• 13.10.2026, 09:25:02
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Apotheker:innen-Umfrage: Österreich ist auf kommende Krankheitswellen kaum vorbereitet

Wien (OTS) - 

Österreichs Apotheker:innen kennen die Stimmung und Gesundheitslage der ganzen Gesellschaft aus zehntausenden Kund:innengesprächen pro Tag – und damit aus erster Hand. Dabei zeigt eine aktuelle Umfrage unter den 117 ApoLife Apotheken einige Alarmzeichen für den kommenden Winter.

  • Exakt 75 % halten aus dem Apothekenalltag heraus die Bevölkerung für „nicht“ oder „wenig“ vorbereitet für die absehbaren Krankheitswellen – Stichwort Erkältungen, Grippe und Covid – der anbrechenden kühleren Jahreszeit. „Sehr gut“ vorbereitet sieht übrigens nur eine einzige Apotheke Herrn und Frau Österreicher.
  • Ein wichtiger Mosaikstein einer solchen Vorbereitung können Impfungen in der Apotheke sein: Für 43 % der Apotheken ein wichtiges Zukunftsthema. Aktive Nachfragen von Kund:innen nach Impfungen in der Apotheke meldete jeder fünfte Befragte (21 %). Allerdings meint auch jede:r vierte Befragte, dass es aufgrund der Realpolitik am Ende nicht zu einer Umsetzung kommen werde.
  • Die Gesamtstimmung unter den Kund:innen ist seit Jahresbeginn in den meisten Apotheken unverändert (62 %), und ein Drittel gibt an, dass sie sich sogar spürbar verschlechtert hat (29 %).

Um die eigene Zukunft sind die Apotheken mehr denn je besorgt:

  • Knapp 80 % der Apotheken sehen eine „gefährliche Schere zwischen Umsatz- und Kostenwachstum im Betrieb“.
  • So geben ebenfalls knapp 80 % an, dass die Kosten so stark ansteigen, dass Mehrumsätze dies nicht ausgleichen können.
  • 75 % sehen eine massive Gefährdung durch Online-Apotheken, ärztliche Hausapotheken und andere Alternativen – die unter wesentlich geringeren Auflagen agieren können (Stichwort Versorgungsauftrag).
  • Jede:r zweite Befragte gibt an, dass die Menschen offensichtlich weniger freie Mittel haben und daher sparen müssen.
  • Infolgedessen fürchten 60 % der Apotheker:innen um die Stellung der Apotheken im Gesundheitswesen Österreichs.
  • Ebenfalls 60 % spüren die real und nominell sinkenden Umsätze „sehr stark“ oder „durchaus“, weitere 35 % zumindest „ein wenig“.
  • Die mit Abstand größte Hoffnung (85 % Zustimmung) setzen die Befragten in Eigenmarken, in diesem Fall konkret in die ApoLife Produkte.

Mag. Martin R. Geisler, Generalsekretär der ApoLife Apothekengruppe, fasst die Ergebnisse zusammen: „Wer gedacht hat, dass zumindest die Apotheken eine ‚Insel der Seligen‘ in einem immer schwieriger werdenden wirtschaftlichen Umfeld bleiben, muss mit der schmerzlichen Wahrheit leben, dass das einfach nicht zutrifft. Offen bleibt, wie lange unsere Gesellschaft einer Entwicklung zusehen kann, bei der ein systemrelevanter Bereich des Gesundheitswesens in eine sehr ungewisse Zukunft geht. Aus Sicht der Apotheken ist bereits ein Punkt erreicht, an dem gehandelt werden muss, und die wirtschaftliche Entwicklung der Apotheken bestätigt diese Sicht. Denn mit steigenden Kosten und zugleich sinkenden Erlösen können wir auf Dauer die Apotheken als niederschwellige Gesundheitsdienstleister, wie wir es gewohnt sind, sicher nicht erhalten.“

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Mag. Robert Bauer
Telefon: 066473726593
E-Mail: [email protected]

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