• 08.10.2026, 08:11:32
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FPÖ-Krauss: Wiener Linien wälzen überteuerte Liegenschaftskäufe auf Fahrgäste ab!

Zuerst Millionen über den Verkehrswert zahlen, dann Jahreskarten massiv verteuern. Ludwig zum zweiten Mal wortbrüchig.

Wien (OTS) - 

„Sozialismus in Reinkultur“, übt der Wiener FPÖ-Klubobmann Maximilian Krauss scharfe Kritik an der Tarif- und Ausgabenpolitik der Wiener Linien. Während die Jahreskarte bei monatlicher Abbuchung mittlerweile 506,40 Euro - das sind 39 Euro und damit fast 9 % mehr als im Vorjahr - kostet, wurden für zwei Liegenschaften im Zusammenhang mit dem U5-Ausbau insgesamt rund 1,8 Millionen Euro mehr bezahlt als die gutachterlich ermittelten Verkehrswerte. „Bei Grundstückskäufen sitzt das Geld offenbar locker, bei den Fahrgästen wird dafür umso kräftiger abkassiert. Hier passt doch etwas ganz gewaltig nicht“, kritisiert Krauss.

Zur Erinnerung: Für die Liegenschaft Elterleinplatz 8 bezahlten die Wiener Linien 7,40 Millionen Euro netto statt des ermittelten Verkehrswerts von 6,06 Millionen Euro – ein Aufschlag von 22,1 Prozent. Auch beim Objekt Währinger Gürtel 41 lag der Kaufpreis um 470.000 Euro über dem Gutachterwert. „Wer Millionen über den ermittelten Verkehrswerten ausgibt, muss sich die Frage gefallen lassen, warum gleichzeitig ausgerechnet jene Menschen immer stärker belastet werden, die auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen sind. Für viele Wiener ist die Jahreskarte kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit, um zur Arbeit oder zum Arzt zu kommen. Gerade Menschen mit geringem Einkommen müssen sich ihre Mobilität längst vom Mund absparen“, so Krauss, der hier wirtschaftliche Fehler auf die Bevölkerung übertragen sieht.

Besonders enttäuschend sei für die Wienerinnen und Wiener, dass Versprechen von Bürgermeister Ludwig offenbar wertlos sind: „Ludwig hat den Wienern versprochen, die Karte nicht zu erhöhen, und ist hier bereits zum zweiten Mal wortbrüchig geworden. Auf die Zusagen dieses Bürgermeisters ist offenbar genauso wenig Verlass wie auf die Pünktlichkeit seiner Wiener Linien“, so Krauss.

Als Verhöhnung bezeichnet der FPÖ-Klubobmann obendrein den Digitalrabatt: „Wer seine Jahreskarte digital nutzt, zahlt weniger. Wer eine klassische Karte benötigt oder bevorzugt, muss mehr bezahlen. Ausgerechnet ältere Menschen und technisch weniger versierte Fahrgäste werden damit zusätzlich benachteiligt. Statt echter Entlastung gibt es einen Rabatt, der an die Nutzung einer App geknüpft ist.“

Für Krauss steht die Preispolitik zudem in krassem Widerspruch zur gebotenen Servicequalität: „Die Wiener sollen immer mehr bezahlen, während sie sich mit Verspätungen, überfüllten Garnituren und Störungen herumschlagen müssen. Mehr Geld für weniger Verlässlichkeit und gleichzeitig millionenschwere Aufschläge bei Immobilienkäufen. Das ist den Fahrgästen nicht mehr zuzumuten.“

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