• 13.10.2026, 09:00:38
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Wiener Softwareunternehmen reebuild erhält 3 Millionen Euro für die Digitalisierung der Baubranche

Das Leadership-Team von reebuild (v. l. n. r.): Nicolaus Lederer
(COO), Matteo Cimadom (CRO), Alexander Kornell (CEO) und Luca Papay
(CTO)
Wien (OTS) - 

Das Wiener Softwareunternehmen reebuild hat eine Finanzierungsrunde über 3 Millionen Euro abgeschlossen. Angeführt wird die Runde vom europäischen Investor Fortino Ventures, beteiligt sind außerdem Rise PropTech und CuriosityVC. Mit dem Kapital entwickelt reebuild seine Software für die Bau- und Immobilienbranche weiter und weitet sie auf zusätzliche europäische Länder aus.

Die reebuild GmbH entwickelt Software, mit der Bauunternehmen und Projektentwickler ihre Rechnungen prüfen, Kosten steuern und Materialien verwalten. Jedes eingehende Dokument – ob PDF, Foto, Scan oder E-Rechnung – wird mithilfe künstlicher Intelligenz zeilengenau ausgelesen und automatisch mit Lieferscheinen und Aufträgen abgeglichen. Heute verarbeitet reebuild mehr als 530 Millionen Euro Rechnungsvolumen für über 120 Unternehmen in Österreich und Deutschland auf mehr als 8.200 Baustellen und Projekten, über 345.000 Dokumente sind mittlerweile durch die Plattform gelaufen. Zu den österreichischen Kunden zählen unter anderem Pittel+Brausewetter, 3SI Immogroup, Schöll Bau und Obenauf.

Eine große Branche mit viel Handarbeit

Das Bauwesen umfasst in Österreich rund 44.000 Unternehmen mit mehr als 300.000 Beschäftigten. Gleichzeitig wird in vielen Betrieben ein Großteil der Kostenverwaltung und -steuerung, vor allem zwischen den Abteilungen im operativen Geschäft, noch manuell in Excel-Listen geführt und in Papierordnern abgelegt. Rechnungen werden händisch mit Vertragsbedingungen oder Lieferscheinen abgeglichen. Freigaben dauern zu lange und sind undurchsichtig, zudem laufen die Skontofristen ungenutzt ab. Projektkosten liegen in veralteten Tabellen, sodass strategische Entscheidungen auf Basis überholter Informationen getroffen werden. Angesichts steigender Risiken bei Finanzierung, Energie und Material können Margen dadurch schnell schrumpfen und zu echten finanziellen Verlusten führen.

Dazu kommt ein Generationswechsel in vielen Unternehmen: Mit der nächsten Generation an der Spitze wächst der Anspruch, Kostenverfolgung und Transparenz genauso selbstverständlich digital zu führen wie im privaten Alltag. Entsprechend steigt auch der Bedarf an Software, die diesem Anspruch gerecht wird.

Software aus Wien, entwickelt mit heimischen Talenten

reebuild wird in Wien entwickelt, mit heimischen Talenten statt ausgelagerten Entwicklerteams. Das Unternehmen setzt bewusst auf europäische Technologie: Die Software ist DSGVO-konform, wird in Deutschland gehostet und von europäischen Investoren finanziert. Für den Aufbau hat reebuild auch von der heimischen Förderlandschaft profitiert: Sowohl die Austria Wirtschaftsservice (aws) als auch die Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) unterstützen österreichische Unternehmen wie reebuild dabei, aus Wien heraus international wettbewerbsfähige Software zu bauen. Für das Unternehmen ist das ein Beleg dafür, dass sich Spitzensoftware „Made in Austria“ auch international behaupten kann.

„Spitzensoftware muss nicht aus dem Silicon Valley kommen. Wir entwickeln reebuild in Wien, mit Talenten von hier, und bringen es jetzt in weitere Länder“, sagt Alexander Kornell, CEO und Gründer von reebuild.

Nach rund viereinhalb Jahren am Markt ist reebuild in Österreich und Deutschland etabliert und expandiert nun in weitere europäische Länder, in denen Entwicklungspartnerschaften bereits erste Erfolge zeigen.

Extrem nah an der Praxis gebaut

„Wir kennen die Probleme der Branche aus erster Hand und entwickeln reebuild gemeinsam mit unseren Kundinnen und Kunden extrem nah an der Praxis“, sagt Alexander Kornell. „Die Software, mit der viele Bauunternehmen und Projektentwickler heute noch arbeiten, ist seit Jahrzehnten kaum weiterentwickelt worden und hat den Anschluss an die gestiegenen Ansprüche verpasst. Wir sind überzeugt, dass wir diesen Markt mit einem Team aus Bau- und Technologie-Know-how aufmischen können. Nicht mit einem weiteren Tool, sondern mit einer Lösung, die wirklich versteht, wie Baustellen und Projekte kaufmännisch abgewickelt werden.“

Dieser Anspruch beruht auf eigener Erfahrung: Alexander Kornell (CEO) und Matteo Cimadom (CRO) sind durch ihre Familienbetriebe tief in der Baubranche verwurzelt. Gemeinsam mit Luca Papay (CTO) und Nicolaus Lederer (COO) bringen sie langjährige Praxiserfahrung in Bau und Immobilien sowie in KI-Forschung und -Entwicklung mit.

Weniger Aufwand, mehr Marge

Für Bauunternehmen zeigt sich der Effekt direkt in der Marge: Eine Rechnung zu bearbeiten dauert nach Unternehmensangaben rund drei statt über zwanzig Minuten, der Weg vom Rechnungseingang bis zur Freigabe verkürzt sich von fünf auf eineinhalb Tage, und laut Kundenfeedback lassen sich die Beschaffungskosten um bis zu 20 Prozent senken. In einer Branche, in der die Margen typischerweise im einstelligen Prozentbereich liegen, macht genau das den Unterschied. Mehr als 2.350 Menschen arbeiten täglich mit der Software, vom Polier auf der Baustelle bis zur Geschäftsführung.

Langfristig will reebuild den administrativen Aufwand in der Baubranche auf null senken: Software, die Routineaufgaben wie Prüfung und Abgleich eigenständig erledigt, während die Menschen im Unternehmen die Entscheidungen treffen.

Investoren sehen großes Potenzial in einer wenig digitalisierten Branche

Wouter Goossens, Partner bei Fortino Ventures, sagt: „Wir sind überzeugt, dass jetzt der richtige Zeitpunkt für Bauunternehmen und Projektentwickler ist, ihre Backoffice-Prozesse mit Software und KI zu digitalisieren und zu automatisieren. reebuild ist das richtige Team, um das umzusetzen, auch weil das Gründerteam familiär in der Baubranche verwurzelt ist.“

Mit dem Hansmann Family Office ist auch ein österreichischer Investor weiterhin an Bord. „Wir freuen uns sehr darüber, wie sich Alexander und das Team entwickelt haben, und freuen uns darauf, sie auf ihrem weiteren Weg zu begleiten“, sagt Andrei Podlesnyi, Investment Manager beim Hansmann Family Office. „In den vergangenen Jahren hat reebuild bewiesen, dass sich Wachstum und ein enger Draht zu den Kunden nicht ausschließen.“

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Rückfragen & Kontakt

reebuild GmbH
Jakob Winter
Telefon: +43 1 4350264
E-Mail: [email protected]

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