• 07.10.2026, 14:01:32
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Vienna Connect in Budapest

Eine Stadt für alle – Wiener und Budapester Expert*innen beraten über inklusive Stadtentwicklung

Wien (OTS) - 

Die Internationalen Büros der Stadt Wien, ein Unternehmen der Wien Holding, organisierten am 30. September in Zusammenarbeit mit der Stadt Budapest die Konferenz "Women & the City – Genderperspektiven in der Stadtentwicklung". Expert*innen, Entscheidungsträger*innen, Wissenschaftler*innen, Vertreter*innen von Kommunalverwaltungen sowie zivilgesellschaftliche Organisationen diskutierten, wie eine Stadtentwicklung gelingen kann, die unterschiedliche Perspektiven einbezieht und Städte schafft, die sicherer, gerechter und inklusiver für alle Menschen sind. Denn davon profitieren alle Stadtbewohner*innen.

Die Konferenz fand im Rahmen des Budapester Demokratiefestivals statt. Einen wichtigen Meilenstein bildete dabei auch die Ankündigung der Absicht Budapests, dem europäischen Städtenetzwerk FemCities beizutreten. Zuvor hatte die Budapester Stadtversammlung am 25. September dem Beitritt zugestimmt. Die Initiative zum Beitritt war vom Internationalen Büro der Stadt Wien in Budapest ausgegangen. FemCities fördert den internationalen Austausch kommunaler Good Practices und die Zusammenarbeit zwischen Städten mit dem Ziel, die Gleichstellung der Geschlechter voranzutreiben und die Lebensqualität von Frauen nachhaltig zu verbessern.

Mehr gendersensible Stadtplanung – mehr Lebensqualität

Die Podiumsdiskussionen am Vormittag widmeten sich der geschlechtersensiblen Stadtplanung, der praktischen Umsetzung von Gender Budgeting und Gender Mainstreaming sowie der Beteiligung von Frauen an gesellschaftlichen und kommunalpolitischen Entscheidungsprozessen. Elke Hanel-Torsch, Amtsführende Stadträtin für Wohnen, Wohnbau, Stadterneuerung und Frauen der Stadt Wien, unterstrich in ihrer Rede die Bedeutung eines breiten gesellschaftlichen Rückhalts: "Wenn wir mit unseren Maßnahmen für eine frauengerechte Stadt erfolgreich sein wollen, müssen wir die gesamte Bevölkerung überzeugen. Und genau das tun wir." Auch der Budapester Oberbürgermeister Gergely Karácsony betonte diesen Aspekt in seiner Eröffnungsrede: "Wir unterstützen in Budapest alle Initiativen, die einen konkreten Beitrag dazu leisten, dass sich Frauen in der Stadt wohler und sicherer fühlen und sich dadurch auch das Wohlbefinden der gesamten Gesellschaft verbessert."

Den Teilnehmer*innen wurden konkrete Ansätze und Erfahrungen der beiden Städte vorgestellt. Etwa die ersten Frauenversammlungen Europas, die in zwei Budapester Bezirken ins Leben gerufen wurden, oder Projekte für nachhaltiges Wirtschaften und Kreislaufwirtschaft. Wie unterschiedliche Perspektiven stärker in kommunale Planungs- und Entscheidungsprozesse einfließen können, wurde in den Panels am Vormittag diskutiert und am Nachmittag in geschlossenen Workshops weiter vertieft.

Frauen in der urbanen Wirtschaft

Die Rolle der Stadt als Arbeitgeberin und Akteurin der Chancengleichheit bildete einen weiteren thematischen Schwerpunkt der Konferenz. "Frauen mit den benötigten Fähigkeiten und Kenntnissen auszustatten und ihnen gleichberechtigte Chancen zu ermöglichen, ist ein entscheidender Faktor für die positive Weiterentwicklung der Wirtschaft in europäischen Metropolen." betonte Vizebürgermeisterin Barbara Novak. Konkrete Tipps für Frauen, die ein Unternehmen gründen wollen, gab es beim Sideevent "Unlocking the power of the female economy" der Wirtschaftsagentur Wien und der Female Founders. Expert*innen Vertreter*innen von Wirtschaftsagenturen und Handelskammern sowie Unternehmerinnen aus Wien und Budapest analysierten aktuelle Herausforderungen für Frauen in Führungspositionen und innovative Ansätze. Die Konferenz bot Raum für den Austausch über nationale und internationale Erfahrungen, erfolgreiche Ansätze sowie Möglichkeiten für neue Kooperationen.

Vienna Connect

Mit Vienna Connect initiieren die Internationalen Büros im Auftrag der Stadt Wien ein flexibles, dynamisches Format zur internationalen Positionierung Wiens als Innovations- und Wirtschaftsstandort. Wiener Expert*innen bringen ihre Expertise dort ein, wo sich relevante Diskurse entwickeln – bei internationalen Konferenzen, in strategischen Netzwerken und im direkten Austausch mit Partnerstädten. Das Format versteht sich dabei als Plattform: themenoffen, dialogorientiert und wandlungsfähig. Damit setzt Wien Impulse, vertieft bestehende Kooperationen und baut neue Verbindungen auf.

Stadt Wien Internationale Büros: Wiens Brücke nach Europa

Die Stadt Wien arbeitet mit ihren Nachbarstädten in verschiedenen Bereichen zusammen, mit dem Ziel, einen nachhaltigen politischen Dialog sowie gemeinsame Lösungen in einem vernetzten Wirtschaftsraum zu entwickeln. Die Internationalen Büros der Stadt Wien sind seit 1. Jänner 2016 als Unternehmen der Wien Holding für die internationale Positionierung Wiens als europäische Drehscheibe für den Dialog, für "Government2Government"-Projekte sowie für die Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Wien in Belgrad, Berlin, Budapest, Krakau, Ljubljana, Prag, Sarajevo, Sofia und Zagreb verantwortlich. Aufgrund der geografischen Nähe werden die Verbindungen zu Bratislava direkt von Wien aus gepflegt. In diesem Jahr kommt dieser langjährigen Zusammenarbeit eine besondere Bedeutung zu: Die Internationalen Büros der Stadt Wien feiern ihr 30-jähriges Bestehen. Dieses Jubiläum wurde auch in Budapest gemeinsam begangen – im Rahmen von Vienna Connect und im Zeichen des langjährigen Austauschs und der engen Zusammenarbeit zwischen Wien und Budapest.

Rückfragen & Kontakt

Mag.a Doris Hemrich
Stadt Wien I Internationale Büros
Renngasse 5/Top 4
1010 Wien
Telefon: +43 1 368 34 24 -711
E-Mail: [email protected]
www.viennaoffices.at

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