• 13.10.2026, 10:15:03
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Hohe Kosten: Heimische Transporteure verlieren, ausländische legen zu

Wiens Transporteure warnen vor einer gefährlichen Schieflage: Österreichs Betriebe befördern weniger Güter wegen hoher Kosten, während ausländische Fahrzeuge mehr transportieren.

Wolfgang Böhm, Obmann der Wiener Transporteure
Wien (OTS) - 

Wien, 13.10.26 – Der Güterverkehr auf Österreichs Straßen ist 2025 das vierte Jahr in Folge zurückgegangen. Laut Statistik Austria wurden insgesamt 549,4 Millionen Tonnen befördert – um 0,6 Prozent weniger als 2024 und damit so wenig wie seit 2016 nicht mehr. Besonders alarmierend aus Sicht der Transporteure: Der Rückgang betrifft ausschließlich österreichische Fahrzeuge. Fahrzeuge aus dem Ausland transportierten hingegen mehr Güter.

„Diese Zahlen sind ein Alarmsignal“, sagt Wolfgang Böhm, Obmann der Wiener Transporteure. „Österreichs Transportbetriebe werden mit Maut, CO₂-Bepreisung, hohen Treibstoffkosten, Mineralölsteuer und Lohnnebenkosten immer stärker unter Druck gesetzt. Wer die heimischen Unternehmen mit Kosten überlädt, darf sich nicht wundern, wenn ausländische Anbieter zulegen. Unsere Betriebe verlieren zunehmend ihre Konkurrenzfähigkeit, während andere das Geschäft übernehmen.“

Inlandsverkehr besonders unter Druck

Den stärksten Rückgang verzeichnete der Inlandsverkehr: Das Transportaufkommen sank gegenüber 2024 um 2,5 Prozent auf 340,5 Millionen Tonnen. Die im Transit beförderte Menge blieb mit 76,4 Millionen Tonnen nahezu unverändert.

Österreichische Fahrzeuge befördern fast zwei Drittel des gesamten Transportaufkommens. Wiens Transporteure warnen davor, diese starke Stellung durch zusätzliche Belastungen aufs Spiel zu setzen. Sie fordern eine spürbare Entlastung bei den Standortkosten und wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen für heimische Unternehmen.

„Unsere Betriebe sichern jeden Tag die Versorgung der Bevölkerung und halten die Wirtschaft am Laufen. Dafür brauchen sie faire Bedingungen statt immer neuer Belastungen. Es kann nicht sein, dass die Politik den heimischen Unternehmen laufend die Rechnung präsentiert und ihre Wettbewerbsfähigkeit dabei auf der Strecke bleibt. Die Bundesregierung muss endlich Steuern und Abgaben senken bzw. wie im Falle der CO2-Bepreisung diese gänzlich aussetzen, und nicht ständig an der Kostenschraube drehen, um ihr Budget zu sanieren. Wir brauchen eine Politik, die den Transportstandort Österreich stärkt, statt ihn schleichend zu schwächen“, fordert Böhm.

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Jörg Michner
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