- 09.10.2026, 09:48:32
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University of Applied Sciences St. Pölten feiert 30-jähriges Bestehen
LH Mikl-Leitner: „Hier werden seit 30 Jahren Projekte zu Erfolgsgeschichten“
Die Hochschule für Angewandte Wissenschaften St. Pölten – die University of Applied Sciences St. Pölten (USTP) – feierte am gestrigen Donnerstagabend ihr 30-jähriges Bestehen mit einem offiziellen Festakt. Vertreterinnen und Vertreter aus Bildung, Wissenschaft, Wirtschaft, Gesellschaft und Politik, allen voran Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, folgten der Einladung zum Campus St. Pölten.
Die Landeshauptfrau betonte den engen Zusammenhang zwischen den Jubiläen „30 Jahre Hochschule St. Pölten“ und „40 Jahre Landeshauptstadt“. Mit der Entscheidung für St. Pölten habe eine „neue Gründerzeit“ begonnen, die vom Regierungsviertel über Kultur- und Gesundheitseinrichtungen bis zum Ausbau als Hochschul- und Universitätsstandort reiche. Die USTP habe dabei Pionierarbeit für Stadt und Land geleistet: 1996 mit 67 Studierenden gestartet, biete sie heute 30 Studiengänge für über 4.000 Studierende an. „Hier werden seit 30 Jahren Projekte zu Erfolgsgeschichten“, unterstrich Mikl-Leitner.
Die Hochschule sei ein wichtiger Eckpfeiler des Wissenschaftsstandortes Niederösterreich und habe mit Digitalisierung und Medien, Mobilität, Gesundheit und Sozialem ein klares Profil entwickelt. „Indem wir Wissenschaft ganz oben auf unserer Prioritätenliste haben, ist Niederösterreich heute Wissenschafts- und Bildungsland“, betonte die Landeshauptfrau. Dank Instituten wie dem ISTA, MedAustron und anderen wissenschaftlichen Einrichtungen sei das Land weit über seine Grenzen hinaus bekannt und verfüge über Kooperationspartner in ganz Europa und darüber hinaus. „Und St. Pölten hat bei dieser Entwicklung eine Pionierrolle.“ Sie sprach an dieser Stelle auch von einem „besonderen Zukunftsprojekt“, dem Europacampus Hainburg, an dem die Hochschule federführend mitwirke.
„Wissenschaft, Bildung und Ausbildung schaffen die Grundlagen unseres Wohlstandes“, hielt die Landeshauptfrau zudem fest und wünschte sich für die Zukunft, dass die USTP weiterhin jungen Menschen beste Chancen eröffne und Antworten auf zentrale Zukunftsfragen liefere. Dabei verwies sie auf die „Mission Nobelpreis“ und die jährlichen Investitionen des Landes von 150 Millionen Euro in Wissenschaft und Forschung: „Hier geht es nicht um eine Medaille im Regal. Es geht darum, den besten Köpfen in Niederösterreich die besten Rahmenbedingungen zu bieten. Denn aus Forschung entstehen Innovationen, neue Produkte und Unternehmen sowie Wertschöpfung und gut bezahlte Arbeitsplätze“, so Mikl-Leitner.
Bürgermeister Matthias Stadler sagte, „die Gründung der USTP war ein großes Wagnis für die Stadt“, aber heute wisse man, man habe damals mit Mut die richtige Entscheidung getroffen. Er betonte: „Die USTP gehört heute zu den forschungsstärksten Einrichtungen im Bereich Wissenstransfer von der Wissenschaft in die Praxis.“ Und Stadler unterstrich: „Ohne die USTP gäbe es heute keine New Design University, keine Bertha von Suttner Privatuni und auch keine KPH in St. Pölten. Die USTP ist ein Imageträger für die Stadt und die gesamte Region.“
Elmar Pichl, Sektionschef im Bundesministerium für Bildung, sprach über den Beitrag der Hochschule für den Wissenschaftsstandort Österreich. „Die USTP ist regional verankert und wirkt trotzdem ganz in die Republik hinein“, sagte er. Wichtig sei unter anderem der Fokus der angewandten Wissenschaft in Bezug auf die Fachkräfteausbildung oder auch die rasche Umsetzung von wissenschaftlichen Erkenntnissen in die Praxis. „Als Bund ist uns in der Hochschul- und Wissenschaftspolitik neben nachhaltiger Finanzierung und Entbürokratisierung vor allem die Begleitung von Hochschulen innerhalb Europas ein wichtiger Punkt“, so Pichl.
Johann Haag und Hannes Raffaseder, die Geschäftsführer der USTP, erklärten, was seit 30 Jahren den Kern der USTP ausmache: „Unsere Menschlichkeit, Nahbarkeit und eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe mit unseren Studierenden, Partnern und der Wirtschaft.“ Partnerschaft sei auch ein wichtiges Stichwort, wenn man auf die zukünftige Entwicklung schaue. „Denn sowohl national, europäisch als auch beyond Europe ist Zusammenarbeit entscheidend.“
In seiner Festrede zum 30-jährigen Bestehen der USTP betonte der Rektor der TU Wien, Jens Schneider: „In der USTP wird seit 30 Jahren Bildung mit Weitblick vorangebracht und Weitblick heißt vor allem Europa.“ Er hob unter anderem hervor, dass die USTP als einzige Hochschule mit E³UDRES² eine europäische Hochschulallianz koordiniere.
Cornelia Lamprechter (Geschäftsführerin NÖKU), Karen Fanto (Vorstandsvorsitzende Zukunft.Frauen Alumnae Club und Director International Markets bei Berndorf Bäderbau) sowie Gerda Füricht-Fiegl (Leiterin Kollegium der USTP) diskutierten unter dem Motto „Women Who Move Business – Erfolgswege im Dialog“ über Karrierewege, Verantwortung und die Rolle von Bildung für persönliche Entwicklung und gesellschaftliche Wirkung.
Das Panel „Local Pulse – Global Waves: European Perspectives from the E³UDRES²-Allianz“ griff die europäische Dimension der Hochschulentwicklung auf. Satu Aksovaara von der Jyväskylä University of Applied Sciences Finnland, Roger Heijmans von den University Colleges Leuven-Limburg in Belgien, Iveta Putnina von der Vidzeme University of Applied Sciences Lettland und Julia-Sophie Rothmann von der Fulda University of Applied Sciences in Deutschland sprachen über die Rolle regional verwurzelter Hochschulen in einem europäischen Kontext.
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