• 08.10.2026, 09:13:02
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UNOS-Bernhard zu PR-Ausgaben der WKW: „Millionen für PR-Verträge müssen Konsequenzen haben“

UNOS Bundessprecher fordert nach ORF-Enthüllungen schonungslose Aufklärung und vollständige Transparenz

Michael Bernhard, UNOS Bundessprecher
Wien (OTS) - 

Nach den gestern bekannt gewordenen ORF-Recherchen zu den massiv gestiegenen PR-Ausgaben der Wirtschaftskammer Wien unter dem ehemaligen Präsidenten Walter Ruck fordert UNOS Bundessprecher Michael Bernhard eine lückenlose und unabhängige Aufklärung. „Millionen für PR-Verträge sind mehr als nur Verschwendung. Das muss Konsequenzen haben.“

Besonders brisant seien die kolportierten Doppelstrukturen bei der externen Beratung, hohe monatliche Pauschalen und offene Fragen zur Vergabe. „Die Wirtschaftskammer finanziert sich aus verpflichtenden Beiträgen der Unternehmerinnen und Unternehmern. Umso höher muss der Maßstab beim Umgang mit diesem Geld sein. Persönliche PR auf Kosten der Kammermitglieder ist nicht zu rechtfertigen“, betont Bernhard. „Jetzt muss lückenlos geklärt werden, wie diese Aufträge zustande gekommen sind, welche Leistungen dafür tatsächlich erbracht wurden und warum über Jahre offenbar ausreichende Kontrolle und Transparenz gefehlt haben.“

UNOS fordern daher eine unabhängige Sonderprüfung sämtlicher PR-, Medien- und Beratungsverträge der Wirtschaftskammer Wien in der Amtszeit Rucks, die Veröffentlichung der Ergebnisse sowie klare persönliche und organisatorische Konsequenzen. Eine entsprechende Prüfung müsse zudem auf alle anderen Landeskammern und die Wirtschaftskammer Österreich ausgeweitet werden.

„Es reicht nicht, Verträge still zu beenden und zur Tagesordnung überzugehen. Wir müssen jetzt österreichweit klären, ob auch in anderen Kammern Mitgliedsbeiträge für überzogene PR-Ausgaben und fragwürdige Beratungsverträge verwendet wurden. Es braucht schonungslose Aufklärung und eine grundlegende Reform der Kontroll- und Vergabestrukturen in der gesamten Wirtschaftskammerorganisation“, so Bernhard abschließend.

UNOS - Unternehmerisches Österreich vertreten seit 2014 die Interessen liberal denkender Unternehmerinnen und Unternehmer und sind in acht Wirtschaftsparlamenten präsent.

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