• 14.10.2026, 08:17:32
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Kassenärztliche Leistungen ausweiten, um Versorgungslücken zu schließen

Kammer für Ärztinnen und Ärzte in Wien zeigt auf: Impflücken entstehen durch fehlende Kassenleistungen

Wien (OTS) - 

„Nur Ärztinnen und Ärzte können eine optimale medizinische Versorgung der Bevölkerung gewährleisten, egal ob es um Akutversorgung, Impfen oder andere präventive Maßnahmen geht“, sagt Johannes Steinhart, Präsident der Kammer für Ärztinnen und Ärzte in Wien anlässlich der Diskussion um die Ausweitung der medizinischen Aufgaben von Apotheken. „Die Kompetenzen in der Gesundheitsversorgung in Österreich sind klar geregelt. Nicht umsonst hat die Ärzteschaft einen klar definierten Kompetenzbereich, den keine andere Berufsgruppe hat. Ärztinnen und Ärzte sind hochspezialisierte Expertinnen und Experten, die zudem über umfangreiche Erfahrungen verfügen, um Krankheiten oder Risiken korrekt einordnen zu können.“

Eine sogenannte „assistierte Selbstmedikation“ in Apotheken birgt Risiken für die Patientensicherheit und kann eine ärztliche Untersuchung keinesfalls ersetzen. „Am sichersten und angenehmsten für die Patientinnen und Patienten ist es, die Ordinationen als „Best Point of Care“ zu verstehen und dort alle notwendigen Leistungen aus einer Hand zu bekommen.“

Schutzimpfungen im kostenlosen Impfprogramm schließen Impflücken

Um die Impfquote zu erhöhen, bestehende Impflücken zu schließen und die Impfziele der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu erreichen, müssen die öffentlichen Impfprogramme besser organisiert und die kassenärztlichen Leistungen ausgebaut werden. „Damit wir Impflücken, etwa bei FSME oder HPV, wirksam schließen können, müssen diese Schutzimpfungen auch in das kostenlose Impfprogramm aufgenommen werden“, fordert Naghme Kamaleyan-Schmied, Vizepräsidentin der Kammer für Ärztinnen und Ärzte in Wien und Obfrau der Kurie niedergelassene Ärzte. „Bereits jetzt wird in Ordinationen auch zu Randzeiten geimpft und die Impfstoffe können direkt beim Arzt bezogen werden.“

Neben dem Zugang zu Impfstoffen braucht es auch eine verlässliche Finanzierung der Impfberatung. „Die Impfberatung muss ein fixer Bestandteil der ärztlichen Vorsorgeuntersuchung sein. Nur im vertrauensvollen Gespräch können individuelle Risiken besprochen und Fragen beantwortet werden“, betont Kamaleyan-Schmied.

„Wir brauchen nicht mehr Stellen zum Impfen, sondern ausreichend und rechtzeitig Impfstoffe. Wenn diese knapp sind, hilft es nicht, die vorhandenen Dosen auf noch mehr Impfstellen aufzuteilen und Patientinnen und Patienten an mehreren Orten nach Impfstoff fragen zu lassen“, bringt es Steinhart auf den Punkt.

Rückfragen & Kontakt

Kammer für Ärztinnen und Ärzte in Wien
Mag. Katharina Hemmelmair
Telefon: 06649697506
E-Mail: [email protected]

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