• 09.10.2026, 10:00:34
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Welttag des Hundes: Keine Kette um den Hundehals

Tierschutzombudsstelle Wien rät von Metallketten ab und fordert tiergerechte Ausrüstung sowie gewaltfreies Training

Wien (OTS) - 

Anlässlich des Welttags des Hundes am 10. Oktober appelliert die Tierschutzombudsstelle Wien an alle Hundehalter*innen, auf Metallketten am Hundehals zu verzichten. Ketten-"Halsbänder" mit Zugstopp sind zwar nicht grundsätzlich verboten, aus Tierschutzsicht aber klar abzulehnen. Auch mit Stopp bleibt eine Kette ein hartes, potenziell verletzendes Hilfsmittel am besonders empfindlichen Hals eines Hundes.

Das Tierschutzgesetz verbietet Zughalsbänder ohne Stoppfunktion, weil sie die Atmung behindern und Schmerzen oder Schäden verursachen können. Eine Kette mit funktionierendem Stopp zieht sich nicht beliebig zu und ist daher nicht per se untersagt. Wird sie jedoch eingesetzt, um durch Härte oder Schmerz auf den Hund einzuwirken, kann das bereits gegen das Tierschutzgesetz verstoßen.

Die verbreitete Annahme, der Hundehals sei durch kräftige Muskulatur gut geschützt, trifft nicht zu: Luftröhre, Speiseröhre und Kehlkopf liegen nahezu ungeschützt unter der Haut. Ruckartiges Anreißen kann Stress, Schmerzen und Verletzungen verursachen.

„Wer heute noch eine Metallkette am Hundehals einsetzt, sollte sich ehrlich fragen, warum“, so die Wiener Tierschutzombudsfrau Eva Persy. „Oft geht es nur um ein bestimmtes Image. Manchmal auch darum, dass Mensch und Hund im Alltag nicht zueinanderfinden und man glaubt sich nicht anders helfen zu können. Eine harmonische Mensch-Tier-Beziehung entsteht so nicht. Für solche Probleme gibt es gute, gewaltfreie Lösungen."

Die Tierschutzombudsstelle Wien lehnt Zwang, Härte und verletzungsgefährdende Ausrüstung im Umgang mit Hunden klar ab. Empfohlen wird ein gut sitzendes Brustgeschirr oder ein breites, weiches Halsband. Wer Probleme mit der Leinenführigkeit hat, sollte sich professionelle Unterstützung holen, idealerweise bei Tierschutzqualifizierten Hundetrainer*innen, die ausschließlich gewaltfrei arbeiten. Eine Übersicht bietet das Portal www.hunde-kunde.at der Tierschutzombudsstelle Wien.

Rückfragen & Kontakt

Eva Persy
Tierschutzombudsstelle Wien
Telefon: +43 1 4000 7507 9
E-Mai: [email protected]

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