• 14.10.2026, 07:02:02
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Ehemalige Einsatzpilotin wird Leiterin der Flugpolizei

Ulrike Hutsteiner steht nun offiziell an der Spitze der Flugpolizei – Dekretüberreichung durch Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit

Wien (OTS) - 

Die bisherige interimistische Leiterin der Flugpolizei, Ulrike Hutsteiner, wurde mit 1. September 2026 offiziell zur Abteilungsleiterin bestellt. Der Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit, Franz Ruf, überreichte ihr das Bestellungsdekret. „Ulrike Hutsteiner kennt die Flugpolizei aus vielen unterschiedlichen Perspektiven – vom operativen Einsatz als Hubschrauberpilotin bis hin zur Führung der Abteilung. Diese Erfahrung und ihr persönlicher Einsatz sind eine starke Grundlage für ihre Aufgabe an der Spitze der Flugpolizei. Ich gratuliere ihr herzlich zur offiziellen Bestellung“, sagte Generaldirektor Franz Ruf.

„Mit Ulrike Hutsteiner übernimmt eine erfahrene Polizistin und Luftfahrtexpertin die Leitung der Flugpolizei. Denn sie verfügt nicht nur über jahrelange Führungserfahrung, sondern war auch selbst Polizei-Hubschrauberpilotin. Die Flugpolizei leistet einen unverzichtbaren Beitrag zur Sicherheit in Österreich – bei Fahndungen und Rettungseinsätzen genauso wie bei Katastrophen und Großveranstaltungen. Ich bin überzeugt, dass Ulrike Hutsteiner die Flugpolizei mit hoher Professionalität leiten wird“, betonte Innenminister Gerhard Karner.

Erste Einsatzpilotin des Innenministeriums

Hutsteiner begann ihre polizeiliche Laufbahn 1994 bei der Sicherheitswache Wien und war nach Abschluss der Grundausbildung mehrere Jahre im exekutiven Außendienst tätig. 2002 qualifizierte sie sich für die Ausbildung zur Einsatzpilotin. Nach Abschluss der Ausbildung zur Berufshubschrauberpilotin war sie als erste weibliche Einsatzpilotin des Innenministeriums tätig. Nach 14 Jahren in dieser Funktion wechselte sie nach Abschluss ihres Studiums an der Universität Wien als wissenschaftliche Mitarbeiterin in die Kriegsgräberfürsorge des Innenministeriums. 2021 kehrte Hutsteiner zur Flugpolizei zurück, wo sie ab 2022 mit stellvertretenden Leitungsfunktionen betraut war. Ab Mai 2023 übernahm sie die vorläufige Leitung.

16 Hubschrauber im Einsatz – breites Einsatzspektrum

Die Flugpolizei verfügt derzeit über insgesamt 16 Hubschrauber an sieben Flugeinsatzstellen. Eine zentrale Funktion nimmt der Standort Wiener Neustadt mit dem dazugehörigen Wartungsbetrieb für die Hubschrauberflotte ein.

Das Einsatzspektrum reicht von sicherheits-, kriminal- und verkehrspolizeilichen Einsätzen bis zur Unterstützung bei Großveranstaltungen, Demonstrationen, Katastrophen und besonderen Einsatzlagen. Wie wichtig die Unterstützung aus der Luft ist, zeigt sich bei zahlreichen Großeinsätzen, etwa beim Hochwasser im Tullnerfeld oder bei unterstützenden Maßnahmen bei der Brandbekämpfung wie zuletzt in der Lobau oder im Föhrenwald. Auch bei Sicherheitsmaßnahmen rund um Großveranstaltungen und bei Spezialeinsätzen im Zusammenwirken mit dem Einsatzkommando Cobra sind Polizeihubschrauber im Einsatz. Gerade bei rasch wechselnden Einsatzlagen verschafft die Sicht aus der Luft den Einsatzleitungen einen wichtigen Überblick und erleichtert die Koordination der Kräfte am Boden.

Hohe Ausbildungsanforderungen

Die Aufgaben der Abteilung Flugpolizei, die in der Direktion für Sondereinheiten (DSE) eingegliedert ist, reichen von der Beschaffung über die technische Betreuung bis hin zur Instandhaltung der Luftfahrzeuge. Die Anforderungen in allen Bereichen der Flugpolizei sind hoch. Die europäischen Luftfahrtvorgaben der EASA (European Union Aviation Safety Agency) stellen klare Anforderungen an Ausbildung, Technik und Qualitätssicherung. In der abteilungsinternen Flugschule werden Exekutivbedienstete zu Polizeipilotinnen und Polizeipiloten ausgebildet und auf die vielseitigen Einsatzanforderungen vorbereitet.

Auch Drohnenflotte ausgebaut – wichtiges polizeiliches Instrument

Parallel dazu wurde in den vergangenen Jahren auch die polizeiliche Drohnenflotte – sogenannte Unmanned Aircraft Systems (UAS) – ausgebaut und stellt eine wichtige Ergänzung im polizeilichen Alltag dar. Bundesweit werden Grundausbildungs- und Fortbildungskurse durchgeführt, bei denen qualifizierte UAS-Operatorinnen und -Operatoren ausgebildet und österreichweit einheitliche Qualitätsstandards sichergestellt werden.

Damit verbindet die Flugpolizei jahrzehntelange Erfahrung in der bemannten Luftfahrt mit den Möglichkeiten moderner UAS-Technologie. Ziel ist eine moderne, vernetzte und flexibel einsetzbare polizeiliche Luftunterstützung, bei der Drohnen und Hubschrauber ihre jeweiligen Stärken ergänzen und gemeinsam zur effizienten Einsatzbewältigung beitragen.

Rückfragen & Kontakt

Bundesministerium für Inneres
Abteilung I/C/10 - Öffentlichkeitsarbeit
Ressortsprecher des Bundesministeriums für Inneres
Telefon: +43 (0) 1-531 26 - 90 15 62
E-Mail: [email protected]
Website: https://www.bmi.gv.at

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