachsen werden, sondern ob Standorte, Ladezonen, Paketboxen, Ladeinfrastruktur und Zustellkapazitäten rechtzeitig mitwachsen.

„Die Branche investiert bereits intensiv in emissionsarme Fahrzeuge, Digitalisierung und neue Zustellkonzepte. Damit dieses Wachstum wirtschaftlich, effizient und klimaverträglich bewältigt werden kann, brauchen wir ausreichend Lade- und Haltezonen, geeignete Logistikstandorte sowie einen raschen Ausbau der Ladeinfrastruktur für Nutzfahrzeuge“, betont Holzhauser. „Auch attraktive Out-of-Home-Lösungen wie Paketboxen und Paketshops müssen weiter ausgebaut werden. Sie bündeln Zustellungen, reduzieren Fehlzustellungen und entlasten damit Verkehr und Umwelt.“

Die Paketabgabe und der Wegfall der EU-Zoll-Freigrenze für Sendungen aus Drittländern lässt eine gewisse Konsumzurückhaltung und damit eine leichte Abschwächung des Wachstums erwarten. Allerdings werden sie den Mengenstrom nicht wesentlich verändern oder gar stoppen. Wahrscheinlicher ist eine Anpassung der Plattformmodelle, etwa durch mehr Lagerhaltung in Europa.

Letzte Meile

Der Report unterstreicht außerdem die besondere Bedeutung einer differenzierten Stadtlogistik: In den Innenbezirken konzentrieren sich 29 Prozent der Paketmenge auf nur elf Prozent der Wiener Stadtfläche. Dort werden pro Quadratkilometer und Werktag rund 3.770 Pakete zugestellt. Leistungsfähige und praxistaugliche Lösungen für die letzte Meile werden damit zu einem immer wichtigeren Standortfaktor für Wien.

Den gesamten KEP-Report 2026 gibt es zum Herunterladen unter
https://www.wko.at/wien/transport-verkehr/kleintransporteure/kep-branchenreport.pdf

Rückfragen & Kontakt

Wirtschaftskammer Wien
Jörg Michner
Presse Newsroom
Telefon: +43 1 514 50-1533
E-Mail: [email protected]
Website: https://wko.at/wien/news

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