- 08.10.2026, 15:41:02
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FPÖ - Guggenbichler zum System Ludwig-Ruck: Die Namen wechseln, das System bleibt
Auch neue Führung beweist: Saubere Kammer geht nur ohne Wirtschaftsbund
Die jüngsten Medienberichte über PR-Aufträge der Wirtschaftskammer Wien werfen erneut brisante Fragen zur Vergabepraxis innerhalb der gesetzlichen Interessenvertretung auf. „Unter Walter Ruck sorgten bereits die PR-Aufträge an Rudi Fußi für Diskussionen, nun berichtet das profil über Verbindungen zu Gabriel Karas. Die Namen wechseln, das System bleibt. Nach welchen Kriterien werden diese Aufträge vergeben, wer entscheidet darüber und welche Leistungen erhalten die Wiener Unternehmer für ihre Pflichtbeiträge?“, fragt der Wiener FPÖ-Wirtschaftssprecher LAbg. Udo Guggenbichler.
„Unter Walter Ruck wurde die Wirtschaftskammer offenbar zum Selbstbedienungsladen für Rudi Fußi und Wolfgang Rosam und unter Maria Kriz-Zwittkovits geht das muntere Geschäftemachen weiter. Statt mit dieser Freunderlwirtschaft aufzuräumen, taucht mit Gabriel Karas schon der nächste prominente Name auf. Früher wurden am kaiserlichen Hof die Pfründe verteilt, heute macht sich der schwarze Bünde-Adel die Geschäfte untereinander aus. Und die Zeche zahlen jene Unternehmer, die mit ihren Pflichtbeiträgen diesen ganzen Apparat finanzieren müssen“, so Guggenbichler.
Besonders die Rolle von Wirtschaftsbund-Direktor Florian Kollenz müsse endlich aufgeklärt werden. „Was wusste Kollenz über diese Geschäfte und welche Rolle spielt er unter der neuen Kammerpräsidentin? Hier wird mit Zuständigkeiten zwischen Wirtschaftskammer, Sparten und Fachgruppen ein regelrechtes Verwirrspiel aufgeführt. Welche Verträge sind tatsächlich noch aufrecht? Wurden womöglich Leistungen für den Wirtschaftsbund über Kammergelder finanziert? Kollenz muss endlich die Karten auf den Tisch legen!“, fordert Guggenbichler.
„Ein personeller Wechsel an der Spitze ändert offenbar nichts an den dubiosen Strukturen. Sämtliche Verträge, Geldflüsse und Verantwortlichkeiten müssen lückenlos offengelegt werden. Für uns ist klar: Eine saubere Wirtschaftskammer kann es nur ohne den Wirtschaftsbund geben. Dieser schwarze Selbstbedienungsladen gehört endlich ausgeräuchert!“, so Guggenbichler abschließend.
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