- 09.10.2026, 10:00:33
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- OTS0043
In Österreich wird die Nachfrage nach Obst und Gemüse nur zu 55 Prozent durch Erzeugung im Inland befriedigt
Gastkommentar von Madeleine Petrovic zur ARDO-Produktion im Bezirk Gänserndorf
Bei Fleisch und Milch gibt es eine Überproduktion. = Versagen der Landwirtschaftspolitik!
Fleisch benötigt viel mehr Energie als Gemüse! Um ein Kilo Rindfleisch zu erzeugen, muss je nach Region 12- bis 15-mal so viel Energie (Futtermittel etc.) eingesetzt werden; ökologisch ist das viel belastender!
Der heurige Sommer ist noch lange nicht ausgestanden! Es fehlt an Futter (Heu) für Rinder, und die Produktion von Futtermais für Nutztiere verstärkt die Auslaugung der Böden.
Aus vielen Gründen wäre die Selbstversorgung bei Gemüse und Obst notwendig und sinnvoll. In den Programmen der Regierung (Anreize zum Umstieg und Hilfe beim Umstieg) findet man nichts davon! Fast die Hälfte des Gemüses muss mit energieintensiven Transporten eingeführt werden, oft auch mit chemischen Belastungen! Der pflanzliche Bioproduktion im Inland sollte uns in Zeiten wie diesen etwas Wert sein.
Dass diese Regierung nicht in der Lage war, sich lange vor der öffentlichen Ankündigung der Schließung des ARDO-Werks im Sinn der bäuerlichen Gemüsebetriebe und der Arbeitskräfte einzuschalten und eine nachhaltige Lösung – etwa in der Art einer Genossenschaft – auszuarbeiten, ist ein Armutszeugnis!
Statt Unsummen in AMA-Marketingwerbung zu stecken, wäre hier Hilfe angesagt:
Das hätte einen Wert!
Ansonsten ist die Werbung für mehr Pflanzliches völlig unglaubwürdig!
Landwirtschaftsminister Totschnig lässt Österreichs Bauern im Stich. Egal ob Mercosur oder in Sachen Ardo.
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Tierschutz Austria
Mag. Martin Aschauer, MSc.
Telefon: 0699/16604075
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