- 13.10.2026, 14:03:32
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JG ad JUNOS: „Pension mit 67? Nicht mit uns!“
JG-Vorsitzende Grötz: „Wer Pension mit 67 als Generationengerechtigkeit verkauft, schickt uns Jungen die Rechnung“
Die Junge Generation in der SPÖ (JG) weist die Forderung der JUNOS nach einem höheren gesetzlichen Pensionsantrittsalter klar zurück. „Wer Pension mit 67 als Generationengerechtigkeit verkauft, schickt uns Jungen die Rechnung, das ist an Zynismus kaum zu überbieten. Diese Anhebung trifft uns Junge: Die JUNOS fordern allen Ernstes, dass unsere Generation länger hackelt und am Ende weniger bekommt“, so JG-Bundesvorsitzende Stefanie Grötz. ****
Dabei ist die Lage am Arbeitsmarkt schon jetzt für beide Generationen schwierig: Junge Menschen kämpfen um den Einstieg, Ältere um den Verbleib. Schon heute geht rund ein Viertel nicht direkt aus der Beschäftigung in die Alterspension, sondern etwa aus der Arbeitslosigkeit. Und wer gesundheitlich nicht mehr kann, landet in der Invaliditätspension. Mehr als zwei Drittel davon kommen nicht aus einem aktiven Job, sondern aus langem Krankenstand, Rehabilitation oder Arbeitslosigkeit. „Die eigentliche Aufgabe ist, dass Menschen bis zum jetzigen Antrittsalter überhaupt arbeiten können. Wer mit Ende 50 den Job verliert, findet oft keinen neuen mehr. Ein höheres Pensionsalter heißt für diese Menschen nicht länger arbeiten, sondern länger arbeitslos und am Ende eine niedrigere Pension“, so Grötz.
Auch das Kostenargument der JUNOS hält nicht. Laut Ageing Report der EU-Kommission steigen die Pensionsausgaben in Österreich bis 2070 nur minimal, von 13,7 auf 14 Prozent der Wirtschaftsleistung. Für die Einzelnen wäre eine Anhebung hingegen teuer: Wer zwei Jahre länger arbeiten muss, bekommt zwei Jahre weniger Pension. Bei einer durchschnittlichen Pension sind das rund 42.000 Euro. „Und wer es gesundheitlich nicht bis 67 schafft, muss früher gehen und hohe Abschläge schlucken. Das ist eine Pensionskürzung durch die Hintertür, sonst nichts. Treffen würde sie genau jene, die ihr Leben lang am härtesten gearbeitet haben: am Bau, in der Pflege, im Handel. Unser Pensionssystem ist finanzierbar und das soll es auch für unsere Generation bleiben“, so Grötz.
Besonders hart würde eine Anhebung Frauen* treffen. Ihr Pensionsantrittsalter wird bereits jetzt schrittweise bis 2033 auf 65 angehoben, gleichzeitig geht schon heute mehr als jede Dritte nicht direkt aus einem Job in Pension. „Frauen* stemmen den Großteil der unbezahlten Kinderbetreuung und Pflege, arbeiten deshalb oft in Teilzeit und bekommen am Ende eine Pension, von der sie kaum leben können. Wer jetzt auch noch eine Anhebung des Pensionsantrittsalters fordert, verschärft die Altersarmut von Frauen*. Was es braucht, sind Kinderbetreuung und Pflege, die Frauen* eine echte Vollzeitbeschäftigung ermöglichen“, so JG-Bundesfrauen*sprecherin Simone Singh.
Die JG fordert gesündere und altersgerechte Arbeitsplätze, gezielte Maßnahmen zur Arbeitsmarktintegration für Junge wie für Ältere sowie den Ausbau von ganzjährigen, vollzeittauglichen Kinderbetreuungsplätzen. „Die beste Pensionspolitik ist eine gute Arbeitsmarktpolitik“, so Grötz. (Schluss) bj
Rückfragehinweis:
Gloria Seidl
Bundessekretärin - Junge Generation in der SPÖ
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0699/13177764
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